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Offene Tuberkulose bei Frau in Bayern diagnostiziert: Amt ergreift Maßnahmen ...

Offene Tuberkulose bei Frau in Bayern diagnostiziert: Amt ergreift Maßnahmen gegen Epidemie

News Team
21.11.2017, 10:20 Uhr
Beitrag von News Team

Ein Tuberkulose-Fall im bayerischen Altötting verunsichert derzeit die Bevölkerung.


Am 16. Oktober 2017 sei eine 20-jährige Frau aus Somalia in die Kreisklinik aufgenommen worden, wie das regionale Portal innsalzach24 berichtet.

Vor der Einweisung hatte die Frau dem Bericht zufolge bereits zwei Wochen an Husten, Fieber und Schwäche gelitten.

Die Ärzte kamen schließlich zu dem Befund einer offenen Lungentuberkulose.


Die Frau hatte Kontakt zu Dutzenden Menschen, zumal sie eine Integrationsklasse an der Berufsschule in Altötting-Unterneukirchen besuchte.

Wie innsalzach24 schreibt, wurden insgesamt 88 Kontaktpersonen ermittelt. Dazu zählt man, wenn man in den letzten sechs Monaten mehr als acht Stunden in einem geschlossenen Raum mit der Kranken zusammen war.

Die Mitbewohner der Frau werden nun untersucht.


Kontaktpersonen sollen Symptome beim Arzt melden

Sollten bei den Bluttests der Kontaktpersonen Erreger nachgewiesen werden, erfolgt im zweiten Schritt das Röntgen der Lunge.


Der Leiter des Gesundheitsamtes Altötting Dr. Franz Schuhbeck empfiehlt allen Kontaktpersonen der erkrankten jungen Frau bei länger bestehendem Husten, Fieber oder neu aufgetretener Schwäche eine Röntgenuntersuchung der Lunge durchführen lassen sollten. Diese kann vom Hausarzt angeordnet werden.
Nach Terminvereinbarung unter 08671 502-910 kann die Röntgenuntersuchung der Lunge aber auch über das Gesundheitsamt Altötting erfolgen.

Das Robert-Koch-Institut rät zu hoher Vorsicht bei Tuberkulose-Diagnosen:

Bei Häufungen von Tuberkulose-Erkrankungen (mindestens 2 Erkrankungen mit epidemiologisch gesichertem Zusammenhang) ist eine durch das Gesundheitsamt koordinierte Ausbruchsuntersuchung erforderlich. Die Feintypisierung isolierter Stämme durch molekulare Methoden und der anschließende Vergleich dieser Stämme untereinander stellt ein wichtiges Hilfsmittel bei der infektionsepidemiologischen Aufklärung von Ausbrüchen dar. Daher sollten alle Isolate eines vermuteten Ausbruchs einem Labor mit Möglichkeiten zu dieser Untersuchung zugeführt und die Ergebnisse der zuständigen Gesundheitsbehörde mitgeteilt werden.
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