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Achtung vor der Kusskrankheit! Atemnot, Milzriss oder Blutzellmangel drohen

Achtung vor der Kusskrankheit! Atemnot, Milzriss oder Blutzellmangel drohen

News Team
22.12.2016, 12:31 Uhr
Beitrag von News Team

Mehr als 90 Prozent der Menschen infizieren sich im Laufe des Lebens mit dem Epstein-Barr-Virus, kurz EBV genannt. Die Infektion erfolgt in der Regel im Kindesalter und ohne Symptome und bleibt bei den meisten Menschen folgenlos. Besonders bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen kann sich die frische Infektion jedoch als sogenanntes Pfeiffer‘sches Drüsenfieber (infektiöse Mononukleose) äußern.

Ausreichend für eine Ansteckung ist meist ein Kuss mit Speichelübertragung, was der Krankheit den Spitznamen „Kusskrankheit“ einbrachte. Das Pfeiffer´sche Drüsenfieber geht typischerweise mit Fieber, Müdigkeit, Halsschmerzen und geschwollenen Lymphknoten einher, verläuft aber meist harmlos und heilt in der Regel rasch aus. Bei einigen Patienten zeigen sich jedoch lebensbedrohliche Komplikationen, wie Atemnot, Milzriss oder Blutzellmangel, oder außerordentlich langwierige Verläufe wie das chronische Müdigkeitssyndrom. Auch scheint in der Folge eines Pfeiffer´schen Drüsenfiebers das Risiko für die Entwicklung einer Multiplen Sklerose oder eines Hodgkin-Lymphoms erhöht zu sein.

„Bei einigen Patienten können bestimmte angeborene Immundefekte als Ursache für ungewöhnliche Verläufe der Infektion identifiziert werden, in den meisten Fällen bleiben die Ursachen jedoch unbekannt “, erklärt Prof. Uta Behrends von der Technischen Universität München. Die Kinderärztin koordiniert im DZIF eine umfassende Forschungsstudie, in der die Risikoparameter identifiziert und damit auch die Behandlungsmöglichkeiten verbessert werden sollen.

IMMUC-Studie erfolgreich gestartet

Diese sog. IMMUC-Studie wurde vor einem halben Jahr gestartet; sie bindet sehr spezielle experimentelle Expertisen sowie zahlreiche Kinderarztpraxen und -kliniken ein und ist damit weltweit einzigartig. 50 junge Patienten und Patientinnen mit frisch diagnostiziertem Pfeiffer´schen Drüsenfieber konnten bereits aus 23 Gesundheitseinrichtungen in der Region München für eine Teilnahme rekrutiert werden. Alle Patienten werden sechs Monate lang mit hochmodernen virologischen und immunologischen Tests untersucht und zu ihren Symptomen beraten.

„Wir erwarten, dass wir mit den Daten dieser Studie und den Tools, die wir entwickeln, viele Fragen zum unterschiedlichen Verlauf von EBV-Infektionen beantworten können“, erklärt Behrends. Zusätzlich zur IMMUC-Studie widmen sich die Forscher auch anderen gut- und bösartigen EBV-assoziierten Erkrankungen sowie der Weiterentwicklung der EBV-spezifischen Zelltherapie und eines schützenden Impfstoffs. Dass das EBV-Virus auch nach einer überstandenen Erkrankung ein Leben lang im Körper bleibt, macht es zu einer besonderen Herausforderung für immungeschwächte Menschen. Hier ist die Abwehr oft nicht in der Lage, das Virus in Schach zu halten. Aus noch nicht geklärten Gründen erkranken im Laufe ihres Lebens aber auch immungesunde Menschen an verschiedenen EBV-assoziierten Krebsarten.

EBV-Infektionen weltweit problematisch

Bei der IMMUC-Studie handelt es sich um eine umfassende Suche nach neuen Ansatzpunkten für die Diagnose, Verlaufskontrolle, Therapie und Prävention von Erkrankungen durch das weltweit problematische EBV. Gemeinsam mit den beteiligten Forschergruppen an der Technischen Universität München, der Ludwig-Maximilians Universität München, dem Helmholtz Zentrum München, dem Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg und der Medizinischen Hochschule Hannover planen die Wissenschaftler für die nächsten zwei Jahre eine Fortsetzung der Studie mit weiteren Probanden.

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17 Kommentare

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Hmm, hier machen sich manche lustig! Wenn man diese Krankheit hat oder hatte und sie einen schwereren Verlauf nimmt / nahm, ist das nicht so lustig... Um nach der Krankheit wieder fitter zu werden, denn es ist nicht selten, dass man sich danach monatelang schlapp fühlt! hat mir eine sogenannte Kur mit mit Honig gesüßtem Sanddorn-Saft (ich glaube es hieß Muttersaft) geholfen gehabt. Ein bis zwei Mal am Tag ein bis zwei Löffel genommen... Das war damals ein Tipp von meiner Schwester... Am besten mal im Reformhaus nachfragen...

Ich stieß damals übrigens durch Zufall über ein Sportlerforum, wo es mehrere Leute gab, die mit dieser Krankheit zu tun hatten oder sie gehabt hatten. Dort wurde auch vermutet, dass es wohl auch stressbedingt zu dieser Krankheit kommen könne...

Gute Besserung denen, die damit zu tun haben!
  • 22.12.2016, 17:33 Uhr
  • 1
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in der Regel finde ich solche Studien ( zumindest als Veröffentlichung hier ) auch etwas überflüssig
In diesem Falle war ich persönlich allerdings sehr erstaunt da ich auch vor Jahren das Pfeiffer' sche Drüsenfieber hatte wobei auch meine Milz betroffen war . Und vor 2 Jahre wurde bei mir MS diagnostiziert . Das diese Erkrankungen im Zusammenhang stehen können ist mir auch neu .
  • 22.12.2016, 16:43 Uhr
  • 0
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Hätte ich das früher gewusst .... hätte ich die vielen süßen Männern nicht geküßt .... das wäre aber ziemlich schade gewesen
  • 22.12.2016, 16:27 Uhr
  • 0
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VOLL WICHTIG, besonders da es komplikationen meist mit anderen stoerungen gibt...

BTW es sind schon leute an ner mandelentfernung gestorben, zwar nicht besonders viele aber das sollte man auch gleich per studie analysieren

Und noch ein kleiner aber wirksamer gesundheitstip: den verbrauch von 30 flaschen desinfektionsmittel im haushalt reduzieren und ab und an auch mal rausgehen
hilft dem koerper sich gegen vieles zu wappnen !
  • 22.12.2016, 16:13 Uhr
  • 0
Bei einem möglicherweise angeborenen Immundefekt kannste noch so viel raus gehen und schlaue Ratschläge befolgen - der geht dadurch aber auch nicht weg ...
  • 22.12.2016, 17:33 Uhr
  • 0
Ute, ich habe damit nicht die leute gemeint die wirklich krank sind sondern die , deren probleme anerzogen sind !
  • 22.12.2016, 17:50 Uhr
  • 0
Ok ...und schönen Abend noch
  • 22.12.2016, 18:19 Uhr
  • 0
Danke und ein schoenes Fest wuensche ich dir
  • 22.12.2016, 19:03 Uhr
  • 0
Vielen Dank - ebenso
  • 22.12.2016, 19:05 Uhr
  • 0
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Kusskrankheit, hört sich saugut an
hab sie schon
  • 22.12.2016, 14:42 Uhr
  • 0
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Schon mein Großvater wuste das zu viel Küssen ungesund ist drum Küsste er am liebsten sein Pferd auf die Wange und lies die alte abseits
  • 22.12.2016, 14:38 Uhr
  • 0
FALSCH Küssen stärkt die Abwehrstoffe,kann ich die gerne einen Link dazu schicken.... ich bin übrigens pumperlgesund, und das schon das ganze Jahr
  • 22.12.2016, 14:44 Uhr
  • 3
  • 22.12.2016, 14:59 Uhr
  • 1
Abwehrrkäfte stärken..... tz tz dasTeam will einem aber auch das ganz Leben vermiesen, koppschüttel
  • 22.12.2016, 15:01 Uhr
  • 1
Die foertpflanzung der Menschheit fängt meist mit einem Kuss an ,stimmts du mir zu Rosy ????
  • 22.12.2016, 15:05 Uhr
  • 1
soweit ich mich Jahrhunderte zurückerinnern kann....JA
  • 22.12.2016, 15:06 Uhr
  • 0
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