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Tripper-Eiter und Kot in Pillen: 9 abartige Dinge, die Patienten schlucken o ...

Tripper-Eiter und Kot in Pillen: 9 abartige Dinge, die Patienten schlucken ohne es zu wissen

News Team
30.08.2017, 15:42 Uhr
Beitrag von News Team

Extrakte aus Tierkadavern, krebserregende Chemikalien und andere schreckliche Inhaltsstoffe finden wir immer wieder in unseren alltäglichen Verbrauchsprodukten. Seien es Lebensmittel, Kosmetika oder pharmazeutisch geprüfte Medikamente. Die meisten Patienten wissen gar nicht, was sie eigentlich verabreicht bekommen, selbst das Kleingedruckte hilft oft nicht weiter, da bisher alles nur auf Latein angegeben werden muss. Besonders Homöopathiker geraten oft in Kritik.

Denn: Manche Präparate aus der Homöopathie können wirklich abstoßende Inhaltsstoffe enthalten. Oft vom Verbraucher vollkommen unerkannt - im Kleingedruckten stehen die Zutaten nur auf Latein und klingen viel harmloser. So kann es sogar mal dazu kommen, dass der unwissende Patient ein Mittel mit "Excrementum Canium" (Hundekot) schluckt. Hier eine Auswahl besonders kurioser Zutaten:


1. Küchenschabe



Ja, einige wenige Leser dürften vielleicht schon einmal zerriebene Kakerlaken geschluckt haben. Die verhassten Schaben werden in Heilmitteln gegen bestimmte Lungenerkrankungen vermischt.

2. Vogelkadaver



Auch Stoffe aus toten Vögeln, wie Wildgänsen (Anser anser) werden auf homöopathische Wirkungen getestet. Sie sollen wie auch Extrakte aus anderen Zugvögeln das Gefühl für soziales Zusammenleben, besonders in der Gruppe stärken.

3. Wattwürmer



Arenicola marina - Würmer von Deutschlands Stränden - sie sollen Patienten schon oft bei emotionalen Störungen geholfen haben.

4. Staub der Berliner Mauer



Wenn auf dem Heilmittel „Murus Berlinensis“ vermerkt ist, steckt ein Stückchen Berliner Mauer darin. Offenbar heilt der Staub gegen psychische Blockaden.

5. Erdkröte



Gegen Hautprobleme und Impotenz sollen Extrakte aus dem Gift der Erdkröte helfen. „Bufo Rana“ nennt sich das angebliche Wunderheilmittel auf Latein.

6. Hundehaufen!



Dieser Hund produziert gerade die Nr.6 unserer skurrilen Heilmittelliste! Excrementum Canium, auch Hundekot genannt, wird in Deutschland gegen Kopfschmerzen oder Schnupfen verschrieben. Auch bei einer Anaphylaxie wird ein Kügelchen vom Hundehaufen verabreicht.

7. Pholcus phalangioides - "Daddy-Long-Leg"



Die Große Zitterspinne, der Grauen vieler sensibler Hausfrauen, gehört zu der Familie der Weberknechte und wird unter anderem bei Verstopfung geschluckt.

8. "Nosoden"



Nun etwas ganz ekliges: Ein Mittel, das gegen alle Arten von Wehwehchen helfen soll, wird tatsächlich aus menschlicher Plazenta gewonnen. Auch aus Blut, Urin oder kranker Materie stellt man es her. Es nennt sich: Nosoden

9. Tripperpatienten-Eiter



Als grausiger Abschluss der Liste das Medorrhinum: Auch Tripper-Nosode genannt. Medorrhinum wird aus dem Eiter von Tripper-Patienten gewonnen, der aus dem Urogenitaltrakt gewonnen wird. Tripper (Gonorrhö) gehört zu einer der häufigsten Geschlechtskrankheiten. Das hier gewonnene Nosoden wird angewendet bei: Chronischen Entzündungen der Atmungsorgane oder des Magen-Darm-Traktes, Erschöpfung und Hämorrhoiden – aber auch bei Juckreiz und Mundgeruch!

Politikerin fordert Kennzeichnung "auf deutsch!"

CDU-Politikerin Mechthild Heil will ändern, dass solche Inhaltsstoffe bisher nur auf Latein angegeben werden müssen. In einer Pressemitteilung schreibt sie:

Es widerspricht moderner Verbraucherinformation, die Inhaltsstoffe homöopathischer Zubereitungen ausschließlich lateinisch zu bezeichnen. Nur wer versteht, was in einem Mittel drin ist, kann sich auch damit auseinandersetzen. Außerdem müssen wir die Apothekenpflicht für homöopathische Mittel überdenken. Für die meisten dieser Präparate liegt kein Wirksamkeitsnachweis vor, es erfolgt keine Zulassung mit klinischen Studien, sondern lediglich eine Registrierung.
Die Information in deutscher Sprache ist eine Selbstverständlichkeit.

Zweifelhafte Inhaltsstoffe nicht nur in homöopathischen Mitteln!

Aber für ihren Vorschlag erntet die Politikerin auch Kritik, denn nicht nur in homöopathischen Mitteln stecken grausige Inhaltsstoffe - und auch wir müssen anmerken, dass nicht jeder Homöopath mit gleichen Mitteln behandelt und die hier genannten wohl nur von einer Minderheit verschrieben werden.

Gleichzeitig wurden in vielen schulmedizinisch anerkannten Pharmaka immer wieder Chemikalien verwendet, die sich erst nach vielen Jahren in der klinischen Anwendung als giftig oder krebserregend entpuppt haben.

Und auch in unseren Kosmetika stecken viele Stoffe, die Käufer wohl nie auf ihre Haut oder Haare schmieren würden, wenn sie nur wüssten, was drinnen wäre. Verbraucherschützer raten deswegen sich genau zu informieren, von welchen Unternehmen und Heilfachkräften man seine alltäglich notwendigen Produkte bezieht.

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