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Schock bei Margarine-Test: Viele Bio-Marken unter Krebsverdacht!

Schock bei Margarine-Test: Viele Bio-Marken unter Krebsverdacht!

News Team
05.10.2017, 12:18 Uhr
Beitrag von News Team

Für die Palmölproduktion werden teilweise immer noch Regenwälder brandgerodet. Da Margarine zu rund 30 Prozent aus Palmöl besteht, wollte ÖKO-TEST wissen, ob die Hersteller verantwortungsvoll produzieren. Außerdem wurden die Produkte im Labor unter anderem auf Schadstoffe analysiert und die Fettzusammensetzung unter die Lupe genommen.

Das Testergebnis enttäuscht, vor allem auch die Bio-Marken. Von den 20 Margarinen, die ÖKO-TEST ins Labor geschickt hat, schneiden elf „mangelhaft “ oder „ungenügend“ ab, nur drei sind „gut“, keine einzige erhält das Testurteil „sehr gut“. Dies verdeutlicht, wie sehr hier einiges im Argen liegt. Das liegt zum einen an den Schadstoffen. Alle Margarinen weisen Mineralölrückstände auf.

Vor allem die Bio-Anbieter bekommen zudem die Fettschadstoffe, die während der Produktion entstehen, nicht in den Griff. Doch diese sind gesundheitsschädlich: Glycidol etwa kann das Erbgut schädigen und ist als krebserregend eingestuft, 3-MCPD löst vermutlich gutartige Tumore der Nieren aus.

"Ungenügend" abgeschnitten haben:

- "Die Gute Pflanzenmargarine mit Sonnenblumenöl" von Eden
- "Pflanzenmargarine" von Frisan
- "Dreiviertelfett" von Rama
- "Margarine" von Alsan-Bio und
- "Bio-Margarine" von Landkrone.

Drei der vier Bio-Margarinen schneiden zudem bei der Fettzusammensetzung nur mit „befriedigend“ oder „ausreichend“ ab. Sie weisen zu wenig Omega-3-Fettsäuren vor und/oder enthalten größere Mengen an Palm- oder Kokosfetten, die reichlich gesättigte, aber nur wenig ungesättigte Fettsäuren liefern.

Probleme mit Palmöl

Eine Ernährung mit vielen ungesättigten und weniger gesättigten Fettsäuren kann das Risiko für hohe Cholesterinwerte im Blut und für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Das machen die konventionellen Hersteller fast alle besser, viele haben aber Probleme mit Palmöl, das in allen Produkten enthalten ist. Sie konnten nicht nachweisen, dass es aus nachhaltigem Anbau stammt.

Warum das so wichtig ist, zeigt das Beispiel Indonesien. Im Herbst 2015 stieß das Land innerhalb weniger Wochen mehr Kohlendioxid aus als Deutschland in einem ganzen Jahr. Auslöser waren Brandrodungen, mit denen neue Flächen für den Anbau von Palmöl erschlossen wurden.

Das ÖKO-TEST-Magazin Oktober 2017 gibt es seit dem 28. September 2017 im Zeitschriftenhandel.
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