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Mädchen (8) an Meningitis gestorben - Mitschüler und Kontaktpersonen müssen  ...

Mädchen (8) an Meningitis gestorben - Mitschüler und Kontaktpersonen müssen sofort zum Arzt

News Team
14.03.2018, 15:13 Uhr
Beitrag von News Team

Eine acht Jahre alte Schülerin aus dem hessischen Rosbach im Wetteraukreis ist an den Folgen einer Hirnhautentzündung gestorben. Ihre Mitschüler sollten sich nun dringend untersuchen lassen.

Das Mädchen hatte sich am vergangenen Donnerstag krankgemeldet und wurde von den Eltern aus der Schule abgeholt, teilte Schuldezernent Jan Weckler am Mittwoch mit. Nachdem die Beschwerden zunahmen, wurde das Mädchen am Freitagabend in die Universitäts-Kinderklinik nach Gießen gebracht. Am gestrigen Dienstag wurde von dort die Bestätigung einer bakteriellen Meningitis an das hiesige Gesundheitsamt gemeldet. Am selben Tag starb das Mädchen.

In enger Zusammenarbeit zwischen Schule und Gesundheitsamt werden nun alle engen Kontaktpersonen ermittelt. Für sie wird der Landkreisbehörde zufolge nach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eine medikamentöse Prophylaxe angeboten. Die die Schulleitung der Kapersburgschule in Rosbach fordert die Eltern der betroffenen Mitschüler auf, sich bei den jeweiligen Kinderärzten zu melden, die vom Gesundheitsamt vorinformiert wurden.

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Das gilt für die Schüler der Klasse sowie eines Kurses, den das Mädchen in der vergangenen Woche besucht hat. Auch die Lehrkräfte sollen sich bei ihren Hausärzten vorstellen.

Fieber, Schüttelfrost, Kopfschmerzen

Wie der Leiter des Friedberger Gesundheitsamtes, Dr. Reinhold Merbs, mitteilt, tritt die meldepflichtige Krankheit Meningokokken-Meningitis in Deutschland sporadisch auf. Im Wetteraukreis gibt es manche Jahre, in denen keine Erkrankungen registriert werden, in anderen Jahren sind es bis zu zehn. Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt wird und Gegenmaßnahmen getroffen werden, kann sie durch die Gabe einer Kombination von Antibiotika geheilt werden. Die Krankheit tritt vor allem bei Kindern auf.

Symptome sind Fieber, Schüttelfrost, starke Kopfschmerzen und Erbrechen. Weil diese Symptome im Winter sehr häufig auftreten, kann eine Meningitis zu Beginn auch mit einer starken Erkältung verwechselt werden.

Impfung bietet Schutz

Meningokokken-Meningitis ist eine schwere und gefährliche Form der Hirnhautentzündung. Sie kann in wenigen Stunden tödlich enden. Selbst bei schneller intensivmedizinischer Therapie sterben etwa fünf bis zehn Prozent der Menschen mit einer Infektion. Den besten Schutz bietet die Meningokokken-Schutzimpfung.

Es handelt sich um eine überaus gefährliche Entzündung der Hirnhäute. Auslöser dieser schweren Hirnhautentzündung sind Bakterien der Gattung Neisseria meningitidis, kurz Meningokokken. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung tragen diese Erreger in sich, ohne dass sie Symptome verursachen. Die Bakterien siedeln vorzugsweise im Nasen-Rachen-Raum. Daher können Keimträger die Meningokokken per Tröpfcheninfektion, beispielsweise durch Husten oder Niesen, übertragen und andere Menschen anstecken.

Den besten Schutz bietet die Meningokokken-Schutzimpfung, die Kleinkinder in Deutschland bundesweit seit 2006 ab dem Alter von zwölf Monaten beziehungsweise ab Beginn des zweiten Lebensjahres erhalten.

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