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Deggendorfer Gesundheitswochen

Deggendorfer Gesundheitswochen

28.07.2017, 13:47 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Wasser als eines der fünf Kneipp-Elemente ist Lebenselexier


Eröffnung der Deggendorfer Kneipp-Gesundheitswochen -Viele Tipps

Deggendorf- Kneippvorsitzender Gerard Zacher eröffnete am Freitag in der Antonius-Apotheke die 20. Deggendorfer Kneipp Gesundheitswochen, die bis 31. August dauern. U.a. werden täglich Kneipp-Tipps veröffentlicht. Zwei Jubiläen gibt es heuer : 40 Jahre Antonius-Apotheke, 20 Jahre Kneippwochen. Das diesjährige Leitwort lautet: Das Leben bewältigen mit Kneipp". Die Antonius-Apotheke hat einen Kneipp-Gesundheitstee für diese Wochen kreiert. Bürgermeister Hermann Wellner gratulierte dem Kneippverein namens der Stadt und dankte für das grosse Engagement. Apotheker Stefan Obermeier verwies darauf, dass sich Deggendorf immer mehr zur Donau hin, also zum Wasser, entwickle.Zacher dankte der Stadt für das Wohlwollen sowie der AOK, der Vhs, den Stadtwerken und der Antonius-Apotheke für das gute Zusammenwirken.


Erschienen waren ua. neben Bürgermeister Hermann Wellner, Bezirksrätin, Stadt- und Kreisrätin Margret Tuchen, CSA-und Vdk-Kreisvorsitzender Oliver Antretter, Stellv. AOK-Direktor Dietmar Liebhaber, Zachers StellvertreterJohanna Nothhaft und Erhard Strunz, sowie die Mitglieder des Vorstandes Antja Kottbusch, Hauptlehrer i.R. Stefan Maidl, Hans Heigl und weitere Vertreter der Antonius-Apotheke.

"Sebastian Kneipp (1821 – 1897) erfand ein ganzheitliche Konzept für einen Lebensstil der Prävention und/oder Therapie. Einzelkomponenten sind die „5 Elemente“ – am besten in Kombination wie Wasser als Lebenselexier, richtige Ernährung, Bewegung , Heilkräuter und innere Erneuerung", betonte Kneippvorsitzender Gerard Zacher bei der Eröffnung der Deggendorfer Gesundheitswochen. Er ging dabei besonders auf das Element "Wasser" ein. Er wies darauf besonders hin, dass Kranke immer vor Anwendungen den Arzt konsultieren sollten. Vision des Kneippvereins sei: Gesunde Menschen im Einklang mit sich, den Anderen und der Natur. Als Ziele nannte Zacher: Gesundheitsförderung und Gesundheitsbildung nach den Grundlagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO), also:
 Verbreitung des Kneippschen Gedankengutes mit den Handlungsfeldern der klassischen Naturheilverfahren Wasser, Ernährung, Bewegung, Heilpflanzen und Lebensordnung
 Stärkung des Kneipp- Verbandes und seiner Grundsätze
 Förderung der Verantwortlichkeit für sich selbst, der Natur und der Umwelt gegenüber
 Hinführung zu einer gesunden, einfachen und naturnahen Lebensweise.
 Dazu sollen die Kneippgesundheitswochen Hilfen geben.


Wasser ist unser Lebenselement und von ganz außerordentlicher Heilkraft, so Zacher weiter . Diese wird von den Menschen seit jeher genutzt. Da Wasser auch eine große Wärmespeicher- und Übertragungsfähigkeit besitzt, dient es in der KNEIPP-Wassertherapie (Hydrotherapie) als Träger von vielen Möglichkeiten. Viele Menschen, die KNEIPP noch nicht kennen, stellen sich unter einer Wassertherapie eine Ross- oder Kaltwasserkur vor, die verbunden ist mit eher unbehaglichen Empfindungen wie Kälte, Frieren und Frösteln sowie stockendem Atem. In Wirklichkeit lösen KNEIPPsche Anwendungen, richtig ausgeführt, Behagen aus - dasselbe Behagen, das Sie zum Beispiel auch nach einer langen Wanderung im Sommer empfinden, wenn Sie die Schuhe ausziehen und Ihre Füße in einen kühlen Bach tauchen können.
KNEIPP hat über 100 Wasseranwendungen verwendet, vor allem Waschungen, Güsse, Wickel und Bäder, Packungen sowie Dämpfe. Unterschieden werden warme, kalte und wechselwarme Anwendungen. Daneben kann die Wasseranwendung entweder am gesamten Körper oder nur an ausgewählten Körperpartien vorgenommen werden. Das macht sie so gut verträglich und im Alltag anwendbar.

Es klingt paradox, aber gerade kälteempfindliche Menschen können durch Kneippsche Wasser-Anwendungen viel gewinnen, betonte Zacher. Anfänger gewöhnen sich sehr schnell auch an kältere Güsse wenn sie vorher für gute Durchwärmung sorgen, die Kalt-Anteile in den ersten Wochen nur kurz halten und dabei nicht allzu kalte Temperaturen einstellen. Die Kälteempfindlichkeit nimmt mit der Zeit ab, dafür jedoch wächst die Abwehrkraft. (Es konnte nachgewiesen werden, dass Wechselduschen die Erkältungsneigung deutlich senken; auch die Anfälligkeit gegenüber Stress wird nach einer KNEIPP-Kur wesentlich reduziert). Ein (Wasser-)Reiz erzeugt zunächst eine Reaktion des Körpers – ein Kaltreiz zum Beispiel eine Gefäßzusammenziehung -, also eine Abwehrreaktion zur Erhaltung des Wärmegleichgewichts. Sowohl heiße als auch kalte Temperaturreize führen zunächst zu dieser Verengung der kleinen Hautgefäße, die durch Blässe und Gänsehaut erkennbar wird. Ihr folgt unterschiedlich rasch eine Reaktionsphase mit Durchblutungsverbesserung, aktiver Wiedererwärmung und Hautrötung. Wird das Wasser anschließend nicht abgetrocknet, sondern nur abgestreift, so wird der Temperaturreiz durch Verdunstungskälte verlängert. Körperliche Bewegung oder Wiedererwärmung durch gutes Zudecken im Bett nach größeren Anwendungen (Nachruhe) fördert die erwünschte aktive Wärmeproduktion des Körpers.

"In diesem Sinne wollen wir während der Gesundheitswochen zu den fünf Kneippsäulen wieder Anregungen zum gesunden Lebensstil geben und hoffen, mehr Gesundheitsbewußtsein zu erreichen", betonte der Kneippvorsitzender .
Zacher stellte auch den diesjährigen Kneipp-Tee 2017 Tau-Tropfen vor, den es während der Gesundheitswochen in der Antonius-Apotheke gibt. Er beinhaltet: Lemongras, Krauseminze, Apfelstücke, Kamillenblüten, Pfefferminzblätter, Erdbeerblätter, Fenchel, Lindenblüten und Ringelblumenblüten. Die Gäste der Eröffneten probierten den neuen Tee gleich.gz

Bildunterschrift:

Den neuen Deggendorfer Kneipp-Gesundheitstee probierten bei Eröffnung der Gesundheitswochen von Li. Apotheker Stefan Obermeier, Antje Kottbusch, Hildegard Heigl, AOK-Vertreter Dietmar Liebhaber, Kneippvorsitzender Gerard Zacher, Apothekenhelferin, stellv.Kneippvorsitzende Johanna Nothhaft, Hauptlehrer i.R. Stefan Maidl, Bürgermeister Hermann Wellner, stellv. Vorsitzender Erhard Strunz, Hans Heigl und Vdk-Kreisvorsitzender Oliver Antretter. Die ebenfalls anwesende Bezirksrätin Margret Tuchen ist nicht auf dem Bild.
Bild Zacher

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