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Pillen-Cocktails - Ärzte verschreiben Senioren zu viele Medikamente

SENIORENWEGWEISER
30.08.2017, 13:39 Uhr
Beitrag von SENIORENWEGWEISER

Hierzulande nehmen viele Senioren täglich mehrere Medikamente ein. Frei nach dem Motto: „Viel hilft viel“. Doch im Zusammenspiel können die Tabletten durchaus tödliche Folgen haben. Wen wundert es, dass ältere Personen häufig unter Nebenwirkungen leiden.

Zumeist fehlt es an einer systematischen Überprüfung der Arzneimittel. Daher sollte in regelmäßigen Abständen die Messung des Blutdrucks, des Kreatinin-Wertes und des Medikamentenspiegels im Blut überprüft werden. Daneben empfiehlt sich auch die Überprüfung der Medikation durch den Apotheker. Oftmals können bei Patienten mit einer langen Medikamentenliste ein bis zwei Arzneien entfallen.

Kaum ein Patient weiß, dass man seit dem 01.10.2016, einen Anspruch auf einen Medikationsplan durch einen Arzt oder Apotheker hat, wenn man mindestens drei Medikamente täglich einnehmen muss. Dabei soll die Erstellung und Aktualisierung des Medikationsplans durch den Arzt erfolgen, der den Patienten schwerpunktmäßig betreut. Dies sind in der Regel die Hausärzte. Im Medikationsplan sollte festgehalten werden, welche Arzneien in welcher Dosierung zu welcher Tageszeit / Uhrzeit genommen werden.

Derweil wird der Medikationsplan noch auf Papier ausgestellt. Doch ab dem Jahr 2018 soll er zusätzlich auch auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert werden. Für das Erstellen der Medikationspläne bekommen die Ärzte nach Angaben des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) nächstes Jahr gut 160 Millionen Euro zusätzliches Honorar.

Erfahren Sie in unserem Artikel „Senioren nehmen oft zu viele und zu starke Medikamente“, warum Arzneien im Alter stärker wirken, welche Gefahr bei mehreren Krankheitsbildern besteht und wie Medikamente richtig eingenommen werden.

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