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Wie Arthrose entsteht und was dagegen hilft

Wie Arthrose entsteht und was dagegen hilft
Dr. Edmund Schmidt
30.01.2018, 10:37 Uhr
Beitrag von Dr. Edmund Schmidt

In unserer modernen Gesellschaft ist die Arthrose die häufigste aller Gelenkerkrankungen. Die Hauptursachen sind zunehmender Bewegungsmangel und Übergewicht, so dass sich Arthrosen bei immer jüngeren Menschen ausbreiten. In diesem Beitrag möchte ich auf grundsätzliche Fragen zur Volkskrankheit und einer möglichen Therapie mit Vitalstoffen eingehen.

Ich arbeite seit 1996 als Facharzt für Allgemeinmedizin in eigener Praxis in Ottobrunn bei München. Genauso lange beschäftige ich mich zusammen mit meiner Frau intensiv mit Vitalstoffen. Zu diesem Thema habe ich zusammen mit meiner Frau vier Bücher geschrieben. Zusätzlich schreibe ich mit meiner Frau wiederkehrend Artikel in verschiedenen Zeitungen. Weitere Infos zu meiner Person finden Sie hier:
http://www.ensign-ohg.de/

Wie Arthrose entsteht


Zu Beginn einer Arthrose kommt es zur Zerstörung der schützenden Knorpelschicht um die Gelenkflächen, so dass es zu Reizungen, Entzündungen, Schwellungen und einem Erguss im Gelenk kommen kann. Sobald der Knorpel ganz aufgebraucht ist, werden die knöchernen Anteile des Gelenkes geschädigt, so dass es zu starken Schmerzen und erheblichen Bewegungseinschränkungen kommt. Werden die Gelenke aufgrund der starken Schmerzen zusätzlich geschont, fördert dies wiederum die Arthrose. Ein Teufelskreis aus Reizzuständen mit Entzündungen, Schwellungen, Gelenkerguss und wiederkehrenden Schmerzen entsteht. Am häufigsten betroffen sind die Gelenke mit der meisten Bewegung und Belastung, wie Hände, Schultern, Knie, Wirbelsäule und Hüfte, aber erkranken kann auch jedes andere Gelenk.

Nach dem es sich bei der Arthrose um eine mechanische Schädigung des Gelenkes handelt, spielen alle Faktoren die die Gelenke übermäßig belasten eine Rolle:

• Bewegungsmangel

• Einseitige Belastung (z.B. im Beruf oder Sport)

• Überbelastung durch Übergewicht

• Überbelastung durch extremen Sport

• Falsche Ernährung

Darüber hinaus gibt es immer wieder Menschen die an einer Arthrose leiden, ohne dass eine Ursache gefunden oder abgeleitet werden kann, hierbei spielen genetische Faktoren eine wichtige Rolle.

Natürlichen Behandlungsmethoden


Da eine Arthrose immer mit einer Schädigung oder Zerstörung des Gelenkes durch starke Entzündungsreaktionen einhergeht, sind neben den bekannten schulmedizinischen Therapien auch Enzyme, Antioxidantien und andere Vitalstoffe gute und natürliche Therapiemittel. Diese packen zum einen die Entzündung an der Wurzel und erhalten zum Anderen die schützende Knorpelflüssigkeit aufrecht. Schulmedizinische Behandlungsstrategien behandeln im Wesentlichen die Symptome der Arthrose, können aber deren Verlauf nur verlangsamen, bestenfalls stoppen. Vitalstoffe hingegen können die betroffenen Gelenke – zumindest bis zu einem bestimmten Ausprägungsgrad der Arthrose – regenerieren und so dauerhaft die Gelenkfunktion wiederherstellen.

So arbeiten die Enzyme im Körper


Enzyme ersetzen nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR) bei Arthrose.
Fast alle Enzyme sind Eiweiße, die im Organismus als Biokatalysatoren (Vermittler) von Stoffwechselprozessen fungieren. Ihre Aufgabe ist es, Grundbausteine aus der Nahrung zu erschließen und stoffwechselaktive Stoffe aufzuspalten beziehungsweise zu verändern, um unerwünschte Reaktionen zu vermeiden. Im Rahmen der Entzündungsreaktion bei einer Arthrose entstehen oft Substanzen, die die Entzündung verstärken und so zu einer Beschleunigung der Arthrose führen.

Damit ein Enzym derartige Substanzen neutralisieren kann, müssen sie wie Schlüssel und Schloss zusammenpassen. Pro Tag laufen im menschlichen Körper ungefähr 30 Billiarden biochemische Reaktionen ab, an denen Enzyme beteiligt sind. Von den über 10.000 Enzymen im menschlichen Körper konnten Wissenschaftler bisher nur etwa ein Drittel genauer beschreiben. Dennoch lässt sich die positive Wirkung von Enzymen bei Arthrose wissenschaftlich mit Studien belegen. In diesen Studien wirkten Enzyme bei Arthrose genauso gut wie die üblicherweise zum Einsatz kommenden nicht-steroidalen Antirheumatika, sogenannten NSAR (Schmerzmittel ohne Kortison).

Durch den Einsatz von Enzymen verbesserten sich zusätzlich die Gelenkfunktion und Beweglichkeit. Zudem wird aufgrund der zum Teil erheblichen Nebenwirkungen eine Schmerzmittel-Langzeittherapie oft nicht vertragen, daher ist die Therapie mit Enzymen für Menschen mit Arthrose eine der wesentlichen Therapieformen, um die Krankheit positiv beeinflussen zu können.
Wirksamste Enzymtherapie, die sich in meiner Praxis bewährt hat: Stammenzyme durch Kaskadenfermentation (z.B. Regulatpro Arthro)

Diese Enzyme helfen bei Arthrose


Enzyme haben generell das Problem ihrer riesigen Molekülgröße, die nur schwer durch die Darmzotten dringen und somit sehr schwer vom Körper aufgenommen werden können. Es gibt jedoch auch Enzyme in Form kurzkettiger Bestandteile, sogenannte Stammenzyme. Diese sind in der Lage, sich zu in die entsprechend langkettigen Bestandteile aufzubauen. Das Verfahren für den Aufschluss dieser Enzyme ist die sogenannte patentierte Kaskadenfermentation. Hierbei werden die Enzyme von frischen, sonnengereiften Früchten, Nüssen und Gemüsen aus biologischen Anbau in mehreren aufeinanderfolgenden Fermentationsstufen, ähnlich dem menschlichen Verdauungsprozess, aufgespalten und in ihre enzymatischen Teilstrukturen zerlegt und aktiviert. Dadurch stehen dem Organismus kurzkettige Enzymbausteine, sogenannte Stammenzyme, in ausreichender Menge zur Verfügung, aus denen der Körper die jeweils erforderlichen Enzyme bilden kann.

Pionier und Patentinhaber auf dem Gebiet der Kaskadenfermentation ist die Firma Dr. Niedermaier Pharma GmbH. Die als Konzentrat angebotenen kaskadenfermentierten Regulatessenz-Produkte in flüssiger Form, erweisen sich in der Praxis als hochwirksam und bestens verträglich, da keinerlei Konservierungsstoffe, Zucker oder Alkohole beigefügt sind.

Wesentliche Vitalstoffe bei der Behandlung


Neben den Enzymen sind für die Behandlung der Arthrose diverse Vitalstoffe, wie bespielsweise Vitamine, Selen, Coenzym Q10, Kollagen, Hyaluronsäure, MSM und Glukosamin von besonderer Bedeutung, da sie dem sogenannten oxidativen Stress entgegenwirken und den Körper in seiner Regulierungsfähigkeit unterstützen.

Oxidativer Stress entsteht durch freie Radikale. Dabei handelt es sich um Atome, Moleküle oder Ionen denen ein Elektron fehlt, die also besonders reaktionsfreudig oder radikal sind. Um ihren Elektronenhaushalt auszugleichen "stehlen" sie den Körperzellen ein Elektron, was wiederum zu einer Schädigung der Körperzellen führt. Freie Radikale entstehen massiv in entzündetem und verletztem Gewebe. Der Körper kann dem Prozess jedoch nur mit den sogenannten Antioxidantien entgegenwirken. Antioxidantien wirken direkt, wie zum Beispiel Vitamine C und Vitamin E, oder indirekt über Enzymsysteme, die in der Mehrzahl vom Spurenelement Selen abhängig sind.

Eine sehr einfache aber wenig bekannte Art der Bereitstellung von Elektronen zum Eliminieren von freien Radikalen ist der Verzehr von frischem Obst und Gemüse. Frischprodukte enthalten viele freie Elektronen, die der Körper direkt zur Abwehr freier Radikale verwenden kann.

Idealerweise sollte die Ernährung von Arthrose-Patienten daher möglichst frisch sein. Dies ist in Großstädten und Ballungsräumen oft nur schwer zu bewerkstelligen, weshalb auch hier der Einsatz von mehrfachfermentierten kaskadenfermentierten-Konzentraten eine sinnvolle Alternative ist, da sie die Elektronen der biologischen Ausgangsstoffe speichern.

Vitamin E und Vitamin C sind direkte Radikalfänger und somit wichtig, um den Entzündungsprozessen im Körper entgegen zu wirken

In einer randomisierten Doppelblindstudie an 80 Patienten konnte gezeigt werden, dass diese Vitalstoffe auch in der Behandlung wirksam sind. Praktisch alle Patienten, die mit Vitamin E behandelt wurden, zeigten eine deutliche Besserung ihrer Arthrose-Beschwerden.

Selen ist Hauptbestanteil der meisten antioxidativen Enzymsysteme. Diese Enzymsysteme sind letztendlich für die endgültige Elimination der freien Radikale verantwortlich. Natürlich wirkt Selen nicht nur im Rahmen einer Arthrose gegen eine Schädigung durch freie Radikale, sondern leistet diesen wertvollen Dienst für die Gesundheit auch an allen anderen empfindlichen Körperzellen wie zum Beispiel an unserem Erbgut, was uns auch vor der Entstehung von Tumoren schützen kann.

Auf jeden Fall darf Selen in der Behandlung einer Arthrose nicht fehlen, denn Deutschland ist durch die Auswaschung der Böden ein Selenmangelgebiet und jeder fast Deutsche mit dem Spurenelement mangelversorgt, wenn er es nicht ergänzt. Im Durchschnitt führen wir uns mit der Nahrung nur 20 µg Selen am Tag zu und bereits der Gesunde sollte am Tag mindestens 100 µg Selen aufnehmen. Menschen mit Arthrose sollten die Zufuhr auf 150 - 200 µg täglich erhöhen.
Paranüsse gelten zwar als selenreich, aber dazu müssten sie frisch vom Baum verzehrt werden. Zudem verlieren Lebensmittel durch Lagerung und Verarbeitung das wenige enthaltene Selen sehr schnell. Nahrungsergänzungsprodukte sollten organische Selenhefe enthalten, da diese am besten bioverfügbar ist (z.B. Seleno Precise).

Enzyme steigern den Energielevel im Körper was bei der Behandlung einer Arthrose enorm wichtig ist. Dieser Effekt lässt sich deutlich verbessern, wenn bei der Behandlung zusätzlich Coenzym Q10 zum Einsatz kommt. Bei Coenzym Q10 handelt es sich um eine vitaminähnliche Substanz, die bis zum vierzigsten Lebensjahr vom Körper selbst gebildet werden kann, danach nimmt die Fähigkeit der Eigenproduktion immer mehr ab. Menschen die nach dem 40. Lebensjahr Ubichinon ergänzen sind wesentlich leistungsfähiger und deutlich weniger krank. Gerade bei einer Arthrose ist der Energiebedarf erhöht und entsprechend darf eine Ergänzung mit Coenzym Q10 in der Behandlung nicht fehlen. Idealerweise sollten 100-200 mg Coenzym Q10 (z.B. Bio Qinon 100 mg) am Tag ergänzt werden.

Auch Hyaluronsäure und Kollagen sind körpereigene Stoffe, die mit zunehmenden Alter abgebaut werden. (Hyaluronsäure ist ein natürlicher Mehrfachzucker (Polysaccharid), genauer gesagt ein Glykosaminoglykan, das durch körpereigene Enzyme aus einzelnen Bausteinen zu einem komplexen Gebilde zusammengefügt werden kann. Aufgrund seiner räumlichen Struktur kann es Wasser binden und ist Grundsubstanz der sogenannten Gelenkschmiere, die den Knorpel und die Knochen vor Verschleiß schützen. Daher sollte Hyaluronsäure in der Behandlung der Arthrose niemals fehlen. Kollagen ist ein wesentlicher Bestandteil aller Knochen, Knorpel, Sehnen und Bänder. Es erhöht die Elastizität und trägt dadurch zu deren Stabilisierung bei.
Weitere Vitalstoffe, auf die ich in der Arthrosetherapie setze sind: MSM (Dimethylsulfon) in Kombination mit Glucosamin.

In einer großen Studie entdeckten indische Forscher im Jahr 2004 eine günstige Wirkung der kombinierten Anwendung von Glucosamin und Dimethylsulfon (MSM) bei Arthrose heraus. Im Verlauf der Studie kam es zu einer beschleunigten Linderung der Arthrose bedingten Schmerzen sowie zu einer Verminderung der Gelenkentzündungen.

Auch in etlichen anderen Studien konnte die Kombination von MSM und Glucosamin bei Menschen mit Arthrose seine Wirkung unter Beweis stellen. Es kam zu einer erheblichen analgetischen (schmerzlindernden) und antiinflammatorischen (entzündungshemmenden) Wirkung bei der Arthrose.

In einer klinischen Studie aus dem Jahr 2004 untersuchte man ebenfalls die Wirksamkeit der Kombination von MSM mit Glucosamin bei Arthrose-Schmerzen. Dabei nahm eine Gruppe von 118 Patienten über 12 Wochen lang entweder täglich 1500 mg MSM oder 1500 mg Glucosamin oder aber eine Kombination aus MSM und Glucosamin. Zusätzlich gab es eine Placebo-Gruppe. In regelmäßigen Zeitabständen wurden daraufhin die Schmerzen, Entzündungen sowie Schwellungen in den Gelenken der Patientengruppe gemessen. In der MSM-Gruppe konnte nach 12 Wochen eine Schmerzreduktion von 52 Prozent beobachtet werden, während der Schmerzwert in der Glucosamin-Gruppe sogar um 63 Prozent sank. Das beste Ergebnis wurde jedoch in der Gruppe erzielt, die MSM gemeinsam mit Glucosamin einnahmen: Hier verringerten sich Schmerzen, Entzündungen und Schwellungen in den Gelenken um 79 Prozent.

Zusammengefasst und meine Empfehlung


Enzyme, besser noch Stammenzyme in Kombination mit Vitalstoffen sollten in keiner Arthrose-Behandlung fehlen. Die Zahl der Menschen die an Arthrose leiden nimmt immer mehr zu. Enzyme und Vitalstoffe sind in der Lage die Beschwerden bei einer Arthrose zu lindern, den Krankheitsverlauf zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Ist die Arthrose noch nicht zu weit fortgeschritten, kann es auch zu einer Regeneration im betroffenen Gelenk kommen. Im Gegensatz zu den pharmakologischen Therapiemöglichkeiten ist die Therapie mit Enzymen und Vitalstoffen völlig nebenwirkungsfrei und hat noch weitere gesundheitsfördernde Wirkungen. Die Behandlung von Enzymen und Vitalstoffen wirken sich positiv auf die allgemeine Leistungsfähigkeit des Menschen aus und kann Krankheiten vorbeugen. In meiner Praxis arbeite ich bevorzugt mit dem Enzymaufschluss der Dr. Niedermaier Pharma GmbH und den Vitalstoffen von Pharma Nord.

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