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Neue Krebs-Therapie zugelassen: Dresdner Mediziner behandeln Patienten ab Anfang 2018

News Team
13.11.2017, 20:00 Uhr
Beitrag von News Team

Es ist vielleicht ein Durchbruch in der Krebsforschung. Die Dresdner Mediziner Pro. Gerhard Ehninger und Prof. Michael Backmann haben in 15 Jahren Forschung ein Krebs-Medikament entwickelt, das nun weltweit die erste Zulassung für klinische Test bekommen hat. Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Es handelt sich dabei um gentechnisch veränderte Antikörper, die im Körper vorhandene Immunzellen mit Krebszellen verbinden und diese bestenfalls zerstören. So soll die Akute Myeloische Leukämie bekämpft werden.

AML ist die häufigste akute Form der Leukämie. Die Fünf-Jahres-Überlebensrate liegt bei 30 Prozent. Meist erkranken ältere Patienten, die Hälfte ist über 70 Jahre alt.

Laut "Bild" funktioniert die Methode wie folgt:

Der künstlich erzeugte Antikörper verknüpft wie ein Legostein die Krebszelle mit Immunzellen (T-Zellen). Die Immunzellen, die mit Hilfe des Medikaments zu Killerzellen für den Tumor werden, geben fünf Stunden Zellgift an die Tumorzellen ab und töten sie im günstigsten Fall. Das Medikament mit dem Namen Gem333 dient somit als Brücke. Prof. Bachmann erklärte:

Über diese Verbindungsbrück gelangen Giftstoffe aus der T-Zelle in die Leukämiezelle und können diese zerstören. Mithilfe eines passenden bispezifischen Antikörpers ist es wieder in der Lage, aktiv gegen den Krebs anzukämpfen.

Klinische Tests an 35 Patienten

Ab Anfang 2018 wird der neue Wirkstoff in einer klinischen Phase-I-Studie an 35 Patienten mit einer aggressiven Form der Leukämie (deren Immunzellen inaktiv sind) in Dresden und Würzburg getestet.

Die Produktionskosten für mehr als 30 Patienten belaufen sich auf 400.000 Euro. In den USA kostet eine ähnliche Therapie pro Patient eine halbe Million Euro.

Bis zu allgemeinen Zulassung soll es schätzungsweise fünf Jahre dauern.
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