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Sechs Tote durch Kohlenmonoxidvergiftung - Feuerwehr will, dass Sie das über ...

Sechs Tote durch Kohlenmonoxidvergiftung - Feuerwehr will, dass Sie das über das Gift wissen

News Team
02.02.2017, 13:31 Uhr
Beitrag von News Team

Es ist geruchs- und geschmacklos und schon wenige Atemzüge können zum Tod führen: Kohlenmonoxid entsteht bei einem unvollständigen Verbrennungsvorgang. "Häufig sind mangelnde Belüftung, fehlerhafte Verbrennung in Öfen oder Defekte an Gasthermen die Ursachen", warnt Frank Hachemer, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), vor dem Hintergrund der tödlichen Kohlenmonoxidvergiftung bei sechs jungen Menschen in Arnstein (Bayern). "Immer wieder kommt es auch zu Einsätzen der Feuerwehr aufgrund ausgasender Kohlereste etwa von Shisha-Pfeifen oder Grills in geschlossenen Räumen", berichtet der Experte.

Kohlenmonoxid ist für den Menschen nicht zu bemerken. Das Gas mit dem Kürzel CO bindet sich im Blut an die roten Blutkörperchen (Hämoglobin) und verdrängt dabei den Sauerstoff. Nach wenigen Atemzügen kann dies bereits zu schweren Vergiftungserscheinungen und zum Tod führen. In den letzten Jahren sind immer mehr Feuerwehren mit CO-Warngeräten ausgerüstet, die bei Überschreiten einer Warnschwelle Alarm schlagen. "Schon im Verdachtsfall einer Kohlenmonoxidvergiftung sollte man schnell reagieren", appelliert Hachemer.

Der Deutsche Feuerwehrverband gibt folgende Handlungshinweise:

- Achten Sie beim Betrieb von Shisha-Pfeifen oder ähnlichen Geräten auf ausreichende Belüftung.

- Grillen Sie nie in geschlossenen Räumen - dies gilt auch für das Abkühlen der Kohle!

- Nehmen Sie beim Betrieb von Verbrennungsöfen oder gasbetriebenen
Geräten plötzlich auftretende Kopfschmerzen ernst - sie sind ein
erstes Anzeichen für eine mögliche Vergiftung. Begleitet werden
sie unter Umständen von Bewusstseinseintrübung.

- Beim Verdacht des Auftretens von Kohlenmonoxid verlassen Sie
sofort den betroffenen Raum. Sofern möglich, sollte man die
Fenster öffnen, um zu lüften.

- Wenn es Ihnen ohne Eigengefährdung möglich ist, schalten Sie das
möglicherweise verursachende Gerät aus oder entfernen den
Auslöser aus der Wohnung.

- Alarmieren Sie im Verdachtsfall Feuerwehr und Rettungsdienst
über die europaweit gültige Notrufnummer 112!

- Nicht nur umsichtiges Handeln, sondern auch Vorsorge können dazu beitragen, Unfälle zu verhindern.

- Ein wichtiger Beitrag zur Prävention ist die regelmäßige Wartung der Heizungsanlage zum Beispiel durch den Schornsteinfeger. Diese ist ein Mal pro Jahr Pflicht. So kann beispielsweise festgestellt werden, ob ein Lüftungskanal blockiert wird und die Heizgase oder Abgase daher nicht einwandfrei abziehen. Dies kann auch durch Vogelnester verursacht werden.

- Verwenden Sie die Anlagen sachgemäß. Bei Etagenheizungen sind
die Lüftungsschlitze der jeweiligen Türen der Gasthermen frei zu
halten und nicht zu verstellen, sonst erhält die Anlage zu wenig
Sauerstoff.

- Es gibt mittlerweile Rauchmelder, die auch vor der Freisetzung von Kohlenmonoxid warnen. Sinnvoll ist die Installation eines solchen Gerätes in der Nähe der Gastherme. Erhältlich sind diese speziellen CO-Melder im Fachhandel - unter anderem im Versandhaus des Deutschen Feuerwehrverbandes unter www.feuerwehrversand.de.

Sie steckte im Teer: Hündin Asha wird vor einem schrecklichen Tod bewahrt – Danke an die Retter!

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