wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Die Masern sind zurück! In diesen Städten und Regionen wurden Ansteckungen g ...

Die Masern sind zurück! In diesen Städten und Regionen wurden Ansteckungen gemeldet

News Team
16.02.2017, 19:13 Uhr
Beitrag von News Team

In mehreren Bundesländern grassieren Masernviren. Mehrere Fälle der hoch ansteckenden Krankheit wurden unter anderem aus Sachsen und Berlin gemeldet, wie aus Daten des Robert-Koch-Instituts hervorgeht. In Hessen, insbsondere in Frankfurt, mussten nach Fällen an Schulen Lehrer und Schüler ohne Impfnachweis zeitweise zuhause bleiben

Seit Mitte Dezember 2016 sind in Berlin-Reinickendorf acht Personen erkrankt. Insgesamt traten in Berlin 21 Fälle auf. Das Gesundheitsamt erwartet weitere Fälle in den kommenden Wochen. Vornehmlich sind junge Erwachsene betroffen.

Bislang gibt es zudem Fälle im Märkischen Viertel und in Wittenau. Neben Berlin sehen die Experten des Robert-Koch-Instituts (RKI) auch Dresden, Hamburg, Köln und München als „Problemregionen“. Derzeit grassieren die Viren auch in Leipzig und Duisburg die Masern.

Masern sollte man nicht unterschätzen. Vor zwei Jahren verstarb ein kleiner Junge aus Reinickendorf an den Masern. Bei Erwachsenen kommt es zu schweren Verläufen. In seltenen Fällen bleiben schwere Schäden zurück, bei Erkrankungen im Säuglingsalter kann es auch noch nach Jahren zu einer seltenen Spätfolge (SSPE) kommen, die dann aber immer tödlich verläuft. Impfen schützt davor!

Die Erkrankung klingt in der Regel nach fünf bis sieben Tagen ab und hinterlässt lebenslange Immunität. Gefürchtet sind die Komplikationen. Eine besonders gefürchtete ist die akute postinfektiöse Enzephalitis mit Kopfschmerzen, Fieber und Bewusstseinsstörungen bis zum Koma. Diese Entzündung des Gehirns tritt laut Robert Koch-Institut bei einem von 1000 Masernfällen auf ­– vier bis sieben Tage nach dem Masern-typischen Exanthem.

Gesundheitsstadtrat Uwe Brockhausen (SPD) ruft die Reinickendorferinnen und Reinickendorfer dazu auf, für den notwendigen Impfschutz zu sorgen: „Angesichts des neuerlichen Ausbruchs in Reinickendorf sollte man kein unnötiges Risiko eingehen und die notwendige Impfung gegen Masern jetzt vornehmen lassen. Eine Impfung ist sicher, kostenlos, schnell durchgeführt und schützt lebenslang.“

Zweimalige Impfung empfohlen


Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt für alle nach 1970 Geborenen eine zweimalige Impfung gegen Masern in der Kindheit bzw. eine Impfung im Erwachsenenalter. In der Regel erfolgt die erste Impfung zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat und die zweite folgt dann zwischen dem 15. und 23. Lebensmonat. Wer als Kind nicht oder nur einmal geimpft wurde, kann dies auch noch im Jugend- bzw. Erwachsenenalter bei seinem Hausarzt nachholen.

Ansteckung beim Sprechen

Masern werden leicht über Tröpfchen beim Sprechen, Niesen oder Husten von Mensch zu Mensch weitergegeben. 14 Tagen nachdem man sich infiziert hat, tritt bei den Erkrankten ein maserntypischer rötlicher Hautausschlag, meist im Gesicht beginnend, auf. Einige Tage vor und nach dem Auftreten des Hautausschlages ist die Gefahr der Ansteckung für andere Personen an einem Masernerkrankten am größten. Wenige Tage zuvor kündigt sich die Masernerkrankung meist mit Fieber, Husten, Schnupfen und Bindehautentzündung der Augen (rote Augen) an. Masernerkrankte dürfen Gemeinschaftseinrichtungen wie Schule und Kindertagesstätte nicht besuchen. Das gleiche gilt für ansteckungsverdächtige Geschwisterkinder oder andere Personen des nahen sozialen Umfeldes.

Dorothea Matysiak-Klose, RKI-Expertin für Impfprävention, warnt „vor einem erhöhten Risiko, sich dieses Jahr mit Masern anzustecken“. Insgesamt hätten in den vergangenen Jahren aber „die steigenden Impfquoten zum Erfolg“ geführt.

Notwendige Maßnahmen werden von dem zuständigen Gesundheitsamt nach dem Infektionsschutzgesetz festgelegt. Personen, die mit entsprechenden Symptomen erkranken, sollen unbedingt ihren Kinder- oder Hausarzt unter Hinweis des Masernverdachtes aufsuchen.

„Ja, ich bin seine Mutter“ – Frau erklärt Nörglern, warum sie ihren Hund wie ein eigenes Kind liebt


Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren