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Ikea verschärft Rückgaberecht ab 1. September - Dafür gibts jetzt kein Geld zurück mehr!

News Team
19.07.2018, 11:33 Uhr
Beitrag von News Team

Ikea verschärft in Deutschland sein Rückgaberecht. Mit dem Start des neuen Geschäftsjahres am 1.September dürfen Ikea-Produkte nur dann gegen Erstattung des Kaufpreises zurückgebracht werden, wenn sie neu und unbenutzt sind, heißt es in einer Erklärung, die WELT vorliegt.

Bislang konnten gekaufte Waren ohne Rücksicht auf den Zustand des Produkts wieder abgegeben werden. „Durch die Einschränkung des Rückgaberechts auf unbenutzte Produkte wollen wir auch sicherstellen, dass Kunden Möbel und Einrichtungsgegenstände nicht nach kurzem Gebrauch entsorgen, sondern den Wert des Produkts schätzen im Sinne des Ressourceneinsatzes, der dafür nötig war“, sagte Deutschland-Chef Dennis Balslev WELT.

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Dazu soll auch Missbrauch vorgebeugt werden. „Wir hören aus den Häusern, dass Jahr für Jahr kurz vor dem Ablauf der Umtauschfrist immer die gleichen Leute auftauchen und ihr Geld zurückverlangen“, sagte Balslev. „Offenbar frischen hier Vermieter auf diese Weise ihre Wohnungen auf.“ Mit den neuen Rückgabebedingungen passt sich Ikea Deutschland dem global gültigen Konzernstandard an. Umweltschützer hatten diese großzügige Linie mehrfach kritisiert, weil so Ressourcen verschwendet würden.

Andere Wege geht Ikea auch beim Thema Expansion. Neue Filialen in Randlagen soll es in Zukunft nicht mehr geben, kündigte Balslev an. Stattdessen drängen die Schweden in die Innenstädte, wahlweise mit eigenen Läden oder aber mit Showrooms und Pop-Up-Stores in Einkaufszentren und Warenhäusern. „Die Zeit der großen Möbel-Paläste am Stadtrand ist vorbei“, sagte Balslev mit Verweis auf ein verändertes Einkaufsverhalten der Kunden.
Der Manager aus Dänemark, der seit Januar die hiesige Landesgesellschaft leitet, legt den Schwerpunkt seiner Arbeit daher auch auf das Thema online. Aktuell erzielt Ikea hierzulande rund sechs Prozent seines Umsatzes im E-Commerce. „Schon mittelfristig kann dieser Anteil aber auf 25 bis 30 Prozent steigen“, prognostizierte Balslev mit Verweis auf anhaltend deutlich zweistellige Wachstumsraten in diesem Segment.

Ikea baut daher bundesweit neue Verteilzentren auf, um die Liefergeschwindigkeit deutlich zu erhöhen, allen voran in großen Städten wie Berlin, Köln, München und Hamburg oder auch in Ballungsgebieten wie Rhein-Main und dem Ruhrgebiet. „Dort wollen wir in Zukunft innerhalb von drei Stunden liefern“, sagte Balslev.

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