wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Gefährliches Krebsmittel im Umlauf – 3 betroffene Kinder bereits gestorben

Gefährliches Krebsmittel im Umlauf – 3 betroffene Kinder bereits gestorben

News Team
15.01.2018, 13:40 Uhr
Beitrag von News Team

Über Jahre hinweg hat eine Schweizer Firma das Ablaufdatum des Krebsmedikaments Thiotepa gefälscht, um es länger verkaufen zu können. Insgesamt wurden laut dem Schweizerischen Heilmittelinstitut Swissmedic über 120.000 Dosen ausgeliefert, über 96.000 Dosen wurden mit einem falschen Datum versetzt.

Die Firma Wallis hat sie Medikamente unter anderem an das Inselspital Bern, in Universitätsspitäter in Genf und Basel, sowie in die Kantonsapotheke Zürich verteilt. Viele der gefälschten Dosen gingen auch nach Frankreich.

Daniéle Bersier, der Swissmedich-Sprecher, bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur „Le Matin Dimanche“, dass die Patienten einem Risiko ausgesetzt wurden. Das Medikament ist eigentlich nur 18 Monate haltbar. Danach war die Wirksamkeit des Medikaments beeinträchtigt. 23 Menschen in der Schweiz, darunter 15 Kinder, haben ein abgelaufenes Medikament bekommen. Sie leiden an Nierenkrebs und Gehirntumoren.

2011 bemerkte ein deutscher Hersteller, dass immer noch gefälschte Flaschen im Umlauf sind. Deswegen kam es 2016 zum Prozess gegen das Unternehmen Wallis. Noch bis vor sechs Jahren hat die Firma über 100.000 Dosen Thiotepa verkauft, davon war der größte Teil mit einem falschen Ablaufdatum erigiert. Das schreibt „Blick“.

Bald soll der Prozess in zweiter Instanz beginnen, wie die „Sonntagszeitung“ weiß. Als der erste Prozess im Gange war, waren 16 der 23 betroffenen Personen auf dem Weg der Besserung, vier erlitten einen Rückfall und drei von ihnen starben – alle drei waren Kindern.


_____________________________________________________


Das sind Deutschlands vermisste Kinder


Mehr zum Thema

Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren