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Grundsteuer-Reform: Für diese Mieter und Eigentümer wird's bald richtig teuer

News Team
15.04.2018, 08:40 Uhr
Beitrag von News Team

Bei der bevorstehenden Reform der Grundsteuer sollten Eigenheimbesitzer und Mieter nicht mit einer Entlastung rechnen. Stattdessen erwarten die Experten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass es für etliche Steuerzahler teurer werden dürfte. „Egal, welches Modell kommt – es wird bei einigen Bürgern zu höherer Belastung, bei anderen zu einer Entlastung führen“, sagt Ralph Henger, IW-Wohnungsmarktexperte WELT AM SONNTAG. Denn auf irgendeine Art und Weise müsse der Gesetzgeber nun die Vorgabe aus Karlsruhe umsetzen und dabei die Wertentwicklung von Immobilien bei der Besteuerung berücksichtigen.

In der vergangenen Woche hatte das Bundesverfassungsgericht die Bundesregierung dazu verpflichtet, das Gesetz zu überarbeiten. Hintergrund ist, dass die Einheitswerte, die der Berechnung der Grundsteuer zugrunde liegen, seit Jahrzehnten nicht mehr neu festgesetzt worden sind. Die Richter bemängelten, dass dies gegen das Gleichheitsprinzip verstoße. Die Bundesregierung muss nun bis Ende nächsten Jahres ein neues Gesetz schreiben, mit Übergangsfrist bis 2024.


Das Kölner Institut favorisiert dabei für das künftige Modell ebenso wie der Mieterbund und viele Bürgermeister eine einfache Bodenwertsteuer. Der Vorteil: Die Bodenrichtwerte werden regelmäßig von den Gutachterausschüssen vor Ort ermittelt und liegen schon vor. „Und eine Besteuerung wäre sachgemäß, denn der Bodenwert ist höher, je zentraler ein Grundstück liegt und je höher die Geschossflächenzahl ist. Im Bodenrichtwert ist also auch die wirtschaftliche Verwertbarkeit enthalten“, sagt Henger.

Kräftige Aufschläge bei Grundsteuer

Für Hausbesitzer in guten Lagen und teuren Städten dürfte das zum Teil kräftige Aufschläge bedeuten, weil ihre Grundstücke meistens im Wert gestiegen sind. „Diese Wirkung ist meines Erachtens auch richtig“, so der IW-Experte. Wer viel Fläche in zentraler Lage verbrauche, könne auch etwas stärker zur Kasse gebeten werden.

Ähnlich beurteilte das auch Stefan Bach, Steuerexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW): „Die Simulationen zeigen: Die Bewohner in teuren Lagen mit Einfamilienhäusern werden tendenziell stärker belastet. Aber auch Geschosswohnungen in attraktiven Innenstadtlagen könnten über die hohen Bodenpreise belastet werden, wenn sie nicht so intensiv genutzt werden.“ Anders sehe es in Lagen mit günstigem, verdichtetem Mietwohnungsbau aus, wie beispielsweise dem Märkischen Viertel in Berlin mit seinen rund 17.000 Wohnungen. Dort könnten die Mieter einigermaßen beruhigt sein.

Für Eigentümer auf dem Land geben die Experten ebenfalls Entwarnung. „Dort sind die Unterschiede in der Bebauung und der Wertentwicklung nicht so groß wie in urbanen Regionen“, sagt IW-Ökonom Henger. Das klassische Einfamilienhaus in der Kleinstadt werde daher wohl nicht deutlich stärker belastet.

26 Kommentare

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Ja unsere Finanzhyänen werden sich wieder ein Stück aus dem Fleisch der Bürger reißen. Der kleine Häuslebauer wird geschröpft und die Milliardäre werden bei Erbschaftssteuer und bei Vermögenssteuer geschont. Das sie sich schon bei der Einkommensteuer Arm rechnen und sich so dem Solidaritätspakt entziehen will ich gar nicht sprechen. Das gesamte System und ihre Vertreter, unsere Asoziale Regierungsblase gehört verjagt bis nach Timbuktu.
  • 20.04.2018, 12:19 Uhr
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... zum eigentlichen Steuerproblem hat sich noch niemand hier sachgerecht geäußert, also lasse ich es auch .....
  • 18.04.2018, 11:10 Uhr
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Für die Vermieter wird es immer Teurer aber auch für die Mieter die können bald die Miete nicht mehr bezahlen und so hat der Vermieter das nach sehen.Das ist genau so ein blöd sin wie die Regen-steuer pro qm Grundstück wir haben doch kein ein fluse auf die Natur das ist nur Ausbeuterei und nichts anderes .Aber für alle die die CDU ,SPD oder FDP und Grüne gewählt haben ist die Steuer noch zu niedrig würde ich sagen .
  • 16.04.2018, 23:46 Uhr
Interessant, deine Parteienaufzählung. Und was bleibt dann noch übrig? Die Linke - vorstellbar dass diese dagegen votiert hätten. Die AfD - als neoliberale Partei hätte der Vorschlag auch von denen stammen können.
  • 18.04.2018, 10:56 Uhr
wize.life-Nutzered Das ist auch die einzige Partei die man noch wählen kann .Die CDU und SPD verkauft uns und beutet uns noch mehr aus Die FDP ist laut ihrer Meinung die Mitte bei den Parteien und ist eine Fahne im Wind die Grünen sind nicht mehr für die Natur da siehe Bahnhof Stuttgart und alle haben sieh eines gemeinsam sie verpulvern unsere Steuergelder mit Bauten brücken und andere unsinnigen Dinge die nicht fertig werden .Auch das schnelle Internet was bis ende des Jahres fertig werden sollten schaffen sie nicht die Maulhelden Ich würde nur das versprechen was man auch halten kann
  • 18.04.2018, 22:08 Uhr
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Vor wenigen Wochen hieß es von der Regierung die Grundsteuer müßte reformiert werden, aber keine Hausbesitzer werden mehr zahlen müssen. Weshalb denn eine Änderung des bestehenden Systems? Wer diese Regierung kennt wußte sofort "Jeder Reform kostet die Bevölkerung mehr Geld". Es hieß ferner (wenn ich mich recht erinnere) 30 Millionen Grundstücke müssen überprüft werden. Da sicherlich nicht genügend Personal da ist eine solche Mammut Aufgabe zu bewerkstelligen, werden sicherlich etliche Tausend Beamter mehr eingestellt werden müssen, die auch bezahlt werden wollen. Interessant ist, dass einige Institutionen meinen die Grundsteuer ist sowieso illegal. Ob das die Regierung kümmert?
  • 16.04.2018, 17:46 Uhr
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Zuerst sollte man mal aufhören die Steuergelder sinnlos zu verprassen. Die Landesrechnungshöfe geben hierfür die jährliche Basis. Und wenn dann noch Geld benötigt wird, sollte man an die Immobilienspekulanten ran. Den kleinen Eigentümer oder Vermieter sollte man die Möglichkeit der sicheren Altersvorsorge nicht mit unverschämter Grundsteuer oder Anliegerkosten vermiesen. Soviel zur Theorie
  • 16.04.2018, 15:17 Uhr
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Es kommt nicht nur auf die Bemessungsgrundlage an von 1964, sondern auch auf die Hebesätze die die Kommunen selbst erheben dürfen. Da der Hausbesitzer sein Haus nicht so schnell verkauft, so kann man ihn getrost melken. Dem Hausbesitzer geht es wie dem Autofahrer, jedes Jahr hat doch einer eine andere Idee, nur um uns das Geld aus der Tasche zu ziehen.
  • 16.04.2018, 11:14 Uhr
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Wird sicher noch vor der Ratifizierung jede Menge Klagen von Eigentümern geben. Also wird sich die Umsetzung wahrscheinlich noch Jahre hinziehen.
  • 16.04.2018, 09:29 Uhr
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Wann kommt die Luft-Hoheits-Steuer über unseren Grundstücken?
Da wäre doch noch eine bisher ungenutze Steuerlücke.
  • 15.04.2018, 19:19 Uhr
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papa staat ich weiß nicht wer immerdiese tollen ideen hat wie man aus opfer bürgern noch ehr rauspressen kann aber so einfach wie man sich das unter reichen beamten vorstellt kann es nicht sein wenn man nach möglichkeiten sucht noch mehr zu scheffeln warum geht man denn nicht dahin wo das geld ist und fleißig arbeitet ?? nicht jder bürger hat einen hoch dotierten beamten job aber wer nur über miliarden gewinne nachdenkt vergisst schnell dass es leute gibt die mit euro und cent rechnen müssen nicht erschrecken das sind währungen die es in derbrd noch gibt undwie meine oma immer sagte eine vollgefressee kuh weiß nicht wie es in einem leerenbauch aussieht
wir zahlen unser leben lang auf alles steuern und wenn wir dann den löffel abgeben haben kommt ein aasgeier hält beide krallen auf und will noch schnell den letzten cent als erbschaftssteuer abreifen ich schäme mich für euch und bewre es mit einen kräftigen pfuiiiiiiiii
  • 15.04.2018, 16:38 Uhr
Das hast du gut geschrieben,lieber Uwe ....
  • 17.05.2018, 00:11 Uhr
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Ich habe gehört dass auch darüber entschieden werden soll,dass Mieter und Vermieter jeweils die Hälfte der Grundsteuer bezahlen soll.Seither wird ja nur die Mieter in einem Mehrfamilienhaus zur Kasse gebeten (Vermieter wohnt nicht mit im vermieteten Haus).Es ist doch in diesem Fall nicht gerecht gegenüber dem Mieter........Dem Vermieter gehört doch das Haus schliesslich und sollte auch dafür ebenso Grundsteuern mitzahlen.
  • 15.04.2018, 15:29 Uhr
Du bist ein ganz Schlauer.
Die Grundsteuer und die anderen Grundstücksabgaben werden immer vom Eigentümer gefordert. Da der Eigentümer in sein Haus Geld investiert hat, will er natürlich nicht draufzahlen, sondern für sein angelegtes Kapital eine Rendite erzielen. Also muss er von den Mietern seine Ausgaben, Rücklagen für Reparaturen und Instandhaltung incl. Anliegerkosten plus seine Rendite vom Mieter als Miete verlangen.
Nicht einmal in der Fuggerei kannst Du heute ohne Kostenbeteiligung in Form von Miete wohnen.

wize.life-Nutzer
  • 15.04.2018, 17:41 Uhr
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