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Rundfunk-Zwangsabgabe: ARD-Chef will jetzt noch mehr Geld von den Deutschen

Rundfunk-Zwangsabgabe: ARD-Chef will jetzt noch mehr Geld von den Deutschen

News Team
16.03.2018, 16:13 Uhr
Beitrag von News Team

In einem Interview mit der „Berliner Morgenpost“ hat ARD-Vorsitzender Ulrich Wilhelm für eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags plädiert. Grund hierfür sind die tiefgreifenden Einsparungen, mit denen die öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio seit einigen Jahren zu kämpfen haben.


Und was denkt ihr? Sollten wir die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland weiterhin finanzieren?

Ja – ARD, ZDF und Deutschlandradio dürfen nicht privatisiert werden.
12.5 %
Nein – Die öffentlich-rechtlichen Sender müssen endlich mal selbst Geld verdienen.
87.5 %
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„Wenn der Rundfunkbeitrag bei monatlich 17,50 Euro bleibt, müssen wir tief in die Programme einschneiden“, sagte Wilhelm. Ein werthaltiges Angebot bei gleichbleibender Qualität könne aber nicht ohne eine Erhöhung der Einnahmen garantiert werden.

Im vergangenen Jahr hatten die öffentlich-rechtlichen Sender Reformvorschläge erarbeiten müssen. Der vorgelegte Sparplan reichte der der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) jedoch nicht, sagte Wilhelm. Deshalb werde weiter gespart.


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Große Kritik an ARD, ZDF und Co.

Auch seitens des Publikums hat die Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen in letzter Zeit zugenommen – und zwar nicht nur in Deutschland. Am 4. März haben zum Beispiel die Schweizer darüber entschieden, ob ihre Rundfunkgebühr abgeschafft werden sollte.

Die Befürworter des Vorschlags argumentierten, mündige Bürger können selbst entscheiden, welche Medien sie nutzen und wofür sie bezahlen wollen. Das Hauptargument der Gegner war, dass ein unabhängiger Rundfunk grundlegend für eine funktionierende Demokratie ist. Am Ende lehnte die Mehrheit der Schweizer die Abschaffung der Rundfunkgebühren ab.

Für ARD-Chef Wilhelm müsste man auch hierzulande eine Debatte darüber führen, welchen Stellenwert der öffentlich-rechtliche Rundfunk hierzulande künftig haben soll. „Die Besonderheit der ARD sind die regionale Vielfalt und die vielen Qualitätsangebote, die kein Privatsender leisten könnte“, sagte er der "Berliner Morgenpost".

Zum Mehrwert der Öffentlich-Rechtlichen zählt Wilhelm auch das weltweite Korrespondentennetz, die hochwertigen Hörspiele und die verschiedenen Bildungsprogramme wie auch die Berichterstattung auf kommerziell weniger interessanten Sportevents: „Ein solches Angebot hat aber seinen Preis.“

Sollten sich die Deutschen irgendwann für eine Senkung oder sogar eine Abschaffung der Rundfunkgebühr entscheiden, müssten die Länder den Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender grundlegend verändern, sagte der ARD-Chef dem Morgenpost-Bericht zufolge.

1 Kommentar

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Die andauernden Wiederholungen der Unterhaltungsprogramme und die politisch eingefärbten Nachrichten sind eine Preiserhöhung nicht wert. Gott sei dank gibt es ein Internet, dort kann man sich durch die vielen internationalen Nachrichten ansehen, wie einseitig wir Deutschen im Fernsehen vergackeiert werden. Es findet dort keine Zensur statt. Die Gebühren sind meines Erachtens nicht mehr zeitgemäß und überzogen.
  • 21.03.2018, 14:00 Uhr
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