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Das Schloss des Großen Kurfürsten

Das Schloss des Großen Kurfürsten

17.09.2017, 11:36 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Schloss Köpenick am Ufer der Dahme


Auf einer kleinen Insel gegenüber der Altstadt liegt idyllisch das Schloss Köpenick im Berliner Stadtteil Köpenick. Weil die Dahme das Schloss umspült, wird das barocke Bauwerk gern auch als Wasserschloss bezeichnet.

Das Schloss ist ein Zeugnis aus der Zeit des Großen Kurfürsten (1620-1688) und das bedeutendste erhaltene Schloss aus seiner Regentschaft. Gebaut wurde es zwischen 1677–90 für den Thronfolger des Großen Kurfürsten, Friedrich III. nach dessen Vermählung mit Elisabeth Henriette von Hessen-Kassel.

Als Baugelände hatte man die Köpenicker Insel an der Dahme ausgewählt, auf der um 1240 bereits die Askanier eine Burg errichtet hatten. An gleicher Stelle ließ sich Kurfürst Joachim II. 1558–71 sein größtes Jagdschloss bauen. Hundert Jahre später ließ das der Große Kurfürst das Schloss erbauen.

Der Baumeister Rutger van Langervelt aus den Niederlanden schuf ein hohes, dreigeschossiges Gebäude mit schönem Fassadenschmuck, in dem die Fenster architektonisch hervorgehoben sind. In dem Giebelrelief zum Hof sind beiderseits der kurfürstlichen Krone Adonis und Venus zu sehen. Die drei Sandsteinfiguren auf dem Giebel stellen Merkur, Venus und Mars dar. Das Giebelrelief an der Wasserfront zeigt Diana und Endymion. Über ihnen thronen Apollo, Herkules und Diana.
Einer der repräsentativsten Säle des Schlosses ist der Wappensaal, mit beeindrucken kostbaren Prunkstücke aus dem Schatz der Hohenzollern.

Das Schloss hat eine wechselvolle Geschichte. Es wurde zeitweilig von der preußischen Armee belegt, war Staatsgefängnis und Lehrerseminar. Seit 1963 befindet sich das Kunstgewerbemuseum darin. Der englische Schlosspark mit seinen Magnolien und den vielen Rhododendronbüschen bietet einen Blick auf den alten Kiez und auf Spindlersfeld und lädt die Besucher ein, unter alten schattigen Bäumen, darunter eine 350 Jahre alte Flatterulme sowie Schwarznuß- und Tulpenbäumen, Ginko- und ein Mammutbaum zu lustwandeln.

Im Jahr 1994 begannen umfangreiche Restaurierungsarbeiten, die erst 10 Jahre später abgeschlossen waren. Es beherbergt nun das zweite Haus des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin neben dessen Hauptsitz am Kulturforum in der Nähe des Potsdamer Platzes. Die Dauerausstellung mit dem Titel Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko zeigt auf drei Etagen in 21 Räumen einen Querschnitt der Ausstattungskunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Quelle: Wikipedia, Text und Fotos: Klaus Tolkmitt

1 Kommentar

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Interessante Geschichte und sehr schoenes Schloss, wuerde ich gern mal besichtigen.
  • 01.10.2017, 08:35 Uhr
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