wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?

Wenn das Immunsystem aus den Fugen gerät: Hashimoto Thyreoiditis

Wenn das Immunsystem aus den Fugen gerät: Hashimoto Thyreoiditis
29.11.2017, 10:50 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

In meinem persönlichen Umfeld kenne ich 3 Frauen, die von dieser Autoimmunerkrankung betroffen sind. Studien haben ergeben, dass vorwiegend Frauen zwischen dem 40 und 50 Lebensjahr, also mit Beginn der Wechseljahre, Hashimoto bekommen. Doch nicht ausschließlich, denn es gibt auch Männer und ja, auch Kinder, die bereits Hashimoto haben.
Bis zur endgültigen Diagnose Hashimoto dauert es oft Jahre voller Leiden für die Betroffenen, denn eine Schilddrüsenuntersuchung ist NICHT Bestandteil eines "normalen" Gesundheits-check-up beim Hausarzt. Die Beschwerden sind sehr unterschiedlich angefangen von Gewichtszunahme, Haarausfall über Schlafstörung und Herzrytmusstörung, Befindlichkeitsstörung, Ödeme in Beinen und Gesicht, nächtliches "Einschlafen der Arme" und Unwohlsein. Diese Palette an Symptomen ließe sich noch unendlich erweitern und lassen manchen Artz dazu verleiten, hier Psychopharmka zu verordnen, da körperlich ja alles "ok" ist. Nicht wenige Betroffene schauen hier auf viele Jahre verlorener Lebensqualität zurück, da Ärzte hier gern mit Depression auffahren.

Hashimoto ist nicht heilbar und wird mit Thyroxin, einem Schilddrüsenhormon (Link hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Thyroxin) behandelt, hier wird dem Körper das fehlende Hormon in Tablettenform zugeführt. Die Einstellung mit diesem Medikament ist langwierig und fordert von dem_der Betroffenen viel Zeit und Geduld. Rückschläge und Krankheitsschübe hervorgerufen durch zu vielem Stress in Familie und Beruf sind leider nicht auszuschließen. Doch nach einigen Wochen fühlen sich die Betroffen unter der Gabe von Thyroxin wesentlich besser, können Psychopharma & Co. meistens weglassen und fühlen sich wie seit vielen Jahren nicht mehr, richtig wohl in der Haut.

Ein jährlicher Check-up der Schilddrüsenwerte ist ein MUSS, damit man_frau nicht wieder in eine Unterfunktion gerät. Eine gesunde Lebensweise, mit genügend Schlaf und Entspannung, gesunder Ernährung und guttuender Partnerschaft, netten Freunden können hier mitwirken, dass es den Betroffen sehr viel besser geht.
Es wurde von den Menschen im näheren Umfeld der Betroffenen auch viel abverlangt, mussten diese mit extremen Stimmungsschwankungen und plötzlichen Krankheitszeichen auch leben lernen, was einer Partnerschaft oder auch der Part als Elternteil sehr schwierig machte.

Was man noch tun kann, damit es den Betroffenen gut geht:
zusätzliches Jod vermeiden, also kein Jodsalz verwenden, wenig Fisch essen. Jod vertärkt bei Hashimoto-Patienten die Entzündung. Eine Selenkur von bis zu 8 Wochen im Jahr kann nützlich sein und auch eine Gabe von Vit. D. Doch hier sollte sich jede_r mit seinem Arzt des Vertrauens, am besten Endokrinologen austauschen, was noch zusätzlich benötigt oder nicht. Auch, ob das Vit. B zusätzlich verabreicht werden muss, da Hashimoto-Betroffene oft dieses Vit. nicht aufspalten können. Hier kann ein Bluttest Aufschluß darüber geben.

Anbei ein wirklch informativer Link, wo viele Fragen rund um Hashimoto beantwortet werden:

http://www.ndr.de/ratgeber/gesundhei...page-3.html

Allen Betroffenen wünsche ich alles Gute.

Mehr zum Thema

17 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Tja, wenn das mit den synthetisch hergestellten Schilddrüsenhormonen tatsächlich so gut funktionieren würde, würde es vielen Betroffenen nicht so schlecht gehen...
  • 29.11.2017, 17:33 Uhr
  • 1
Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Es funktioniert, doch es braucht Zeit, die Einstellung erfordert viel Geduld von Seiten des Patienten. Auch bleibt es oft nicht "nur" bei einer Autoimmunerkrankung, sondern es gesellen sich noch andere hinzu wie Zöliakie z. B. oder auch Glutenunverträglichkeit. Auch liegt es an den Umständen, was im Vorfeld schon an Medikation verabreicht wurde. Es gibt Fälle die in der Psychiatrie landeten und erst viel später, nach Feststellung von Hashimoto, diesen Patienten geholfen werden konnte.

Thyroxin heilt nicht. Hashimoto ist nicht heilbar.
  • 29.11.2017, 20:07 Uhr
  • 2
Das stimmt alles.
Und doch werden die synthetisch hergestellten Hormone nicht von Jedem gleich gut vertragen, weil der Körper sie nicht verwerten kann.
Ich weiss übrigens genau, wovon ich schreibe..
  • 29.11.2017, 21:30 Uhr
  • 1
es gibt - zum Glück - zwei Varianten, wenn es bei der einen nicht gut funktioniert, kann man wechseln.

Was wirklich schwierig ist und langwierig, ist die Einstellung dieses Medikamentes.

Schön, dann sind wir schon zu zweit
  • 30.11.2017, 07:48 Uhr
  • 0
Ja, aber die andere Variante muss aus eigener Tasche finanziert werden. Eine riesen Sauerei !
Und inwieweit sie dann wirklich hilft, ist auch teilweise fraglich.
  • 30.11.2017, 16:32 Uhr
  • 1
kann man nur rausfinden, indem man diese Medis einnimmt.
  • 01.12.2017, 13:10 Uhr
  • 1
Ich nehme seit 1985 täglich ..L-Thyroxin 112 ug.
  • 01.12.2017, 13:48 Uhr
  • 1
Kommst Du gut damit klar, wize.life-Nutzer ?
  • 01.12.2017, 16:06 Uhr
  • 3
Ja...aber ich hab' lediglich keine Schilddrüse mehr...keine Autoimmunkrankheit.
  • 01.12.2017, 20:27 Uhr
  • 2
hast du "Glück im Unglück" denn diese Autoimmunerkrankung ist mehr als schwierig zu behandeln.
  • 02.12.2017, 10:08 Uhr
  • 0
das glaub' ich........bei mir wurde damals "nur" entfernt.
  • 02.12.2017, 10:12 Uhr
  • 1
kaum jemand weiß, wie wichtig dieses kleine Organ ist.. steuert alle Funktionen im Körper.
  • 02.12.2017, 10:16 Uhr
  • 0
Lebenswichtig....wenn man die Tabletten nicht mehr bekäme, kann man in relativ kurzer Zeit dahinsiechen.
  • 02.12.2017, 10:17 Uhr
  • 1
ja, deshalb ist auch eine regelmässige Einnahme wichtig.

bei den Hashis sollte die Einnahme auch immer zu gleichen Zeit sein und erst eine halbe Stunde danach, besser später erst Kaffee und Frühstück...
  • 02.12.2017, 10:20 Uhr
  • 1
correcte

Ich schwing' mich gleich auf's Rad und fahre zum HCC am Zoo.....AfD Gegendemo.
  • 02.12.2017, 10:40 Uhr
  • 0
gute Gelingen und pass gut auf dich auf.... die sind da nicht nett
  • 02.12.2017, 10:51 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren