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Flüchtlingsunterkünfte Brutstätte der Krätze?

Flüchtlingsunterkünfte Brutstätte der Krätze?

18.10.2017, 23:37 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Immer wieder versuchen Menschen, warum auch immer, die sich in Deutschland aufhaltenden Flüchtlinge in ihrer Gesamtheit zu verunglimpfen, zu diffamieren oder gar per Volksverhetzung gemäß § 130 Absatz 1 des Strafgesetzbuchs herabzuwürdigen.

Und hier wird einzigartig gehetzt, ja sogar frech gelogen (ich habe das Team gebeten, den Vorwurf der Volksverhetzung zu prüfen!):

Ich zitiere hier eine User-Aussage, der eine Mitdiskutantin grob angeht: "Diese Flüchtlingsunterkünfte waren und sind eine Brutstätte der Scabies. Im Sommer 2015 breitete sie sich wie ein Lauffeuer aus, problematisch war jedoch dass es kein einfaches und wirksames Mittel gab. So bewirkte das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) dass das Medikamnet Scabioral innerhalb weniger Monate eine Zulassung erhielt. Eine Zulassung dauert normalerweise Jahre.
Aber, demnach kennst du Erstaufnahmelager evtl. vom Hö­ren­sa­gen, mehr aber auch nicht; wie es dort wirklich "abging" sind für dich böhmische Dörfer."

Die Behauptung: "...Brutstätte der Scabies. Im Sommer 2015 breitete sie sich wie ein Lauffeuer aus, ..." ist glatt gelogen.
Denn es war nicht die Krätze, die sich wie ein Lauffeuer ausbreitete, es war diese Nachricht, die sich im Sommer 2015 wie ein Lauffeuer in der gesamten Bundesrepublik verbreitete.
Die Behauptung hinsichtlich der Flüchtlingsunterkünfte ist gelogen:
Uwe Reinhold vom Berufsverband der deutschen Dermatologen (BVDD):
Ob die Flüchtlingsbewegungen dazu beigetragen haben, ist fraglich. Unter den Migranten ist die Skabiesquote zwar etwas höher als bei den Bundesbürgern, doch dafür sind sie im Durchschnitt jünger und immunstärker, sodass die üblichen Kontakte in den Flüchtlingsheimen in der Regel nicht ausreichen, um eine Infektionswelle loszutreten.
Und weiter relativiert er: "Es ist keinesfalls so, dass da plötzlich so etwas wie eine Seuche über uns hinwegrollt." Vielmehr sei die Milbe niemals ganz verschwunden gewesen. 2.000.000 Deutsche leiden an Krätze.
"Dort, wo Menschen eng beieinander sind, wie etwa in Pflegeheimen oder Kita-Einrichtungen, hat es all die Jahre immer wieder Skabiesausbrüche gegeben", so der Bonner Dermatologe. Und dort werde es sie auch weiterhin geben.
Kürzlich erst wurde Krätze sogar in der Polizeischule Bruchsal festgestellt.

Quellen:
https://www.welt.de/gesundheit/artic...ch-ist.html
https://www.merkur.de/leben/gesundhe...778657.html
http://www.news.de/gesundheit/855676...ehandeln/1/
https://www.welt.de/regionales/baden...uchsal.html

Gibt es in 2017 vermehrte Fälle von Grätze?


Grätze kommt in Deutschland immer wieder vor – sie ist nie ganz ausgestorben. Die Anzahl der Fälle schwankt stark. Es gibt keine verlässlichen Zahlen, insbesondere nicht für einen besonders hohen Anstieg durch die hohen Flüchtlingszahlen.
Es ist jedoch ein Anstieg der ärztlichen Verordnungen für Krätze-Medikamente verzeichnen, dies geht beispielsweise aus den Zahlen der Krankenkassen hervor. Laut Dr. Carsten Telschow vom WIdO lag die Zahl der Verordnungen des Krätzemittels Infectoscab 2007 bei 59.000, im Jahr 2012 waren es bereits 79.000 und 2015 sind es 142.000 Verordnungen.

Aktuelle und belastbare Zahlen über gibt es aus keinem europäischen Land. Eine französische Studie, in der anhand der verkauften Packungseinheiten von Permethrin auf die Zahl der Neuerkrankungen zurückgeschlossen wurde, kommt für 2014 auf 1.485 Fällen von Erkrankung pro 1 Million Einwohner pro Jahr.

Gibt es einen Engpass bei der Versorgung mit Grätze-Medikamenten?


Prof. Abeck: …der derzeitige Engpass ist aus zwei Gründen nicht gravierend. Einerseits steht mit Permethrin, wie ich bereits ausgeführt habe, das wirksame Mittel erster Wahl zur äußeren Behandlung weiterhin zur Verfügung. Andererseits kann in Einzelfällen mit Stromectol®, das ein analoges Präparat zu Scabioral® in Frankreich und den Niederlanden darstellt, aus diesen EU-Nachbarländern importiert werden, wenn es von ärztlicher Seite für medizinisch notwendig erachtet wird. Es besteht also kein Anlass zur Sorge oder Panikmache, dass Krätze momentan in Deutschland nicht behandlungsfähig sei.
Ab Dezember 2017 ist lt. Herstellerauskunft auch Stromectol® wieder zuverlässig lieferbar.

Sind die Ansteckungszahlen insbesondere bei den Flüchtlingen besonders hoch?


Die Flüchtlinge stammen häufig aus Ländern, in denen die Prävalenz der Skabies hoch ist, die Verhältnisse während der Flucht können eine Infestation möglich machen, und der Anteil an Kindern und Jugendlichen und damit an einer gefährdeten Bevölkerungsgruppe ist relativ hoch. Vermutlich ist die Prävalenz von Skabies unter Flüchtlingen bei Ankunft höher als in der hiesigen Bevölkerung.

Dennoch ist das Risiko von Skabiesausbrüchen in Erstaufnahmeeinrichtungen und Sammelunterkünften gering, da die Flüchtlinge i. d. R. nicht immunkompromittiert sind, und die Wahrscheinlichkeit von intensivem Hautkontakt (außer in Familien) gering ist. Eine Gesundheitsuntersuchung nach § 62 Abs. 1 Asylgesetz (zuvor Asylverfahrensgesetz) auf übertragbare Krankheiten bzw. eine Untersuchung bei Aufnahme in eine Sammelunterkunft ist vorgeschrieben.

Quellen:
https://deutsch.medscape.com/artikel...904901#vp_3
https://derma.plus/journal/mythos-kr...-was-nicht/
http://www.awmf.org/uploads/tx_szlei...6-12_01.pdf
https://www.rki.de/DE/Content/Infekt...kabies.html

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16 Kommentare

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@Frank, MB macht das immer. Alle kritischen Anmerkungen zu seinen Beiträgen werden sofort von ihm gelöscht. Er stellt sich keiner Diskussion, stattdessen pöbelt er sofort rum. Dabei nennt er sich Verteidiger der Demokratie!
  • 22.10.2017, 17:55 Uhr
  • 0
Du musst richtig lesen und richtig verstehen ... und dann erst schreiben. Sonst geht es dir wie immer: Alles Mist - oder im besten Falle ein Missverständnis
  • 22.10.2017, 17:58 Uhr
  • 1
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Dieser Lügner hat mich jetzt einfach blockiert. Natürlich nicht ohne mich vorher zu beleidigen. In meinem Kommentar habe ich ihm Fakten aufgezeigt, die er wohl nicht ertragen kann. Er beharrt auf seinem zusammengelogenen Geschwurbel.
wize.life/schwarzes-brett/kommentar/59e84ea42...a621e10d4ce
  • 19.10.2017, 13:41 Uhr
  • 3
Dieser einzigartige Lügner kann beharren, auf was er will. Seine Lügen sind ihm klar und deutlich nachgewiesen.: Aus die Maus!
  • 19.10.2017, 13:43 Uhr
  • 2
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Was mich ganz massiv stört ist, dass sich auch das News-Team an der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge beteiligt. Das zeigen nicht nur zahlreiche Beiträge über Straftaten, die von ausländischen Tätern begangen wurden (wo sind eigentlich die Beiträge über inländische Straftäter, beispielsweise über rund 30.000 Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern, die sich Jahr für Jahr in Deutschland ereignen?): vor wenigen Tagen hat das News-Team selbst einen Beitrag eingestellt, in dem unterschwellig den Flüchtlingen die Schuld am vermehrten Auftreten der Krätze gegeben wird.
Ist das ein Zeichen dafür, dass WL es selbst darauf anlegt, Hetzer anzuziehen und Rechtsextremismus zu fördern?
  • 19.10.2017, 06:45 Uhr
  • 9
  • 19.10.2017, 07:03 Uhr
  • 1
Ich schreibe gezielt die Werbepartner von WL an, ob sie mit den vom Team eingestellten Beiträgen zufrieden sind. Welche Firma will schon im Zusammenhang mit rassistischer Hetze genannt werden.
  • 19.10.2017, 07:24 Uhr
  • 7
Dann kricht doch euren Flüchtlingen in den A..........
  • 20.10.2017, 07:11 Uhr
  • 1
Harter Stuhlgang Heute? wize.life-Nutzer ?
  • 20.10.2017, 07:12 Uhr
  • 0
Welch hochqualifizierte Meinungsäußerung, wize.life-Nutzer
  • 20.10.2017, 07:54 Uhr
  • 2
jeder so wie er kann
  • 20.10.2017, 07:58 Uhr
  • 2
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Das Püppchen und ihre Gesinnungsfreunde stürzen sich wie Trüffelschweine mit Eifer auf alles, was ihnen geeignet scheint, Millionen von Menschen herabzuwürdigen und unter Generalverdacht zu stellen - selbst wenn sie dazu Jahre zurück nachgraben müssen. Das ist purer Rassismus.
Gäbe es keine Flüchtlinge, würden sie sich wahrscheinlich mit Wonne auf andere benachteiligte Gruppen stürzen, Empfänger von Sozialhilfe beispielsweise. Irgendwo müssen sie ihren Hass ja abladen. Nur ist mir unverständlich, wie man mit so viel Hass selbst einigermaßen zufrieden leben kann.
  • 19.10.2017, 06:28 Uhr
  • 8
Die leben eben nicht zufrieden, sondern sind so gestrickt, dass sie ihren Frust nach unten treten müssen - und ein "Unten" muss eben her.
  • 19.10.2017, 08:15 Uhr
  • 4
Die stehen doch zum Teil selbst schon "unten" und brauchen daher welche, die noch unter ihnen stehen.
  • 22.10.2017, 18:04 Uhr
  • 1
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es ist zwischenzeitlich einfach nur noch widerlich was manche in ihrem grenzenlosen Hass und ihrer grenzenlosen Dummheit verbreiten
  • 19.10.2017, 00:59 Uhr
  • 10
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Es ist kaum noch zu ertragen. Das rechte Pack grast mittlerweile wirklich alles ab um irgendetwas zu finden, was man den Flüchtlingen in die Schuhe schieben kann.

Selbst wenn man einen Text vom Robert Koch Institut einstellt, der eindeutig beweist, was du auch schon hier aufzeigst, wird das noch negiert, weil sich diese Fakten außerhalb ihrer Infoblase befinden.
wize.life/schwarzes-brett/kommentar/59e7b82ad...05b11232f02
  • 19.10.2017, 00:16 Uhr
  • 11
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