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Körperliche und geistige Schwierigkeiten im Alter – und was man dagegen tun  ...

Körperliche und geistige Schwierigkeiten im Alter – und was man dagegen tun kann

Partner Tipp
04.12.2017, 13:37 Uhr
Beitrag von Partner Tipp

Mit zunehmendem Alter lässt die Leistungsfähigkeit des menschlichen Körpers immer stärker nach. Das macht sich auf ganz unterschiedliche und oft unangenehme Weise bei den Betroffenen bemerkbar: Die Muskeln sind nicht mehr so stark, die Gelenke schmerzen und auch die Leistungen der Sinne und des Immunsystems nehmen ab.
Um im Alter dennoch ein selbstbestimmtes und eigenständiges Leben führen zu können, ist es wichtig zu wissen, wie man gegen diese typischen Altersbeschwerden angehen kann.

Weniger Kraft und Beweglichkeit


Im Alter nehmen das Körpergewicht und der Körperfettgehalt zu, weil der Körper nicht mehr so schnell verdauen und Nährstoffe verwerten kann. Gleichzeitig nehmen aber die Muskelmasse und -kraft immer weiter ab.
Das betrifft auch den Herzmuskel, der dementsprechend nicht mehr so leistungsfähig ist und zu einer verminderten Ausdauer führt. So werden selbst kurze Gehstrecken oder gar Treppen zur großen Belastung.
Dazu kommt, dass die Gelenke im Alter nicht mehr so beweglich sind und zunehmend verschleißen: der Körper verliert an Wasser, was sich aber unter anderem im Knorpelgewebe befindet. Je weniger Wasser der Körper hat, desto stärker schrumpft dieses Gewebe, die Gelenke verlieren an Beweglichkeit. Aus diesem Grund schmerzen die Gelenke mit der Zeit, es kann zu Erkrankungen wie Arthrose oder Rheuma kommen.
Da der Körper nicht mehr so stark ist, man sich im Alter viel ungelenker bewegt und zudem die Reaktionsfähigkeit eingeschränkt ist, besteht ein erhöhtes Risiko, zu stürzen und sich schwere zuzuziehen. Diese verheilen im Alter nicht mehr so schnell, sodass Knochenbrüche und ähnliches viel länger behandelt werden müssen und die Betroffenen dementsprechend lange im Krankenhaus bleiben müssen oder zumindest stark eingeschränkt sind. Grundsätzlich brechen die Knochen im Alter leichter, weil die Knochendichte abnimmt und es oft zu Knochenschwund (Osteoporose) kommt.
Um die Kraft und Beweglichkeit auch im Alter möglichst gut zu erhalten, ist regelmäßige Bewegung sehr wichtig, bei der die Muskeln, das Herz und die Funktionalität der Gelenke trainiert werden. Tägliche Spaziergänge und Wassergymnastik, die auch speziell für Senioren angeboten wird, sind dafür sehr wirkungsvoll. Mit passenden Übungen bleiben Sehnen und Gelenke sowie der Rücken beweglich.

Die Sinne lassen nach


Mit zunehmendem Alter wird die Kraft der Sinnesorgane schwächer: Das Hörvermögen wird schlechter, sodass es immer schwerer fällt, Gesprächen zu folgen und Geräusche wahrzunehmen. Gerade im Straßenverkehr kann das verheerende Folgen haben, wenn man als Fußgänger unterwegs ist und herannahende Fahrzeuge nicht rechtzeitig hört.
Doch mit Hörgeräten, die individuell angepasst werden, ist es heutzutage kein Problem mehr, die Sinneswahrnehmung des Ohrs wieder zu verbessern. Mit speziellen Geräten kann man außerdem dafür sorgen, dass Schwerhörige zuhause die Türklingel wieder besser hören. Die Geräte sind mit der Klingel verbunden und können in jedem beliebigen Raum an der Wand angebracht werden. Klingelt jemand, gibt das Gerät ebenfalls einen Klingelton von sich, der auch in der Lautstärke angepasst werden kann, außerdem blinkt ein optisches Signal auf.
Auch die Sehkraft lässt im Alter nach, weil die Linse an Elastizität verliert. Die Folge: das Auge kann sich nicht mehr so gut auf unterschiedliche Lichtverhältnisse einstellen und bereits ab dem 40. Lebensjahr kommt es zu der sogenannten Altersweitsichtigkeit. Das bedeutet, dass das Auge kurze Abstände nicht mehr gut fokussieren kann.
Besonders problematisch ist das für diejenigen, die dazu noch kurzsichtig sind. Um beide Sehfehler auszugleichen, ist eine Gleitsichtbrille ratsam. Mit ihr ist es möglich, sowohl in der Ferne als auch in der Nähe wieder scharf zu sehen, ohne zwei verschiedene Brillen zu benötigen.
Augenkrankheiten wie der Graue Star und die Makuladegeneration (auch Altersstar genannt), die am häufigsten bei älteren Menschen auftreten, schränken zusätzlich das Sehvermögen immer stärker ein bis hin zur Erblindung, wenn sie nicht behandelt werden. Wie die Schwerhörigkeit, kann auch ein schlechtes Sehvermögen fatal sein im Straßenverkehr.

Psychische Belastungen


Neben den körperlichen Veränderungen leidet man im Alter oft auch unter psychischen Belastungen. Wenn der Partner bereits verstorben ist, der Kontakt mit Freunden immer stärker nachlässt und die Kinder und Enkelkinder nicht so oft zu Besuch kommen, weil sie eventuell weit weg wohnen, führt das zur Vereinsamung. Durch diese Einsamkeit stellt sich wiederum nicht selten eine Depression ein, aber auch Angstzustände und Schlafstörungen können die Folge sein.

Seniorennachmittage sind eine schöne Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen und der Einsamkeit keine Chance zu lassen.
Seniorennachmittage sind eine schöne Gelegenheit, soziale Kontakte zu pflegen und der Einsamkeit keine Chance zu lassen.

Depressionen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, einer Altersdepression vorzubeugen: Soziale Kontakte pflegen, neue Kontakte knüpfen und sich jeden Tag eine Beschäftigung suchen, um gegen Langeweile und Einsamkeit anzugehen.
Handarbeiten wie nähen, stricken oder häkeln oder andere Freizeitbeschäftigungen wie basteln, lesen, Gartenarbeit oder Kreuzworträtsel lösen halten den Kopf auf Trab und halten davon ab, in Grübeleien zu versinken.
Am besten ist es natürlich, soziale Kontakte mit Freizeitaktivitäten zu verknüpfen. Viele Ortschaften bieten regelmäßig einen Seniorennachmittag an, bei dem man in geselliger Runde Kaffee und Kuchen genießen und sich mit anderen Senioren austauchen kann. Dort wird gemeinsam gesungen und gebastelt.
Wer ein solches Angebot nicht wahrnehmen kann, hat die Möglichkeit, in Einrichtungen wie dem Club Aktiv zumindest an vereinzelten Tagen in der Woche mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und Beschäftigung in Form von Gesellschaftsspielen, Bastelprojekten und ähnlichem zu finden.
Auch ein Haustier, mit dem man sich beschäftigen und das man umsorgen kann, bewahrt vor Einsamkeit und hat dazu noch viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit und den allgemeinen Zustand.

Demenz und Alzheimer

Bei Demenz und Alzheimer handelt es sich um neurologische Erkrankungen. Sie treten im Alter am zweithäufigsten auf. Oftmals werden diese beiden Erkrankungen gleichgesetzt, dabei ist Demenz der Oberbegriff und kann ganz unterschiedliche Formen annehmen. Die häufigste ist aber tatsächlich die Alzheimer-Demenz, kurz Alzheimer genannt.
Grundsätzlich bedeutet die Diagnose Demenz, dass der Verstand nachlässt. Dadurch werden die kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten eingeschränkt. Vor allem das Kurzzeitgedächtnis, aber auch das allgemeine Denkvermögen, die Sprache und Motorik sind davon betroffen.
Alzheimer tritt am häufigsten bei Personen ab dem 65. Lebensjahr auf. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass sich bei den Betroffenen die kognitive Leistungsfähigkeit immer mehr verschlechtert. Damit einhergehend, sind sie immer weniger dazu in der Lage, ihren Alltag selbstständig zu bewältigen. Mit verschiedenen Therapiemöglichkeiten lässt sich der Krankheitsverlauf deutlich verlangsamen.

Ernährungsbedingte Krankheiten im Alter


Im Allgemeinen sind ältere Menschen weitaus anfälliger für Infektionen und andere Krankheiten als junge Menschen. Das liegt unter anderem daran, dass ihr Immunsystem nicht mehr so gut und funktionsfähig ist: Es produziert nicht mehr so viele Antikörper und Abwehrzellen, weswegen Krankheitserreger leichter in den Organismus gelangen. Außerdem verlaufen selbst harmlose Krankheiten im Alter oftmals schwerer als in jungen Jahren.
Daher ist es wichtig, auch oder gerade im Alter das Immunsystem zu stärken. Neben regelmäßiger Bewegung an der frischen Luft, spielt auch die richtige Ernährung eine wichtige Rolle. Sie sollte gesund und ausgewogen sein, um den Körper mit den nötigen Vitaminen und Nährstoffen zu versorgen.

Mit der richtigen Ernährung kann man einige altersbedingte Krankheiten in den Griff bekommen.
Mit der richtigen Ernährung kann man einige altersbedingte Krankheiten in den Griff bekommen.

Frisches Obst und Gemüse, Vollkorngetreide und Milchprodukte gehören unbedingt auf den Speiseplan. Jod, Folsäure und Vitamin D sind im Alter besonders wichtig. Außerdem sollten 1,5 bis 2 Liter kalorienarme Flüssigkeit (Wasser, Tee oder Kaffee) am Tag getrunken werden, um den Wasserhaushalt und damit die Organtätigkeit aufrechtzuerhalten.
Grundsätzlich ist brauchen ältere Menschen rund 200 bis 300 Kalorien weniger pro Tag als jüngere Erwachsene. Wird die Kalorienzufuhr nicht angepasst, kommt es schnell zu Übergewicht (Adipositas).
Eine falsche Ernährung kann aber noch ganz andere Krankheiten hervorrufen: Lebensmittelallergien, Diabetes mellitus Typ 2 und zumindest zum Teil auch die koronare Herzkrankheit, bei der sich die Herzkranzgefäße verengen. Bei bestimmten Krankheiten muss man besonders auf die Ernährung achten, weil sie Bluthochdruck, Demenz, Schluckstörungen und viele weitere Erkrankungen beeinflusst.

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