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Altersarmut und Armutsrisiko: Größter Sozialverband Deutschlands schlägt Alarm

News Team
28.03.2018, 13:27 Uhr
Beitrag von News Team

Der Sozialverband Deutschland (VdK) setzt sich für Rentner ein und fordert:

Das Thema Altersarmut muss endlich angegangen werden.

In einer aktuellen Meldung veröffentlicht das Statistische Bundesamt neue Zahlen zur Grundsicherung im Alter:

In Deutschland bezogen im Dezember 2017 knapp 1 059 000 Personen ab 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, waren das 3,2 Prozent mehr Leistungsberechtigte als im Dezember 2016.

VIDEO: Song gegen Altersarmut


Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert die neuen Zahlen zur Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung:

„Die Bundesregierung muss das Thema Altersarmut und insbesondere das hohe Armutsrisiko bei Erwerbsminderung endlich angehen. Damit der Trend zur Altersarmut gestoppt wird, müssen vor allem die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und dauerhaft Erwerbsgeminderte angehoben werden.“

Mascher forderte eine Neubemessung der Regelsätze. Wir brauchen, laut seinen Angaben, weitere effektivere Maßnahmen gegen die wachsende Altersarmt.

Für Rentner, die auf Grundsicherung angewiesen sind, soll endlich ein Freibetrag von 200 Euro geschaffen werden.

Damit soll sichergestellt werden, dass Menschen, die langfristig in eine gesetzliche Rentenversicherung einbezahlt haben, bessergestellt werden, als Menschen, die überhaupt nicht vorgesorgt haben.

Akuten Handlungsbedarf sieht der VdK bei den Erwerbsminderungsrentnern.


Rund 515 000 beziehungsweise 48,6 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger von Grundsicherung erhielten diese Leistungen aufgrund einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung. Krankheit und Behinderung dürfen keine Armutsfalle sein.

Völlig unbeachtet bleibt nach wie vor die Problematik der verdeckten Armut.


Mascher: „Wir gehen von einer hohen Zahl an Menschen aus, die Grundsicherung aus Scham nicht beantragen, obwohl sie eigentlich ein Anrecht darauf hätten. Um diesen ‚verdeckt Armen‘ den Zugang zu den Leistungen zu gewähren, sind neben der schon bestehenden Information durch die gesetzliche Rentenversicherung weitere Aufklärungs- und Vereinfachungsmaßnahmen notwendig, um Zugangshindernisse abzubauen.“

Ab Mitte des Jahres sollen deutsche Rentner mehr Geld vom Staat bekommen.


Wir haben die wize.life-Community gefragt, was unsere Mitglieder davon halten und ob ihnen das Geld zum Leben reicht. Die Umfrage stieß auf großes Interesse. Über 900 User beteiligten sich an der Diskussion .

Umfrage: Tut die Regierung zu wenig für die Rentner?
Umfrage: Tut die Regierung zu wenig für die Rentner?

Das Ergebnis ist ganz klar:

94 Prozent finden: „JA – Die Rentner brauchen dringend mehr Unterstützung vom Saat“.

Lediglich 4 Prozent sind der Meinung, dass es den Rentner gut geht.

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1 Kommentar

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Die 4 % kommen sicherlich von unseren Abgeordneten und Beamtenschaft.
  • 03.04.2018, 19:25 Uhr
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