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Wasservergiftung droht: Forscher widerlegen Zwei-Liter-Regel

Wasservergiftung droht: Forscher widerlegen Zwei-Liter-Regel

News Team
16.11.2016, 17:35 Uhr
Beitrag von News Team

Eineinhalb bis zwei Liter Wasser am Tag. So viel soll gesund sein. Forscher verschiedener australischer Universitäten, geführt von der Monash Universität, wiederlegen diese Behauptung.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Gehirn eine „Schluckhemmung“ auslöst, um eine zu hohe Flüssigkeitszufuhr zu verhindern. „Wenn wir tun, was unser Körper uns sagt, machen wir das richtige“, sagt Forscher Michael Farell. „Wir sollten trinken, wenn wir durstig sind. Und nicht nach einem festen Plan."

Die Testpersonen haben in zwei Situationen Wasser trinken: Einmal nach dem Training, wenn sie durstig waren. Ein anderes Mal nachdem die Forscher sie überredet hatten, zu viel Wasser zu trinken.

Das Ergebnis: Den Probanden fiel es schwer, eine übermäßige Menge zu trinken. Zusätzlich untersuchten die Forscher durch Magnetresonanztomographie Aktivitäten im Gehirn kurz vor dem Trinken. Sie stellten fest, dass bei übermäßigem Genuss der präfrontale Cortex die Schluckhemmung blockierte, so dass die Testpersonen das Wasser trinken konnten.

„Ed gab Fälle, bei denen Athleten starben, weil sie zu viel tranken“, sagt Farell. „Sie folgten dabei sklavisch den Empfehlungen.“

Alte Menschen trinken zuwenig


Zu viel Wasser zu trinken erhöht die Gefahr einer Wasservergiftung oder Hyponatriämie: Natirummangel im Blut. Alte Menschen sollten laut Farell aber besonders auf ihre Wasserzufuhr achten: Sie trinken meist zu wenig.

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1 Kommentar

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http://flexikon.doccheck.com/de/Hyponatri%C3%A4mie
Zitat:
1 Definition

Unter einer Hyponatriämie versteht man eine verminderte Konzentration von Natriumionen im Blut bzw. im Blutplasma.
2 Formen
2.1 Hypovolämische Hyponatriämie

Die hypovolämische Hyponatriämie entsteht durch einen Volumenmangel bzw. ein herabgesetztes Gesamtkörperwasser (TBW), z.B. bei Diarrhoe, Erbrechen, Diuretikagabe oder bei Dehydratation. Eine seltenere Ursache ist das Zerebrale Salzverlustsyndrom.

Das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen (ECF) ist reduziert, der Natriumgehalt des Körpers (Gesamtkörpernatrium) ist relativ gesehen jedoch noch stärker reduziert.
2.2 Hypervolämische Hyponatriämie

Bei der hypervolämischen Hyponatriämie ist das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen (ECF) stark erhöht, bei relativ gesehen geringerer Erhöhung des Gesamtkörpernatriums. Die hypervolämische Hyponatriämie macht sich durch Ödeme bemerkbar. Man begegnet ihr u.a. bei Herzinsuffizienz, nephrotischem Syndrom, Leberzirrhose und Niereninsuffizienz.
2.3 Isovolämische Hyponatriämie

Bei der isovolämischen Hyponatriämie steht die Wasserretention im Vordergrund. Das Gesamtkörperwasser ist erhöht, während das Gesamtkörpernatrium normal ist. Das extrazelluläre Flüssigkeitsvolumen ist minimal bis mäßig erhöht, es liegen aber keine Ödeme vor. Gründe für die Isovolämische Hyponatriämie sind unter anderem Glukokortikoidmangel, wasserretinierende Medikamente, Hypothyreose, und das Syndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH). " Z.E.

Der Artikel des Teams ist m.W. nach nicht vollständig wiedergegeben. Denn die Forscher geben auch eine Formel an: 30 ml Wasser pro kg Körpergewicht am Tag zu trinken. Da kommt ordentlich was zusammen. Bei einem 70-Kilo-Menschen bereist 2100 ml.

Menschen die eingeschränkte Flüssigkeitszufuhr haben, wissen das, sie sind daraufhin ärztlich unterrichtet!

Ich habe keine Ahnung, wie viel die verstorbenen Sportler getrunken haben. Jedenfalls wurde, falls das überhaupt stimmt, die Mineralzufuhr, also isotonische Getränke, sträflich vernachlässigt und das gewiss über eine geraume Zeit. Ich kann es mir nicht vorstellen, denn jeder, der auch nur annähernd glaubt Sport zu treiben, weiß das.
  • 16.11.2016, 18:57 Uhr
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