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Krätze-Alarm in Deutschland! Krankenhaus muss ganze Station schließen!

Krätze-Alarm in Deutschland! Krankenhaus muss ganze Station schließen!

News Team
13.10.2017, 15:51 Uhr
Beitrag von News Team

Schon wieder wurde ein neuer Krätze-Fall in Deutschland gemeldet, dieses Mal im Bonner Johanniter-Krankenhaus. Dort musste heute eine ganze Station A1 geschlossen werden, das schreibt der „Express“. Auch in Köln wurden bereits mehrere Fälle gemeldet.

Die Übertragung der Krätzmilbe erfolgt durch Körperkontakt beim Sex oder Kuscheln. Aber auch Kuscheltiere von Kindern sind mögliche Träger von Erregern. Am häufigsten tritt Krätze zwischen Fingern oder Zehen auf. Ein möglicher Befall ist mit dem bloßen Auge aber nicht zu erkennen. Erst durch eine professionelle Untersuchung mit dem Mikroskop können die Krätzmilben nachgewiesen werden.

Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, steigt in Köln die Zahl der gemeldeten Krätze-Fälle seit sechs Jahren kontinuierlich an. Im Gespräch mit der Zeitung erklärte Anne Bunte, die Leiterin des Kölner Gesundheitsamtes, den Anstieg von 2010 bis 2016:

Waren es damals 20 Fälle, so sind es in diesem Jahr 65.

Vor allem Vorkommnisse in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Alten- oder Flüchtlingsheimen seien verstärkt gemeldet worden. Zu der ohnehin leichten Steigerung, seien in den letzten Monaten auch Fälle bei Flüchtlingen dazu gekommen. Letztlich habe man die Ursache für die Ausbreitung der Hautkrankheit aber bisher noch nicht ermitteln können.

In einem Merkblatt klärt das Gesundheitsamt deshalb die Bevölkerung über die Gefahren von Krätze auf. Darin heißt es unter anderem:

Was ist Krätze?


Jeder Mensch kann von Krätzmilben befallen werden. Die persönliche Hygiene schützt nicht davor. Die Erkrankung (Skabies) wird durch die 0,3 bis 0,5 mm großen befruchteten weiblichen Krätzmilben hervorgerufen, welche in der Haut Gänge bohren und dort ihre Eier und Kot ablegen.

Wie wird der Befall mit Krätzmilben behandelt?


Die Behandlung der Skabies kann örtlich (lokal) oder oral (Einnahme über den Mund) erfolgen. Für die örtliche (lokale) Behandlung stehen in Deutschland grundsätzlich Mittel mit Permethrin, Benzylbenzoat und Crotamiton zur Verfügung. Für die orale (Einnahme über den Mund) Behandlung steht in Deutschland seit Februar 2016 Ivermectin zur Verfügung, vor allem für Betroffene in Gemeinschaftsunterkünften.

Maßnahmen zur Verhütung der Weiterverbreitung


Tritt eine Erkrankung auf, so ist die vorhandene körpernahe Kleidung und Bettwäsche des Erkrankten bei mindestens 50°C für wenigstens 10 Minuten zu waschen. Nicht waschbare Textilien (auch Spielmaterial) sollten chemisch gereinigt werden. Möbel, Fußböden und sonstige Oberflächen sind gründlich abzusaugen, Matratzen zusätzlich zu lüften.

Wenn dies nicht möglich ist, können die Gegenstände und Textilien in Plastiksäcke eingepackt oder in Folie eingeschweißt werden und für 72 Stunden bei mindestens 21°C gelagert werden. Erfolgt die Lagerung bei geringer Luftfeuchtigkeit z. B. direkt vor einem auf mindestens 21°C eingestellten Heizkörper, reichen auch 48 Stunden aus.

Bei Fragen, wenden Sie sich bitte an das Gesundheitsamt der Stadt Köln unter der Tel.-Nr. 0221 / 221 – 24728, montags bis donnerstags 07:30 bis 16:00 Uhr, freitags 07:30 bis 12:00 Uhr.

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7 Kommentare

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Ihr, die Ihr Euch "News Team" nennt, werdet zunehmend unsachlicher und marktschreierisch(er).
Eure Aufgabe sollte eigentlich darin bestehen, sachlich zu informieren.
Statt dessen heizt Ihr mit Themen hier die Stimmung an, ohne wirkliche Hintergrundinformation zu liefern.
Wenn dann von Usern (im Aufspringen aufs von Euch bereitgehaltene Trittbrett) noch gezielte Falschinformationen dazu geliefert werden, ist der Zweck erfüllt???


--Läuse
--Krätze
--Hand-Fuß-Krankheit

sind in Schüben regelmäßig ein- bis zweimal pro Schuljahr hier zu erleben und absolut nichts Besonderes. Wir sind in der Schule längst darauf trainiert, und wir zucken mit den Achseln, wenn da irgendjemand versucht, das hoch zu pushen.

Das ist arm, was Ihr da macht.
  • 19.10.2017, 08:35 Uhr
  • 2
Um MRSA und Noroviren usw., wird komischerweise nicht son Geschiss gemacht...
und daran sterben Menschen in Krankenhäusern...

Das KH in Bonn hat nach einer gründlichen Desinfektion der Station, den Betrieb schon am Montag wieder normal fortgesetzt, die 3 betroffenen Patienten wurden isoliert.
Das Personal (8?!) 1Arzt, ausgetauscht u behandelt...Vielleicht ist nochmal ne Schulung zu Händehygiene nötig...
  • 19.10.2017, 09:52 Uhr
  • 2
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Anna-Li, du hast völlig recht !!!!!!!
  • 19.10.2017, 07:27 Uhr
  • 0
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Es wäre wünschenswert zukünftig bessere medizinische Aufklärung zu betreiben, anstatt à la Sensationsjournalismus ungefiltert diese und ähnliche geartete Artikel zu übernehmen.

Fachspezifische Artikel sind jederzeit -auch im Internet- zu finden!

https://derma.plus/journal/hautkrank...itbringsel/
  • 19.10.2017, 06:51 Uhr
  • 2
👍
  • 19.10.2017, 07:30 Uhr
  • 0
👍 so geht sachlich!
  • 19.10.2017, 07:32 Uhr
  • 1
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Uwe Reinhold vom Berufsverband der deutschen Dermatologen (BVDD):
Ob die Flüchtlingsbewegungen dazu beigetragen haben, ist fraglich. Unter den Migranten ist die Skabiesquote zwar etwas höher als bei den Bundesbürgern, doch dafür sind sie im Durchschnitt jünger und immunstärker, sodass die üblichen Kontakte in den Flüchtlingsheimen in der Regel nicht ausreichen, um eine Infektionswelle loszutreten.
Und weiter relativiert er: "Es ist keinesfalls so, dass da plötzlich so etwas wie eine Seuche über uns hinwegrollt." Vielmehr sei die Milbe niemals ganz verschwunden gewesen. 2.000.000 Deutsche leiden an Krätze.
"Dort, wo Menschen eng beieinander sind, wie etwa in Pflegeheimen oder Kita-Einrichtungen, hat es all die Jahre immer wieder Skabiesausbrüche gegeben", so der Bonner Dermatologe. Und dort werde es sie auch weiterhin geben.
  • 19.10.2017, 00:35 Uhr
  • 7
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