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Mit dem richtigen Makler wäre das nicht passiert

30.05.2013, 12:47 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Geldmaschinen der Versicherer

Platz 20: Golfversicherung:
Ein Kuriosum der Versicherungsbranche: Gemeint ist nicht die Autoversicherung für das gleichnamige Kfz aus Wolfsburg, sondern eine Police für Liebhaber des traditionsreichen Ballsports. Sie können nicht nur das teure Equipment gegen Diebstahl, Beschädigung oder Schlägerbruch versichern.
Auch der Brauch, bei einem "Hole in One" (der Ball wird mit einem Schlag eingelocht) die Klubkollegen zu einem Drink einzuladen, ist im Preis enthalten. Jetzt hängt es nur noch von Ihrem Handicap ab.
Platz 19: Tierkrankenversicherung:
Der medizinische Fortschritt hat auch vor den geliebten Haustieren nicht Halt gemacht. Künstliches Hüftgelenk, Computertomografie oder Magenoperation – alles was bei Herrchen oder Frauchen möglich ist, wird beim Vierbeiner längst angewendet. Schnell kommen für solche Eingriffe ein paar Hundert Euro zusammen. Eine Krankenvollversicherung rechnet sich trotzdem so gut wie nie. Wem das Risiko dennoch zu hoch ist, sollte besser zur abgespeckten Variante, der OP-Versicherung, greifen.
Platz 18: Reisepakete:
Das Rundum-Sorglos-Produkt der Versicherer für den Urlaub wird meist in Reisebüros verkauft. Doch wie in so manchen gut gemeinten Paketen ist darin viel enthalten, was kein Mensch braucht. Beispiel Reisegepäckversicherung: Im Kleingedruckten verbergen sich viele Fälle, in denen die Versicherung nicht zahlt. Den Einbruch ins Hotelzimmer deckt übrigens meist die Hausratversicherung mit ab.
Platz 17: Elektrogeräteversicherung:
Was kann es Schlimmeres geben, als ein Blitzschlag, der die Platine des nagelneuen Computers in einen Haufen Elektroschrott verwandelt? So überzeugen viele Elektrofachhändler ihre Kunden, beim Kauf eines Gerätes auf Nummer sicher zu gehen und eine Police gleich mit abzuschließen.
Was die Händler oft nicht sagen: Die wichtigsten Gefahren deckt bereits die Hausratversicherung ab. Im Ernstfall ersetzt sie sogar ein neuwertiges Gerät. Die Spezial-Versicherung zahlt jedoch nur den Zeitwert und kann sogar noch eine Eigenbeteiligung verlangen. Außerdem übernimmt sie die Reparaturkosten erst, wenn keine Garantieansprüche bestehen. Dann hat der Versicherer schon zwei Jahre lang die Prämie eingestrichen.
Platz 16: Private Arbeitslosenversicherung:
Ist der Job futsch, kann sie entweder Raten für ein noch nicht abbezahltes Auto zahlen, Beiträge für andere Versicherungen übernehmen, das gesetzliche Arbeitslosengeld aufstocken oder auch die Schulden des Arbeitslosen übernehmen. Dank hoher Kosten, langer Wartezeiten und vielen anderen Extraklauseln bleibt im Ernstfall von der vermeintlichen Sicherheit oft nichts als Frust und Ärger.
Platz 15: Ausbildungsversicherung:
Hier verrühren die Versicherer eine Risikolebensversicherung mit einem Sparvertrag. Dem Nachwuchs soll so beispielsweise ein teures Studium gesichert werden. Auch wenn ein Elternteil verstirbt, werden die Beiträge weiter gezahlt. Besser ist aber eine Risikolebensversicherung, gespart wird anderweitig.
Platz 14: Fahrradversicherung:
Ähnlich vertrackt sind die Bedingungen von älteren Fahrradversicherungen. Die beinhalten die sogenannte Nachtausschlussklausel, laut der Fahrräder nur tagsüber und in der Wohnung versichert sind. Wer sein Fahrrad nachts an der Straßenlaterne abstellt, hat bei einem Diebstahl dann das Nachsehen. In neueren Policen fehlt dieser Fallstrick. Ob eine Police eine Nachtausschlussklausel beinhaltet,
steht in den Versicherungsbedingungen.
Platz 13: Reisegepäckversicherung:
"Endlich Urlaub", schreibt die Allianz. "Dumm nur, wenn jetzt die Koffer abhandengekommen sind und das Sportequipment niemals ihr Ziel erreicht.
Bei der Erstellung einer Liste der abhandengekommenen Sachen wird schnell klar: Der Schaden geht in die Tausende. Sie haben sich Ihren Urlaub wohlverdient. Eine Allianz Reisegepäckversicherung auch." Reisegepäckversicherungen zahlen in der Regel nur dann, wenn das Gepäckstück am Körper mitgeführt wird. So kommen allerdings die wenigsten Koffer abhanden. Wenn Vatis Tasche am Flughafen geklaut wird, während er Sohnemann vom Gepäckband fernhält, springt die Versicherung meistens nicht ein. Wertgegenstände werden zudem nur bis zu einer bestimmten Höhe erstattet.
Platz 12: Sterbegeldversicherung:
"Bestattungen sind teuer. Durchschnittlich 5000 Euro werden in Deutschland für eine Bestattung aufgewendet, wohl dem, der vorgesorgt hat" - mit diesen Worten wirbt die Ideal für ihre Sterbegeldversicherung. Adressat der Reklame sind Senioren, die ihren Erben nicht auf der Tasche liegen wollen. Doch wer rechtzeitig Geld zurücklegt, kann selbst für die Beerdigung sparen.
Zwar beinhalten Sterbegeldpolicen zusätzlich eine Risiko-
lebensversicherung, sodass die Kosten auch bei unerwartet frühem Tod übernommen werden. Interessenten sollten aber die Versicherungsbedingungen sorgfältig lesen. Oft zahlen Anbieter frühestens nach drei oder fünf Jahren, bei Ideal sind es drei Jahre.
Platz 11: Krankenhaustagegeld:
Die Angst vor Krankheit lässt sich gut vermarkten. "Da haben wir es wieder: Privat ist einfach besser als gesetzlich", schreibt die HUK-Coburg. "Statt täglich zehn Euro bezahlen zu müssen, bietet das Krankenhaustagegeld ab dem ersten Tag eine tägliche Aufwandsentschädigung zur freien Verfügung. Ein Umstand, der Ihrer Genesung sicherlich gut tut." Doch wer braucht im Krankenhaus mehr Geld als zu Hause?
Patz 10: Kontoschutz:
Neu auf dem Markt ist der Kontoschutzbrief von Cosmosdirekt. Seit einigen Monaten gilt neues EU-Recht, demzufolge Kontoinhaber bei einem Kartenverlust theoretisch für den entstandenen Schaden bis zu dem Betrag haften, über den sie pro Tag verfügen dürfen. Sofern sie grob fahrlässig gehandelt haben, als ihnen die Karte abhanden gekommen ist. Ob eine Bank die Kunden haften lässt, steht in deren allgemeinen Geschäftsbedingungen. Allerdings haben viele Banken bereits klargestellt, dass sie diese Möglichkeit nicht nutzen werden. Für einen Großteil der Kunden ist das Risiko daher begrenzt.
Platz 9: Brillenversicherung:
Die Beiträge für Brillenversicherungen sind im Vergleich zur möglichen Schadenhöhe in aller Regel viel zu hoch. Wer seine Brille verliert oder beschädigt, trägt kaum ein existenzbedrohendes Risiko. Verbraucherschützer empfehlen, solche Kleinstrisiken lieber auf eigene Faust abzusichern, indem man jeden Monat einen Betrag zurücklegt und anspart.
Platz 8: Handyversicherung:
"Schützen Sie Ihr Handy weltweit gegen Diebstahl, hohe Reparaturkosten und Totalschaden!", schreibt Assona, schließt in den Versicherungsbedingungen aber etliche Fälle aus: Wer sein Telefon vergisst, hat das Nachsehen. Schäden durch Regen sind ebenso ausgeschlossen wie "unsachgemäße Verwendung des Geräts". Für neue Geräte trägt der Hersteller zwei Jahre lang Gewährleistung. Und selbst wenn das Telefon bei einem Sturz zerbricht, dürfte der entstehende Schaden kaum existenzbedrohend sein. Für einen Gerätewert von 500 Euro kostet die Police monatlich 3,99 Euro - über zwei Jahre kommen so rund 95 Euro zusammen.
Platz 7: Glasbruchversicherung:

Die Angst vor Scherben bescherte den Versicherungen 2008 stolze 526 Mio. Euro an Prämieneinnahmen. Für Schäden hat die Assekuranz davon mit 228 Mio. Euro weniger als die Hälfte wieder ausgezahlt. Allenfalls für Häuser mit Wintergarten oder teuren Spezialfenstern lohne sich eine Glasbruchversicherung, sagen Versicherungsexperten.
Platz 6: Unfallversicherung mit Geld-zurück-Garantie:
"Wir zahlen die Beiträge ohne Ratenzuschläge und Versicherungssteuer zurück. Garantiert!" So bewirbt die LVM-Versicherung ihre Unfallpolice mit Beitragsrückzahlung. Und eine "attraktive Gesamtverzinsung von 4,55 Prozent" gibt es am Ende der Vertragslaufzeit obendrauf - auch wenn gar kein Unfall passiert. Verbraucherschützer geißeln die Mischung aus Invaliditätsschutz und Sparvertrag als Augenwischerei. Zu teuer und zu renditeschwach. Wenn überhaupt eine Unfallversicherung, dann eine ohne Schnickschnack.
Platz 5: Häusliche Notfälle/Pannen:
Eine Reihe von Policen versichert gegen häusliche Notfälle. Sie erstatten die Kosten für einen Schlüsselnotdienst, einen Sanitärtechniker oder einen Kammerjäger. Doch in der Regel können solche Dienstleistungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Zumal einige Versicherer bestimmte Insektenarten diskriminieren, indem sie unter anderem für einen Befall von Speckkäfern nicht aufkommen.
Platz 4: Hochzeitsrücktrittskostenversicherung:
Auch eine Hochzeit lässt sich versichern, beispielsweise bei der Hanse-Merkur. Kostet das rauschende Fest 25.000 Euro, muss man für die Police 510 Euro berappen. Gezahlt wird, wenn der Bräutigam plötzlich schwer erkrankt oder das angemietete Etablissement in Flammen aufgeht. Ganz wörtlich ist die Rücktrittsversicherung nicht zu nehmen: Gibt es eine Abfuhr vor dem Altar, zahlt die Versicherung nichts. Und richtig teuer wird sowieso erst die Scheidung.
Platz 3: Fluglochversicherung:

Die niederländische Sir Huckleberry Insurance Company vertrieb auch eine Versicherung gegen Luftlöcher. Die Prämie sollte ausgezahlt werden, wenn ein Flugzeug in sechs Sekunden 3000 Meter an Höhe verliert. Die entsprechende Geschwindigkeit beträgt in diesem Fall stolze 1800 Kilometer pro Stunde. Ein verzichtbarer Risikoschutz.
Platz 2: Versicherung gegen die Entführung durch Außerirdische:
Die gute Nachricht vorweg: Diese Police gibt es nicht mehr.
Platz 1: KfZ-Insassen: Diese Police soll die Insassen eines Fahrzeugs finanziell absichern. Auf diese Weise, so die Assekuranz, verhindere der Autofahrer, dass er nach einem Unfall für Invalidenrenten seiner Beifahrer aufkommen muss. Nur: Sie sind schon durch eine andere Versicherung geschützt.Für entsprechende Schäden kommt die obligatorische Kfz-Haftpflicht auf.

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