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Worauf beim Kauf eines Sitzlifts zu achten ist

RocketLift
03.02.2017, 16:48 Uhr
Beitrag von RocketLift

Sitzlifte sind die beliebtesten Treppenlifte. Sie bieten von allen Aufzugsvarianten den höchsten Komfort. Auch ist ihr Einbau wesentlich einfacher, flexibler und kostengünstiger, als bei den anderen Lifttypen. Damit es aber nicht zu einem Fehlkauf kommt, gilt es einige Dinge zu beachten.

Egal ob die Treppe krumm oder gerade, eng oder steil ist, zumeist lässt sich ein Sitzlift innerhalb eines Tages montieren. Denn anders als bei anderen Treppenlifttypen sind hier keinerlei Umbaumaßnahmen erforderlich.

Lärm und Schmutz sind also minimal und die Einbaukosten erfreulich niedrig. Der Lift wird mitsamt seiner Schienenführung einfach an die bereits vorhandene Treppe angepasst und bezieht die benötigte Energie aus einer ganz normalen 220 V-Steckdose.

Grundsätzliche Vorüberlegungen

Da man in einem Sitzlift Platz nehmen muss, ist sein Einsatz vor allem bei leichteren Bewegungseinschränkungen sinnvoll. Rollstuhlfahrer benötigen für den Umstieg meistens Hilfe und einen zweiten Rollstuhl am anderen Treppenende.

Rollstuhlfahrer sind daher mit einem Plattformlift zumeist besser beraten.

Allerdings gibt es auch Sitzliftmodelle, bei denen sich das Sitzmodul durch einen Rollstuhllift ersetzen lässt. Bei einem Einbau eines Treppenlifts müssen insbesondere die landesweiten Bauvorschriften beachtet werden. Auch sollte die Treppenlift-Firma die Prüfund Zulassungsverfahren dem Kunden erläutern und sich um eventuell notwendige Genehmigungen kümmern. Erst nachdem sämtliche erforderlichen Unterlagen vorliegen und der Sitzlift störungsfrei arbeitet, sollte der Kunde die vollständige Zahlung leisten. Mängel beim Produkt selbst oder seiner Montage können innerhalb von zwei Jahren beim Anbieter geltend gemacht werden.

Aber welcher Sitzlift ist nun drr Richtige?

Gute Geräte besitzen sogar einen Akku zum Schutz vor Stromausfällen. Der Sitzlift überwindet sanft und ruckelfrei jegliche Steigung. Eine integrierte Bremsautomatik sorgt dafür, dass der Lift auch sanft und sicher abwärts fährt. Bei allzu engen Treppen lässt sich der Lift auch platzsparend einklappen. Dank des flexiblen Schienensystems stellt auch eine kurvige Treppenführung kein Problem dar. Vor allem aber gilt es, den Lift perfekt an die individuellen Bedürfnisse und wohnlichen Gegebenheiten des Betroffenen anzupassen. Um dies sicherzustellen sollte der Lift

  • die gesetzlichen Anforderungen erfüllen,
  • das Prüfsiegel wie das GS-Siegel tragen,
  • ein bequemes und einfaches Ein- und Aussteigen ermöglichen,
  • einfach zu bedienen und zu warten sein,
  • in seiner Größe perfekt an die Treppe angepasst werden,
  • gegebenenfalls mit Sicherheitselementen wie etwa einem Gurt ausgestattet werden,
  • optisch möglichst unauffällig sein und sich eventuell einklappen oder drehen lassen,
  • im Idealfall über höhenverstellbare Armlehnen und Fußstützen verfügen,
  • durch den Anbieter geplant und montiert werden und
  • falls möglich mit zusätzlichen Anbieterleistungen wie insbesondere einem Wartungsvertrag erworben werden.

Was kostet ein Sitzlift?

Die Kosten eines neuen Sitzlifts inklusive Montage hängen entscheidend von seiner Ausstattung und der Treppenführung ab. Diese Kosten beginnen bei einer normal langen, geraden Treppe bei etwa 4000 Euro, können aber bei einer längeren, gewundenen Treppe durchaus im fünfstelligen Bereich liegen. Die jährlichen Wartungskosten liegen laut Verbraucherzentrale in den meisten Fällen zwischen 200 und 300 Euro.

Auch sind Kauf und Installation eines Außenbereich-Lifts teurer als bei einem Innenlift. Ob innen oder außen, bei berechtigtem Anspruch übernehmen jedoch die Krankenkassen einen Großteil der Kosten.

Ein Sitzlift lässt sich auch mieten oder leasen und im Internet tummelt sich mittlerweile eine Vielzahl von gewerblichen und privaten Anbietern gebrauchter Sitzlifte. Einige Hersteller bieten inzwischen sogar gebrauchte Sitzlifte an. Die wurden zuvor technisch überprüft, optisch aufgemöbelt und besitzen sogar eine Garantie. Dies ist bei einem Privatkauf natürlich nicht der Fall.

Abnutzungserscheinungen zeigen bei gebrauchten Sitzliften zumeist nur die Sitzflächen. Die für den Betrieb notwendigen Treppenschienen müssen ohnehin meistens neu gefertigt werden, da sie ja individuell an die Treppen anzupassen sind.

Der Wermutstropfen dabei ist natürlich, dass der Wiederverkaufswert eines gebrauchten Sitzlifts nicht allzu hoch ist.

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