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Unternehmensverkauf - wie man mehr rausholt als man denkt

Unternehmensverkauf - wie man mehr rausholt als man denkt

Service Tipp
13.03.2018, 14:00 Uhr
Beitrag von Service Tipp

Wer freut sich nicht darüber, seine Unternehmen für einen Batzen Geld zu verkaufen und seinen Ruhestand zu genießen? Doch es gibt auch ganz andere Gründe für einen Verkauf. In sieben Schritten ist ein optimaler Unternehmensverkauf möglich, wir zeigen, wie es geht.

1. Die Gründe für den Verkauf

Die Gründe für den Prozess „Firma verkaufen“ können so unterschiedlich wie das Leben sein. Häufig findet eine Veräußerung vor dem Ruhestand statt, aber auch Krankheit, Zerwürfnis mit Partnern, Überarbeitung oder einfach nur die Lust auf etwas Neues können der Auslöser sein. Es ist also nicht immer ein rationaler Grund maßgeblich für den Verkauf. Wichtig sind da schon der Wert des Unternehmens und der günstige Zeitpunkt für den Ausstieg. Ideal ist es, wenn langfristige Kundenbeziehungen bestehen, der Kundestamm und der Ertrag stetig wächst, vielleicht noch ein langfristiger Großauftrag in petto ist und auch die Profite versprechen, in Zukunft weiter zuzulegen. Solche Unternehmen gibt es natürlich in der Realität, das Bild aber ist häufig differenzierter. Daher ist auch eine solide Exitstrategie notwendig.

2. Zeitpunkt des Unternehmensverkaufs

Wann soll die Firma veräußert werden, ist sicherlich der entscheidende Gesichtspunkt, denn dies hat maßgeblichen Einfluss auf den Erlös. Idealerweise sollte noch drei bis fünf Jahre Zeit bleiben, bevor der Tag X ansteht. Ein Hauruckverfahren sollte nur im Notfall angepeilt werden, falls beispielsweise der Unternehmer an einer schweren Erkrankung leidet oder ein plötzlicher Tod des Partners den Zeitplan über den Haufen geworfen hat.

3. Unternehmensbewertung

Wichtig ist die Bewertung der eignen Firma, besonders, wenn ein bestimmter Erlös erwünscht wird. Ein Gutachter ermittelt dann den aktuellen Preis für das Unternehmen, und auf Basis der Bewertung können auch Maßnahmen ergriffen werden, einen Kaufpreis bis zum Exittermin zu steigern oder zu stabilisieren.

4. Der Unternehmensverkauf – wer soll es machen?

Schließlich sollte festgelegt sein, ob die Veräußerung selbst vorgenommen wird oder ein Makler beauftragt werden soll. Dies hängt natürlich auch von den Umständen ab. Wer an Familienmitglieder oder Mitarbeiter veräußern will, braucht keinen Makler. Anders sieht dies aus, wenn Besonderheiten das Unternehmen ausmachen und so durch einen gut vernetzten Makler ein höherer Preis erzielbar ist, weil er leichteren Zugang zu einer Klientel hat, die die Besonderheiten auch besonders schätzt. Nichtsdestotrotz muss auch der Makler bezahlt werden, und dies lohnt nur wirklich, wenn einerseits der Verkaufserlös auch höher ausfällt und andererseits eine Zeitersparnis zu realisieren ist. Nicht wenigen Inhabern fällt es auch leichter, über Makler zu verkaufen, da die emotionale Bindung zum Betrieb durchaus als Belastung im Verkaufsprozess wahrgenommen würde.

5. Die Vorbereitung

Wichtig, wenn ein Makler beauftragt werden soll, sind natürlich die betrieblichen Unterlagen. Insbesondere die Steuerbescheide und die betriebswirtschaftlichen Auswertungen sind für das weitere Vorgehen praktisch unerlässlich. Je nach Branche natürlich auch Auflistungen über das Inventar und Betriebsmittel, die natürlich mitverkauft werden. Außerdem ergänzen Listen über Zulieferer, Verkaufsstellen und deren beteiligten Personen. Wer es ganz genau machen will, sollte eine eigene Sorgfaltsprüfung (Due Diligence) durchführen.

6. Der richtige Käufer für die Firma

Meistens dauert dieser Prozess zwischen sechs Monaten und zwei Jahren. Sind potenzielle Käufer an der Angel, so gilt es, beständigen Kontakt zu halten und gleichzeitig die Seriosität zu überprüfen. Wichtig ist zunächst, die Liquidität des Käufers zu ermitteln, erst im nächsten Schritt sollten eigene betriebswirtschaftliche Unterlagen herausgegeben werden. Jede Abmachung muss zudem schriftlich dokumentiert werden, um Missverständnisse im Verkaufsprozess zu vermeiden. Und: Es gilt, standhaft beim Verkaufspreis zu bleiben.

7. Was passiert mit dem Erlös?

Zum einen muss geklärt werden, wie sich der Verkaufsgewinn auf die eigene Steuerlast auswirkt, zum anderen stellt sich die Frage, was mit dem Kapital passieren soll? Soll es gut angelegt werden, in der Rentenzeit verbraucht werden oder ganz einfach den neuen Lebensabschnitt finanzieren?

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