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Rezeptfreie Kopfschmerzmedikamente - zu viele können Dauerschmerzen verursac ...

Rezeptfreie Kopfschmerzmedikamente - zu viele können Dauerschmerzen verursachen

News Team
09.03.2018, 11:01 Uhr
Beitrag von News Team

Schmerzmittel sind – neben Schlaf- und Beruhigungsmitteln – die am häufigsten missbrauchten Arzneimittel. Bei übermäßiger oder langfristiger Einnahme von Kopfschmerzmedikamenten kann ein Dauerkopfschmerz entstehen.

Diese Art von Dauermigräne wird von Patienten als diffus, dumpf-drückend oder auch pulsierend beschrieben. Er ist morgens beim Aufwachen schon da, hält den ganzen Tag an und nimmt bei körperlicher Belastung zu.

"In der Werbung werden rezeptfreie Schmerzmittel oft als harmlos dargestellt. Aber jedes Medikament kann Nebenwirkungen haben, und rezeptfrei heißt nicht harmlos", sagt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK).

Für das Symposium über Arzneimittelmissbrauch am vergangenen Mittwoch in Berlin hat die BAK ihren Leitfaden über das Thema aktualisiert. Die neuen Erkenntnisse sind alarmierend.

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Spitzenverbrauch bei Deutschen und Amerikanern

Potenziell können alle Kopfschmerz- und Migränemittel bei Übergebrauch Dauerkopfschmerzen auslösen, egal ob Mono- oder Kombipräparate. An einem schmerzmittelbedingten Dauerkopfschmerz leiden in Deutschland mehr als 100.000 Menschen.

Wie apotheke adhoc berichtet, belegen diese Medikamente den achten Rang der umsatzstärksten Arzneimittelgruppen für das Jahr 2016 in Deutschland – und die Zahl der Verordnungen nimmt zu. Hierzulande ist der Gesamtverbrauch von Arzneimitteln ähnlich hoch wie in den USA.

Dort war im vergangenen Jahr bekannt geworden, dass täglich 90 Menschen an den Folgen von Opiummissbrauch sterben.

Schmerzmittel richtig einnehmen

Bei Selbstmedikation gilt für BAK-Präsident Kiefer folgende Faustregel: „Schmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander und höchstens zehnmal im Monat einnehmen. Mehr ist zu viel, und das rächt sich langfristig.“

Auch Apotheker haben beim Missbrauch von Medikamenten eine Schlüsselposition. Kiefer: „Das geht über die Information und Beratung hinaus: Bei einem begründeten Verdacht müssen Apotheker die Abgabe des Medikaments verweigern."

Neben Schmerzmitteln können auch andere rezeptfreie Medikamente missbraucht werden, zum Beispiel Nasensprays oder Abführmittel.

Weitere Informationen zum Thema unter www.abda.de.

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