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Medizin-Rebellen fordern: Setzt Hunde endlich auch bei der Krebsbekämpfung ein!

News Team
20.09.2016, 17:54 Uhr
Beitrag von News Team

Es gibt bereits Lawinen-Hunde und Blinden-Hunde. Wenn es nach diesen Medizin-Rebellen geht, sollten Hunde bald auch in der Krebserkennung eingesetzt werden und so das Leben von tausenden Menschen retten.

In Japan testete Dr. Hideto Sonoda die Fähigkeiten eines achtjährigen, schwarzen Labrador Retrievers, der vorher in einer speziellen Hundeschule auf das Erkennen von zwölf verschiedenen Krebsarten in der Atemluft von Patienten trainiert worden war. An der Kyushu University bekam der Vierbeiner dann Stuhlproben von 48 Patienten mit Darmkrebs und 258 gesunden Kontrollpersonen vorgesetzt. In 74 Testrunden bekam der Hund jeweils fünf Atem- oder Stuhlproben zum beschnupper. In 37 von 38 Fällen schaffte er es den Krebs zu entdecken. Auch bei den Stuhlproben lag die Erfolgsquote mit 33 von 36 Fällen bei über 90 Prozent.

2006 lag die Erfolgsquote bei einem Experiment des US-amerikanischen Mediziners Michael McCulloch zwischen 88 bis 97 Prozent. Ganz ähnliche Erfahrungen machte Gian Luigi Taverna bei der größten jemals durchgeführten Studie zur Krebserkennung mithilfe von Hunden. Dabei zeigte sich, dass gut trainierten Tiere Prostatakrebs durch Urinproben in 677 Fällen mit einer Genauigkeit von 98 Prozent erkennen konnten. Dazu hatten sie an Urinproben geschnüffelt. Der Chef der urologischen Pathologie am Istituto Clinico Humanitas in Rozzano/Italien erklärte:

Unsere Standardmethode ist reproduzierbar, kostengünstig und nicht-invasiv sowohl für die Patienten als auch für die Hunde.

Warum werden Hunde nicht für die Krebs-Erkennung eingesetzt?

Ein Argument, dass gerne genannt wird, ist die Anzahl der Proben, die Hunde zu verarbeiten hätten. Es seien einfach zu viele, um genügend Hunde dafür zu trainieren. Und selbst dann, haben traditionelle Mediziner, wie der Heidelberger Lungenspezialist Felix Herth, ihre Probleme mit tierischen Mitarbeitern:

Jeder Hund riecht anders, eine gleich bleibende Schnüffelqualität lässt sich nicht garantieren. So ein Tier ist eben keine unbestechliche, geeichte Maschine.

Dem widerspricht die Medizinprofessorin Cindy Otto, die auf die fantastischen Schnüffelqualitäten der Hunde setzt. Ein Zahlenvergleich macht das deutlich: Eine Hundenase ist mit 200 Millionen Riechzellen ausgestattet - vierzig Mal mehr als beim Menschen. Hunde atmen beim Schnüffeln bis zu 300 Mal in der Minute ein und aus und besitzen ein Gehirn, bei dem zehn Prozent für das Riechen zuständig ist. Beim Menschen ist es ein Prozent. Deshalb setzt sie voll auf die Hundenasen:

Wir setzen Hunde ein, weil wir wissen, dass die Hunde viel sensibler sind als alle chemischen Techniken.

Für die Möglichkeit, Hunde bei der Krebs-Bekämpfung einzusetzen, kämpft die amerikanische Hundetrainerin Dina Zaphiris. Noch bekämpfen die Behörden die Zulassung eines Systems, dass die Fähigkeiten der Hunde in der Medizin zum Einsatz bringen würde. Dabei sollen trainierte Hunde an den Tüchern schnüffeln, die zuvor von den Betroffenen Personen beatmet wurden. Darauf, dass Maschinen entwickelt werden, die die Fähigkeiten der Hunde nachstellen können, will sie nicht warten:

Es ist sehr unpraktisch zu warten, bis die Maschinen zu den Hunden aufgeholt haben.

(Quellen: netdoktor.de / deutsche-gesundheits-nachrichten.de / 3Sat )

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