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Essen gegen Vergessen

Essen gegen Vergessen

Wolfgang Stegers
29.09.2017, 17:17 Uhr
Beitrag von Wolfgang Stegers

Der wichtigste Risikofaktor für Demenzerkrankungen ist: Das Alter. Und wir werden alle älter. Im Jahr 2000 hatte die Erdbevölkerung 420 Millionen ältere Menschen (65+), im Jahr 2050 werden es 1.300 Millionen sein. Bereits heute leben 1,2 Millionen Menschen mit der Alzheimer-Krankheit in Deutschland, Tendenz steigend. Weil die Krankheit des Vergessens noch nicht heilbar ist, rückt die Frage immer mehr in den Fokus, wie man einer Alzheimer-Erkrankung vorbeugen kann.

Geistige Fitness, soziale Kontakte

Bewegung, geistige Fitness, die richtige Ernährung, soziale Kontakte und medizinische Vorsorge fördern das gesunde Altwerden und mindern das Risiko einer Alzheimer-Erkrankung, so viel ist heute bekannt. Welchen Einfluss die Ernährung haben kann, erläuterte Professor Dr. Gunter Eckert von der Justus-Liebig-Universität Gießen, im Rahmen einer Experten-Runde, die die Alzheimer Forschung Initiative e.V. (AFI) kürzlich in Frankfurt anlässlich des Welt-Alzheimer-Tags veranstaltete.

Die Risikofaktoren

„Vermeidbare und durch die Ernährung beeinflussbare Risikofaktoren“, so Eckert, sind: Zuckerkrankheit, Bluthochdruck, Fettleibigkeit, hoher Homocystein-Spiegel sowie ein hoher Cholesterinspiegel.“ Darüber hinaus sind Depressionen, körperliche Inaktivität und das Rauchen sowie eine niedrige Bildung weitere Risikofaktoren.

Fetter Fisch – Lachs, Makrele

Je mehr Risikofaktoren dauerhaft gesenkt werden, umso mehr steigt die Zahl vermeidbarer Alzheimer-Fälle. Bezüglich der Ernährung zeigt der Verzehr von Polyphenolen in epidemiologischen Studien präventive Effekte. Polyphenole sind typischerweise reichlich in der mediterranen Küche enthalten. „Die mediterrane Ernährung ist gekennzeichnet durch einen Verzehr von viel Obst und Gemüse, Olivenöl und Nüssen, dafür wenig rotes Fleisch und viel Fisch. Beim Fisch sollte man eher zu fettem Seefisch wie Lachs, Kabeljau oder Makrele greifen, da diese Fische viele langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten“, so Eckert. Auch in Gewürzen, Tee und Rotwein sind Polyphenole enthalten.

Blutfluss im Gehirn

Den positiven Eigenschaften der Polyphenole liegen insbesondere folgende molekulare Mechanismen zugrunde: es gibt Hinweise auf einen besseren Blutfluss im Gehirn (der im Alter und bei Demenz verschlechtert ist), Polyphenole wirken Entzündungen im Gehirn entgegen (die im Alter und bei Demenz erhöht sind) und sie verbessern die Funktion der „Zellkraftwerke“. Die Mitochondrien arbeiten im Alter und bei Alzheimer nicht richtig und Polyphenole verbessern die Energiegewinnung.

Gehirn beanspruch – Seele baumen lassen

Es gibt kein Patentrezept, um sich vor der Alzheimer-Krankheit zu schützen. Aber eine abwechslungsreiche mediterrane Küche, viel aktive Bewegung an der Luft, ausreichend Schlaf und das Gehirn beanspruchen, aber auch mal die Seele baumeln lassen, können einen vorbeugenden Effekt haben.

6 Kommentare

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Bewegung, geistige Fitness, die richtige Ernährung, soziale Kontakte und medizinische Vorsorge, das alles kann sich ein Mensch der zum Lebensunterhalt noch Aufstockung braucht, nicht leisten.
Sie haben oft noch nicht einmal das Geld übrig, um die Medikamente, die auf grünem Rezept verschrieben werden, zu bezahlen. Viele dieser Medikamente sind aber notwendig z.B. Eisenpräparate, spezielle Calziumtabletten für die Knochen.
Auch gesunde Ernährung, Zuzahlung von Brille oder Zähne, also bleiben damit auch Kontakte weg und schon ist die geistige Fitness nicht mehr gegeben. So sind die Fakten. Armut ist nützlich, ausserdem man stirbt früher!
  • 01.10.2017, 15:18 Uhr
  • 1
wie kann man denn nur derart negativ drauf sein ? Deine negative Einstellung wird Dich eher fertigmachen,als ein kranker Körper. Man kann immer an seiner Situation etwas ändern,auch mit wenig Geld.
  • 05.10.2017, 23:57 Uhr
  • 0
Ist Coachen nicht auch rekrutieren und indoktrinieren?
Sie meinen, man kann konvertieren? Genau das, liegt mir fern!
  • 06.10.2017, 09:16 Uhr
  • 0
Sie meinen, realistische Äusserung zur Armut in DL, kann durch Coachen oder Konvertieren beseitigt werden?
Ist Coachen nicht auch Rekrutierung und Indoktrination?
Ist nicht Indoktrinieren die Handhabung der Sektenprediger?
  • 06.10.2017, 10:09 Uhr
  • 0
Jeder ist für seine Lebenssituation eigenverantwortlich.Weder die Politik,andere Menschen oder irgendwelche Umstände sind an deiner momentanen Lage schuld. Es liegt an Dir,Deine Situation ins Positive zu bringen.Wenn Du meinst es nicht allein zu schaffen,dann hol Dir die Hilfe die Du brauchst.Das hat absolut nichts mit rekrutieren,indoktrinieren,konvertieren und diesen Schwachsinn zu tun-das ist einfach nur gesunder Verstand. Geistige Fitness entsteht nicht durch fehlende Kontakte,sondern durch Eigenverantwortung und den Blick über den Tellerrand. Die Punkte die Du aufgeführt hast,sind alle auch für Dich mit wenig Geld machbar. Aber das hat natürlich auch etwas mit Arbeit an sich selbst und Deinen wiedrigen Umständen zu tun! Willst Du das?
  • 06.10.2017, 11:28 Uhr
  • 1
Aus meinem ersten Kommentar, geht auch nicht ein einziger Satz hervor, dass ich die Armut auf mich persönlich beziehe und mich über meine Situation beschwere. Ich habe lediglich so geschildert, was ich während meiner jahrelangen beruflichen Tätigkeit in einer sozialen Einrichtung erlebt habe. Wenn man das dann aber anders und zwar als meine persönliche negative Einstellung hinstellt, das ist mir zu einfach.
Ich schilderte Zitat: "Sie haben oft noch nicht einmal das Geld übrig, um die Medikamente, die auf grünem Rezept verschrieben werden, zu bezahlen."
Wo ist hier der Hinweis auf mich oder meine Situation?

Schilderung der Armut in der Gesellschaft ist nichts illegales.
Nach Einsichtnahme in mein Profil, es jedoch als meine persönlichen widrigen Umstände hinzustellen, das ist eine Frechheit!
Dort steht, dass ich Jüdin bin. Dort steht aber nicht, dass ich eine Versagerin aus Armut bin!
  • 06.10.2017, 11:54 Uhr
  • 2
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