wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Bluttest verrät, wie wahrscheinlich ein Infarkt in den nächsten 5 Jahren ist

Bluttest verrät, wie wahrscheinlich ein Infarkt in den nächsten 5 Jahren ist

News Team
20.06.2016, 17:05 Uhr
Beitrag von News Team

Hoher Blutdruck, erhöhte Cholesterinwerte, ungesunde Lebensführung - bislang ziehen Mediziner bei der Einschätzung des Herzinfarktrisikos ihrer Patienten die bekannten Parameter zur Rate.

Eine Studie britischer Forscher vom Imperial College und dem University College in London, auf die sich der "Telegraph" beruft, könnte zu einem Umdenken führen. Demnach kann ein einfacher Bluttest eine verbindliche Aussage darüber treffen, ob ein Patient innerhalb der nächsten fünf Jahre ein erhöhtes Herzinfarktrisiko hat oder nicht.

Immunsystem beeinflusst Risiko

Die Spezialisten analysierten fünfeinhalb Jahre lang das Blut von mehr als 1700 Patienten, die mit hohem Blutdruck und Cholesterienwerten als Risikogruppe galten. 470 erlitten während der Langzeitstudie tatsächlich einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Die restlichen 1283 allerdings nicht.

Bei den Gesunden konnten im Blut größere Mengen von Immunglobulin (IgG) nachgewiesen werden. Diese Antikörper bildet das Immunsystem automatisch zur Abwehr von Viren und Bakterien.

Die Studie bewies: Je höher der IgG-Level, desto geringer das Herzinfarktrisiko in den nächsten fünf Jahren. Die Testpersonen mit dem höchsten IgG-Wert hatten sogar ein um 58 Prozent geringeres Risiko für koronare Herzerkrankungen bzw. einen Herzinfarkt. Das Schlaganfallrisiko war um 38 Prozent vermindert - trotz hoher Blutdruck- und Cholesterinwerte. Der Leiter der Studie, Dr. Ramzi Khamis, sagte:

Dass ein stärkeres und widerstandsfähigeres Immunsystem mit dem Schutz vor einem Herzinfarkt in Verbindung steht, ist ein sehr aufregendes Ergebnis.

Je früher, das Risiko erkannt werde, desto eher könne man auch handeln und einen Infarkt frühzeitig verhindern.

Beta-Blocker unnötig?

Im Umkehrschluss würden die Ergebnisse aber auch bedeuten, dass Menschen mit einem hohen Antikörper-Level möglicherweise auf Statine oder Beta-Blocker verzichten könnten.

Der Bluttest ist einfach und günstig. Der IgG-Wert wird schon heute im normalen Blutbild erfasst. Dass er nun auch ein Maßstab bei der Herzinfarkt-Früherkennung sein könnte, wäre tatsächlich ein bahnbrechender Erfolg. Denn derzeit sind koronare Herzerkrankungen noch die häufigste Todesursache weltweit.

Geheimwaffe gegen Zecken - So vertreiben Sie die Blutsauger ohne Chemie

Initialize ads

36 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
ich - als medizinerin halte davon recht wenig.... aus verschiedenen gründen. fällt der test negativ aus, heißt das noch lange nicht, dass man nicht an anderen tödlichen krankheiten erkranken kann. es gibt für nichts und niemanden eine garantie. außerdem..... labile patienten könnten seelisch erkranken, fällt dieser positiv aus. und menschen, die wenig auf sich achten, achten noch weniger auf sich, wenn sie die garantie besitzen, dass "eh nichts böses passiert"...... also finger weg von solchen dingen. was nutzt ein negativer test und mir fällt morgen ein hubschrauber auf den kopf?
  • 06.07.2016, 08:36 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Und was soll das bringen? Angst und Unsicherheit und eine neue Geld-Einnahmequelle.
  • 22.06.2016, 22:43 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Wenn ich morgens vor dem Spiegel stehe und ohne Infarkt aus dem Bad gehe, weis ich, dass ich alles richtig mache. Alles andere ist angstmacherei und wenn man auf alles hört, was uns suggeriert wird, ist man im höchsten Fall "Infarkt gefährdet"
  • 22.06.2016, 14:15 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Bluttest´s sind in der Bewertung so unterschiedl. wie unterschiedl. sie nur sein können.

morgens´-mittag´s - abend´s...
dann kommt die schleidergeschwindigkeit dazu
dann kommt , wie lange das blut bis zum labor...
dann kommt die wärme in der messung u.u.u.
  • 22.06.2016, 09:29 Uhr
  • 2
Das kommt immer darauf an, womit derjenige Wert bestimmt wird. Verschiedene Hersteller, Geräte, Reagenzien... Und keiner will sich in die Karten gucken ...
  • 22.06.2016, 09:58 Uhr
  • 1
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Darauf würde ich mich nicht unbedingt verlassen. Nach einem Bluttest wurde ich vergangenes Jahr in die Uniklinik Leipzig mit Verdacht auf Herzinfarkt eingeliefert. Die Untersuchung nach Setzen eines Herzkatheters ergab, dass ich Herzkrnazgefässe wie ein 20jähriger habe. Trotz jaahrzehntelangem exzessiven Rauchens. Dafür ist die Lunge im Eimer (COPD). Wusste ich aber schon vorher.
  • 21.06.2016, 19:06 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Wer schon mal von Herz-Vorhofflimmern gehört hat, weiß, dass das ein Hinweis für einen baldmöglichen Herzinfarkt oder mehr noch, für einen Schlaganfall ist.
Mit zunehmenden Alter vergrößert sich die Gefahr und im hohen Alter kann man dann schon fast von einer Volkskrankheit sprechen.
Was kann man dagegen tun?
Abgesehen von einer regelmäßigen Blutuntersuchung (mind. einmal im Jahr) einer gesunden ausgewogenen Ernährung und einer dem Alter angemessenen Bewegung, auf einen regelmäßigen Herzrhythmus achten.
Das geht am besten mit einem Blutdruck-Messgerät mit einer akkustischen Herzschlag-Meldung.
Wenn ohne Belastung und ohne besonderen Gründe die Herztöne schneller und unregelmäßig sind, hin zum Hausarzt und EKG machen lassen. Alles Weitere entscheidet dann der Arzt und der Kardiologe.

Viel Menschen bemerken ein Herz-Vorhofflimmern gar nicht und deshalb hier mein Hinweis auf ein akkustische Blutdruck-Messgerät.

Aber lassen Sie sich von dem Ding nicht verrückt machen und kontrollieren sie sich in angemessenen Zeitabständen (Ihr Arzt kann ihnen sagen, wie oft)
  • 21.06.2016, 12:45 Uhr
  • 1
Bei mir stellte sich vor Jahren das Vorhofflimmern als Symptom für die defekte Mitralklappe heraus. Das wurde 2015 in Bad Nauheim mit einer Mitralklappen-Rekonstruktion behoben – seitdem bin ich beschwerdefrei.
  • 21.06.2016, 13:00 Uhr
  • 1
das ist nachvollziehbar, weil die Mitralklappe zwischen linken Herzvorhof und linker Herzkammer liegt.
Wenn durch die defekte Mitralklappe das Blut sich im linken Vorhof staut, kann es dort zur Bildung von Blutgerinseln kommen, die im Hirn oder Herzen einen Infarkt auslösen können.
Meinen Glückwunsch zur Beschwerdefreiheit
  • 21.06.2016, 14:05 Uhr
  • 2
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
.....an irgendetwas müssen wir doch alle mal sterben
oder wollt ihr e w i g leben-O
  • 21.06.2016, 10:45 Uhr
  • 3
warum denn nicht?
  • 21.06.2016, 18:19 Uhr
  • 0
Alt werden ja....aber ewig leben ......nö
  • 21.06.2016, 18:26 Uhr
  • 0
Ich will 90 werden. Meine Mutter hatte mit 86 Schlaganfall.
  • 22.06.2016, 11:48 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
"Dass ein stärkeres und widerstandsfähigeres Immunsystem mit dem Schutz vor einem Herzinfarkt in Verbindung steht, ist ein sehr aufregendes Ergebnis." Z.E.
Ja klar, einen armen Schulmediziner erstaunt sowas!
Kopfschüttel, Kopfschüttel..... Ein intaktes Immunsystem ist das A und O der Gesundheit....
Eigentlich sollten sich die erstaunten Schulmediziner in dieser Hinsicht ihr Lehrgeld wiedergeben lassen!
  • 21.06.2016, 08:53 Uhr
  • 3
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.