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Gesundheitsrisiko Wurst

Gesundheitsrisiko Wurst

Option-im-Alter
28.02.2017, 13:18 Uhr
Beitrag von Option-im-Alter

Schon lange wird darüber diskutiert, dass übermäßiger Fleischkonsum nicht gut für die Gesundheit ist und der vegetarische Lebensstil eine gesunde und ausgewogene Alternative sein kann.
Neuste Forschungsergebnisse sorgen dennoch für besorgtes Staunen: Wurst und industriell verarbeitetes Fleisch können nicht nur zu einem zu hohen Cholesterinspiegel, Fettleibigkeit, Gicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen, sondern können sogar Krebs verursachen.
Nach den neusten Erkenntnissen der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) wurden Wurst und verarbeitetes Fleisch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt auch als krebserregend eingestuft. Vor allem in höherem Alter steigt ein solche Krebsrisiko natürlich entsprechend an.

Doch was bedeutet das konkret für eingefleischte Wurstliebhaber?

Die Krebsforschung der IARC untersucht, welche Faktoren das Krebsrisiko für den Menschen erhöhen können und unterteilt diese in fünf Kategorien von:

„Kategorie 1 krebserregend“ über

„Kategorie 2A wahrscheinlich krebserregend“,

„Kategorie 2B möglicherweise krebserregend“, bis zu

„Kategorie 3 nicht einzustufen“ und der sicheren

„Kategorie 4 nicht krebserregend“.

Die neusten Erkenntnisse basieren auf der Auswertung von mehr als 800 Studien.
In welche Kategorie eine Substanz von der IARC eingeordnet wird, beurteilt nicht automatisch auch, wie sehr diese das Risiko für eine Krebserkrankung erhöht, sondern lediglich ob und wie gut belegt ist, dass die Substanz krebserregend ist.
Verarbeitetes Fleisch gehört genau wie Asbest, Zigaretten-Konsum und UV-Strahlung, zu der als krebserregend geltenden Kategorie 1, rotes Fleisch gehört zur wahrscheinlich krebserregenden Kategorie 2A.

Weltweit sterben jährlich etwa eine Million Menschen an Lungenkrebs, der durch Rauchen verursachte wurde und etwa 34.000 Menschen an Krebs, der sich auf den Verzehr von verarbeitetem Fleisch zurückführen lässt.
Der Genuss von Wurst lässt sich also proportional nicht direkt mit dem gesundheitsschädlichen Rauchen vergleichen, dennoch gilt es nun als bewiesen, dass Wurst und Fleisch negativen Einfluss auf die Gesundheit nehmen und krebserregend sein können.

Warum genau Wurst, Schinken und vor allem rotes Fleisch das Risiko von Krebserkrankungen erhöhen, ist beim aktuellen Stand der Forschung noch nicht ganz klar, jedoch scheint die Verarbeitung des Fleisches eine entscheidende Rolle zu spielen. Beispielsweise könnte das Erhitzen beim industriellen Verarbeiten von Fleisch die krebserregenden Stoffe erzeugen.


Was bedeuten diese neuen Erkenntnisse für eine gesunde Ernährung im Alter?

Um uns gesund zu Ernähren müssen wir jedoch nicht zwangsläufig zu Vegetariern werden. Denn wie so oft im Leben gilt auch im Falle des Fleisch-Konsums: In Maßen statt in Massen.
Wer pro Wochen nicht mehr als 300 bis 600 Gramm verarbeitetes Fleisch oder Wurst verspeist, kann es sich bedenkenlos schmecken lassen.
Auch vor den neusten Forschungsergebnissen gab es bereits genug Gründe für einen kontrollierten Fleischkonsum: ethische Fragen, Umweltbelastungen, drohende Versorgungsengpässe bei stetig wachsender Weltbevölkerung und selbstverständlich auch die eigene Gesundheit.

Im Alter empfiehlt eine komplett vegetarische Ernährung sich für die meisten Menschen nicht, denn Fleisch ist ein wichtiger Lieferant für Nährstoffe und Proteine und ist so beispielsweise sehr wichtig für den Muskelaufbau und Erhalt.

Besonders Senioren sollten ihren Fleischkonsum bewusst halten, eventuell auf maximal 600g industriell verarbeitetes Fleisch minimieren, und vor allem mehr weißes Fleisch, wie beispielsweise Huhn, Pute und generell Geflügel, zu sich nehmen.

Weitere spannende Themen finden Sie auf: www.option-im-alter.de

2 Kommentare

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Was soll denn diese Panikmache? Solange man sich bei allem zurückhält , Ist man immer auf der richtigen Seite.
  • 28.02.2017, 21:09 Uhr
  • 0
Einspruch, so klar wie Du es darstellst ist es nicht. Gerade bei Fleisch gibt es keinerlei Beweise, es gibt nur Korrelationen. Bei den anderen genannten Produkten sind die Wahrscheinlichkeiten sehr hoch, aber direkte Beweise gibt es nicht.
  • 05.03.2017, 20:17 Uhr
  • 0
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