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Die Demenzforschung geht neue Wege

Die Demenzforschung geht neue Wege

14.09.2017, 11:39 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Gemeinsam mit der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf entwickle ich derzeit spezielle Computerspiele, die in einem Forschungsprojekt zum Thema Computerspiele gegen Demenz zum Einsatz kommen. Dabei geht es darum, vor allem in der Frühphase von Demenz Strategien zu entwickeln, die degenerative Prozesse im Gehirn verzögern oder - im Idealfall - abwenden können.

Beim Einsatz von speziellen Computerspielen in der Demenztherapie geht es nicht vorrangig um Gedächtnistraining. Vielmehr sollen kognitive Prozesse im Gehirn stimuliert werden, im Besonderen der Orientierungssinn, taktisches und strategisches Denken und die Relevanzgewichtung. Die Spiele richten sich vor allem an Probanden, die bisher wenig oder gar keine Erfahrung mit Computerspielen haben.

Gehirnregionen, die durch Demenz geschädigt werden, können nicht wieder hergestellt werden. Die besondere Strategie beim Gehirntraining durch Computerspiele ist es, die geschädigten Regionen durch den Aufbau neuer Synapsen zu umgehen und so die verloren gegangen Verknüpfungen zwischen den gesunden Nervenzellen zu ersetzen.

Nähere Informationen zur Initiative "Games gegen Demenz" gibt es hier: www.nexo.de/ggd

Diese Video-Playlist (Gesamtlaufzeit etwa 45 Minuten) vermittelt einen Eindruck über die Art der Computerspiele, die bei dem Forschungsprojekt zum Einsatz kommen werden:

www.nexo.de/rbt

1 Kommentar

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Hier wird die Hirnplatizität angesprochen. Ich bin davon überzeugt, dass es grundsätzlich funktionieren kann. Ich sehe allerdings eine Herausforderung, die sich z.B. bei der Alzheimer Demenz stellt, weil diese eine degenerative Erkrankung ist. Wenn nicht gleichzeitig für eine ordentliche Zellernährung und Entzündungshemmung (kein Cortison!) gesorgt wird, lässt sich der Prozess kaum aufhalten. Mir persönlich sind die Szenarien zu futurisitsch und zu grau. Die Hintergrundmusik schwingt meines Erachtens in zu tief, wirkt auf mich eher beängstigend. Gibt es denn hier schon positive Messergebnisse mit Erkrankten?
Weiterhin bin ich fest davon überzeugt, dass man die Hirnleistung gleichzeitig mit sogenannten Überkreuzbewegungen anregen muss. Bewegung ist das Tor zum Lernen, so hat es einmal Dr. Paul Dennison formuliert. Seine entwickelten Übungen bestätigen das bei regelmäßiger Anwendung.
Grundsätzlich ist das ein sehr interessantes Projekt.
  • 14.09.2017, 13:49 Uhr
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