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An Weihnachten steigt das Herzinfarkt-Risiko - so können Sie sich und Ihre L ...

An Weihnachten steigt das Herzinfarkt-Risiko - so können Sie sich und Ihre Liebsten retten!

News Team
22.12.2016, 15:03 Uhr
Beitrag von News Team

Die Symptome sind eindeutig: starke Schmerzen, massives Engegefühl, heftiges Brennen, Übelkeit, Atemnot, Schweißausbruch. Gerade über Weihnachten erleiden viele Menschen einen Herzinfarkt, mehr als an anderen Tagen. Oft trifft es Männer. Auch nur bei dem geringststen Herzinfarkt-Verdacht dürfen Betroffene keine Zeit verlieren, warnt die Deutsche Herzstiftung.

Notfallmediziner machen die Erfahrung jedes Jahr in der Weihnachtszeit: Bei neu auftretenden unangenehmen Brustschmerzen, die länger als fünf Minuten andauern, denken Betroffene und ihre Angehörigen oft nicht an einen Herzinfarkt und trauen sich wegen der Feiertage nicht, mit der Notrufnummer 112 den Rettungsdienst zu alarmieren.

Stattdessen warten sie stunden- oder gar tagelang ab, ob die Beschwerden wieder von allein verschwinden. Immer wieder sterben deswegen Patienten, weil für sie jede Hilfe zu spät kommt. „Zögern Patienten bei Herzinfarkt oder akuten Brustschmerzen zu lange mit dem Notruf 112, riskieren sie ihr Leben“, warnt der Kardiologe Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer vom Vorstand der Deutschen Herzstiftung. „In dieser Verzögerung liegt die Gefahr, dass ein größerer Teil des Herzmuskels definitiv zerstört wird und der Patient dadurch akut oder auch langfristig eine Herzschwäche entwickelt.

Ebenso kann der Patient plötzlich Herzkammerflimmern bekommen, ohnmächtig werden und in wenigen Minuten am Plötzlichen Herztod versterben.“ Der Herzinfarkt zählt zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland mit über 52.000 Sterbefällen pro Jahr. Fast jeder vierte Herzinfarktpatient stirbt vor Erreichen des Krankenhauses.

Notfallmediziner nehmen das Problem des Zögerns vor dem Notruf 112 an Festtagen wie Weihnachten und Neujahr sowie an den Wochenenden sehr ernst. Rettungsdienstleitstellen, Herznotfallambulanzen (Chest Pain Units/CPUs) und Notaufnahmen der Kliniken stehen auch an Feiertagen, in der Zeit zwischen den Jahren wie auch am Wochenende oder nachts rund um die Uhr bereit. „Deswegen besteht überhaupt kein Grund zur Scheu vor der 112“, versichert der Herzspezialist am Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) Frankfurt.

Infarktverdacht deutlich äußern!


Wer die 112 ruft, sollte den Verdacht auf Herzinfarkt deutlich äußern, damit kein einfacher Krankenwagen, sondern ein Rettungswagen mit Notarzt geschickt wird. Die infarkttypischen Alarmzeichen sind leicht zu erkennen: Schwere, länger als fünf Minuten anhaltende Schmerzen überwiegend im Brustkorb, häufig auch ausschließlich hinter dem Brustbein, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer und Oberbauch ausstrahlen können. Auch ein starkes Engegefühl, heftiger Druck und ein Brennen im Brustkorb gehören dazu. Schweißausbruch, Übelkeit und Atemnot sind häufige Begleiterscheinungen. Wichtig: Der Umweg über den Hausarzt bei einem Herzinfarkt kann gefährlich sein, da ein Hausarzt hier nichts anderes tun kann als den Notarzt (112) zu rufen.

Warum 112 bei Herzinfarkt?


Beim Herzinfarkt wird ein Herzkranzgefäß durch ein Gerinnsel (Thrombus) verschlossen, sodass ein Teil des Herzmuskels von der Sauerstoffzufuhr abgeschnitten ist. In dieser Gefahrensituation ist sofort der Rettungsdienst (112) anzurufen, weil der Herzinfarkt jederzeit eine bösartige Herzrhythmusstörung (Kammerflimmern) auslösen kann, die in wenigen Minuten zum Tod führt, wenn nicht sofort reanimiert wird. Nur der Rettungsdienst kann das Kammerflimmern mit dem Elektroschock eines Defibrillators beseitigen und so den Patienten vor dem plötzlichen Herztod schützen. Jede Minute zählt jedoch auch, wenn ein Herzinfarkt nicht in Herzkammerflimmern übergeht: „Je eher der Infarktpatient die Klinik erreicht, wo das verstopfte Herzkranzgefäß per Katheter wiedereröffnet wird, umso mehr Herzmuskel und Pumpkraft des Herzens können wir erhalten: Mehr Pumpkraft bedeutet mehr Lebensqualität für den Patienten.“

Tipp: Einen Herznotfall-Ratgeber „Was tun im Notfall?“ (22 Seiten) mit einer Darstellung der Herzinfarkt-Alarmzeichen und Erläuterungen zur Wiederbelebung für Laien bietet die Deutsche Herzstiftung kostenfrei unter Tel. 069 955128-400 oder per E-Mail unter bestellung@herzstiftung.de oder unter www.herzstiftung.de/herznotfall-set.html an.

Die Herzinfarkt-Alarmzeichen unter: www.herzstiftung.de/Anzeichen-Herzinfarkt.html

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6 Kommentare

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Weil *Erste Hilfe* Wissen zu den wichtigsten Grundlagen für den Führerschein zählen. Ich persönlich möchte den Wagen *Natur ist Liebe* nicht ind den Dreck fahren. Danke an wize.life für die immer wieder wichten Informierungen.
  • 27.12.2016, 19:20 Uhr
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ihr habts geschafft Team.... jettz hab ich auch noch Angst vor Weihnachten, ihr Schwarzmaler.... einfach net so viel fressen, dann klappt das schon...ein Video für Euch, frohe Weihnachten und auf den achten!!!!

  • 24.12.2016, 10:22 Uhr
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Naja das Thema ist sicher für Weihnachten nicht gerade der Reisser
Entspricht aber leider neben Fasching der Wahrheit .
Stress mit dem Essen , Zeitplan, Familie mit super Themen
Das kann schon zu Erwartungsstress und Infarkten führen
Ich hab 2 überlebt .
  • 23.12.2016, 17:16 Uhr
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frage mich, die vom fach ist, warum ausgerechnet um die jahreszeit ?
  • 23.12.2016, 09:41 Uhr
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Nu reichts aber .... nettes, (un)sensibles News-Team ... noch mehr angstmachender Gesundheits- resp. Krankheits-Themen brauchts nicht, nicht vor Weihnachten ... und danach auch nicht!
  • 22.12.2016, 23:24 Uhr
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