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Vorsorge? Früherkennung bei Prostata-Beschwerden

Vorsorge? Früherkennung bei Prostata-Beschwerden
14.02.2018, 19:22 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Dachte ich doch, dass ich durch meine Liebesgeschichte im Buch, mehr Männer vor dem Prostata-Krebstod bewahren kann. Naives Wunschdenken beim Schreiben. Oder? Im Jahr 2017 ist die Zahl der Männer, die zum Arzt gehen, gestiegen. Mehr Männer wollen nicht den grausamen Krebstod sterben. Woher weiß ich das? Aus der Krebs-Statistik. Ich habe keine aktuellen Zahlen aus Deutschland gefunden, also nehme ich die Meldung aus unserem Nachbarland gern auf.
Frau Dr. Sabine Oberhauser, Bundesministerin für Gesundheit in Wien, veröffentlicht in ihrem Bericht: Trends der Entwicklung von Krebserkrankungen in Österreich - Eine Prognose bis 2030.
(Zitat) Bösartige Neubildungen der Prostata (C61), Die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen wird bis 2030 um 21% sinken. Ein leichter Rückgang der Sterbefälle ist durch nachhaltige Vorsorgemaßnahmen und medizinischen Fortschritt bedingt.

Obwohl ich ein gestörtes Verhältnis zu den Medizinstatistikern habe (aus meiner Krankengeschichte verständlich) will ich hier mal eine Ausnahme machen. Es tut gut, wenn ich mit meinem Buch im Trend liege, sogar den Trend befördern kann.

Reden wir von Vorsorge! Der Begriff ist positiv besetzt. Beruhigt, klingt wie ein Versprechen in der Versicherungsbranche.
Bevor die Sorgen im Alter auftreten, kann man(n) überlegen, wie er sich gegen schwere fatale Krankheiten schützt. Vorsorge kennen wir als Lebensversicherung (obwohl sie das Leben nicht versichert). Oder eine Zusatzversicherung für einen eventuellen Krankenhausaufenthalt. Geht es um ein gesundes, beschwerdefreies Altern, raten die Mediziner auf ein paar Laster zu verzichten. Diabetes im Alter kann man vermeiden, wenn ich meinen Zuckerkonsum erheblich reduziere. Durch den Verzicht aufs Rauchen kann ich die Wahrscheinlichkeit an Lungenkrebs zu erkranken minimieren und zu viel UV-Strahlung provoziert Hautkrebs. Das sind gängige Beispiele.
Und was tue ich gegen den drohenden Haarausfall, gegen die bevorstehende Glatze, wie die meines Vaters? Aha, jetzt bin ich beim Thema. Vorsorglich kann ich durch bewusste Ernährung und intelligentes Verhaltens meine Gesundheit beeinflussen. Doch nicht in allen Bereichen. Der Vergleich ist banal aber deutlich: Die Glatze kommt, egal was ich tue oder lasse. Erblich bedingt oder eine Begleiterscheinung des Alterns.

Unser Gesundheitssystem bietet Vorsorge-Untersuchungen an. Das klingt wie "sorgenfreie" Zukunft, wenn man die Angebote der Krankenkassen annimmt. Doch hier verschleiert der Begriff die Tatsachen. Prostatakrebs-Vorsorge kann den Krebs *nicht* verhindern. Das ist wie mit der Glatze. Sie kommt - oder auch nicht.
Altersbedingt wächst die Prostata gutartig - oder bösartig. Deshalb gehen wir zur Untersuchung, um diese Entwicklung frühzeitig zu erkennen. Prostatakrebs-Früherkennung heißt es richtig.
Der Begriff "Vorsorge" ist irreführend. Die Untersuchungen können die Krankheit nicht verhindern, sondern lediglich eine Erkrankung im Frühstadium erkennen. Und genau diese Untersuchung rettet unser Leben!
Die Prostata wächst im Alter. Die Zeichen kennt jeder Mann ab 60. Doch ob das wachsende Gewebe gutartig oder bösartig ist, darauf haben der Arzt wie der Patient keinen Einfluss. Das ist das tückische an dieser Krankheit. Darum sollte der Mann zum Arzt gehen, um rechtzeitig zu erkennen, was da wächst.
Zehn Jahre lang bin ich regelmäßig, einmal im Jahr, zur Untersuchung gegangen. Dann kam es an den Tag: Aggressiver Tumor. Seit elf Jahren lebe und liebe ich ohne Prostata.
Es geht um Früherkennung. Arzt und Patient haben viele Möglichkeiten herauszufinden, was da in der Drüse wächst. Sobald bestimmte kritische Marker darauf hinweisen, dass da eventuell in Karzinom entsteht, können Arzt und Patient nach einer Lösung suchen, wie Krebswachstums mit Todesfolge verhindert werden kann. Durch die relativ lange Vorlaufzeit kann frühzeitig interveniert werden. Dann nämlich gilt der Spruch: Frühe Diagnose rettet Leben.
In meinem Buch „LIEBE LUST PROSTATA, Eine wahre Liebesgeschichte“ beschreibe ich die Zeit vorher und nachher. Und hätte meine Partnerin mich nicht gedrängt, ich hätte fast den Zeitpunkt für eine Operation verpasst.
Die Geschichte hat ein Happy End. Heute bin ich krebsfrei und genieße das Leben mit Lust und Liebe.

https://www.openpr.de/news/992352/Vo...werden.html

16 Kommentare

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Als mein James 62 war bat ich ihn zum Urologen zu gehen, wegen Prostata.Der Arzt stellte Blasen und Magenkrebs fest.
Das ist jetzt fast fünf Jahre her.Eine verdammt schwere Zeit, die uns noch mehr zusammen geschweißt hat.
Meine Intuition hat ihm das Leben gerettet... meine tiefe Liebe zu ihm auch.
Ich rate jedem Mann zur Vorsorgeuntersuchung !
  • gerade eben
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Danke für das Thema und den Buchtipp.
Da ist noch so viel an Aufklärung notwendig und gerade auch über die Folgen was sich in der Sexualität ändert und wie sie trotzdem erfüllt gelebt werden kann.
In meine Coachings kommen immer wieder Männer und Paare wo es genau um dieses Thema geht.
  • gerade eben
  • 0
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Hier mal eine Statistik dazu.
http://www.rwi-essen.de/unstatistik/73/
  • 16.02.2018, 21:55 Uhr
  • 0
Hallo Reinhard, ich kenne den Artikel. Deshalb meine Bemerkung aus eigener Erfahrung:
"Obwohl ich ein gestörtes Verhältnis zu den Medizinstatistikern habe (aus meiner Krankengeschichte verständlich) will ich hier mal eine Ausnahme machen." ...

Ich lebe und erzähle gern, wie ich es geschafft habe.
  • gerade eben
  • 0
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Liebe Mitstreiter für eine bessere Aufklärung, die Ihr erfahren habt, wie diese tückische Krankheit die Paar- Beziehung verändert: Gebt Euer Wissen weiter!
Ich schweige nicht, weil ich in meinem erweiterten Bekanntenkreis immer wieder gefragt werde: Was kann man(n) tun?
Es sind meistens die Frauen, die unter der Schamhaftigkeit ihrer Männer leiden. Nur absolute Offenheit kann diesen schleichenden Alterskrebs besiegen.
Danke für die Kommentare! FWZ

PS: Leider gibt es auch unter den Ärzten noch Ignoranten. Meine Urologin (!) findet die richtigen Worte und ist sensibler als viele ihrer Kollegen.
  • 16.02.2018, 05:50 Uhr
  • 1
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Ja --- hier bei WL ist so ein thema --- nicht gefragt ... das ist denen
zu problematisch --- die Leute wollen lieber dummes Zeug lesen
sowas zieht !!
  • 15.02.2018, 23:52 Uhr
  • 1
Lieber Horst, siehe meinen Kommentar oben. Danke.
  • 16.02.2018, 06:15 Uhr
  • 0
News Team
wize.life hat diesen Beitrag oben angepinnt
  • 16.02.2018, 09:32 Uhr
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Danke!
  • 16.02.2018, 11:31 Uhr
  • 0
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Wenn ein Mann zum Facharzt geht - zur Vorsorge, 3 Jahre lang und im dritten Jahr anhand einer Gewebeprobe (vorher wurde keine entnommen) ein bösartiger Prostata-Tumor festgestellt wird und der Patient den Urologen fragt: "Wie lange habe ich das denn schon?" und der Arzt antwortet: "Das können Sie schon 3 Jahre haben", dann stimmt mich das - ehrlich gesagt - sehr nachdenklich. Ich habe mir diese Konstellation nicht ausgedacht; so hat es mir jemand berichtet.
  • 15.02.2018, 17:44 Uhr
  • 0
Lieber Imanuel, siehe meine Antwort oben. Danke.
  • 16.02.2018, 06:15 Uhr
  • 1
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Sieht man an den vielen Kommentaren was für ein Tabu-Thema das immer noch ist.
  • 15.02.2018, 16:58 Uhr
  • 1
Ja, Franziska, da traut sich keiner ran. Danke, dass Du Dich gemeldet hast. wize.life-Nutzer
  • 15.02.2018, 17:38 Uhr
  • 0
Mein Mann ist dran gestorben, hat es leider nicht geschafft und deswegen kämpfe ich darum, dass Männer zur Vorsorge gehen. Ich wünsche Dir Gesundheit.
  • 15.02.2018, 17:50 Uhr
  • 1
Leider ist diese Krankheit unerbittlich. Sie verändert nicht nur die Sexualität zwischen zwei Menschen, was die Liebe ertragen könnte, sie ändert auch das Wesen und die Psyche eines Menschen bis hin zur Selbstaufgabe. Meine 34 Jahre lange Ehe hatte keine Chance gegen das Untier Krebs. Jedem Betroffenen wünsche ich alles Glück der Welt.
  • 15.02.2018, 23:02 Uhr
  • 2
Danke für die guten Wünsche. Oben habe ich noch einmal ausführlicher geantwortet.
  • 16.02.2018, 06:16 Uhr
  • 0
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