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Die Legende um Martenizi

Die Legende um Martenizi

01.03.2018, 15:15 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Legende um Martenizi

Am 1. März jedes Jahr trägt jeder Bulgare ein Marteniza-Schnürchen und Quasten aus weissen und roten Faden, die man in jedem Frühjahr ansteckt, weil sie Gesundheit und Glück bringen.

Es gibt viele Legenden woher das kommt, hier eine davon:

Die Legende erzählt, dass die Altbulgaren, als sie in die Donauebene kamen, sich entzückt umsahen und ihr heiliges heidnisches Feuer anzündeten. An diesem Feuer sollte der höchste Gott Tangra diejenigen erkennen, die er zu beschützen hatte. Und das Fest begann.
Aus der ganzen Ebene brachten die Leute Früchte, trieben blöckende Lämmer, fette Hammel undmuhende Kälber herbei. Die Frauen buken grosse runde Brote und die Männer warfen Zweige ins Feuer und drehten die Schwerter, auf denen grosse Fleischstücke steckten. Für alle gab es Brot, fröhlich machenden Wein und berauschenden Met. Alle waren zufrieden und die Flammen loderten immer höher.

Nur der Cham war traurig. Er war bekümmert, weil ihm ein grünes würziges Kraut fehlte, das in seiner heimatlichen Steppe so reichlich wuchs, um es der Sitte gemäss auf die Opfergaben zu legen. Tangra musste man für dieses paradiesische Land so danken, wie es sich ziemte. Deshalb trauerte der tapfere Cham, der seine Schar in so vielen Schlachten angeführt und die Byzantiner gezwungen hatte, ihm nachzugeben. Er seufzte, eine Träne glänzte in seinem Auge, und sie da - ein bunt schillernder Vogel stiess zu ihm herab. Äusserlich ein Vogel wie alle Vögel, doch er begann mit menschlicher Stimme zu sprechen:
- sei nicht traurig, Cham Juvigi, ich habe schnelle und starke Schwingen. Bis hierher bin ich dir gefolgt und in dieser Stunde will ich dir helfen. Binde mir ein weisses Fädchen um den Hals, so will ich zur Wolga fliegen, zu deiner Schwester, und ihr einen Gruss von dir und deine Botschaft bringen.
Der Cham band dem bunt schillernden Vogel ein weisses Fädchen um den Hals und der Vogel schwang sich in die Lüfte und war bald seinem Blick entschwunden.
Als einige Zeit vergangen war, kehrte der Vogel zurück. Mit müden Flügeln, erschöpft aber froh liess er sich auf des Chams Schulter nieder. Und wieder sprach er mit menschlicher Stimme:
- Freue dich, Cham Juvigi ! Binde das weisse Fädchen ab und nimm das grüne Sträusslein. Auch einen roten Faden wirst du darin finden, von deiner Schwester und der Heimat viele Grüsse.
Da nahm der junge Cham das würzige Kraut und reichte es mit der rechten den Priestern, den weissen und den roten Faden aber bewahrte er auf, sie sollten ihm Gesundheit und Glück bringen.

2 Kommentare

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Es gibt viele Bräuche die sich um Monat März in Zusammenhang mit Frühling und Neubeginn drehen.
Ähnliche Brauch, mit roten und weisen Fäden, hat mir eine Bekannte aus Rumänien beigebracht, Sie hängen solche Fäden an erste blühende Bäumen den sie in diesen Jahr sehen, mit ihre ganz persönlichen Wünschen und bitte um Erfüllung.
  • 11.03.2018, 15:36 Uhr
ja der schöne Brauch Martenitsa oder rumänisch Martisor ist in Osteuropa und anliegenden Ländern weit verbreitet siehe auch :

https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A4rzchen

Danke für Deinen Kommentar
  • 11.03.2018, 18:45 Uhr
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