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Ab 1. April: Millionen Deutsche müssen mit höheren Zuzahlungen bei Medikamen ...

Ab 1. April: Millionen Deutsche müssen mit höheren Zuzahlungen bei Medikamenten rechnen

News Team
28.03.2018, 10:34 Uhr
Beitrag von News Team

Von den mehr als 70 Millionen gesetzlich krankenversicherten Menschen in Deutschland müssen ab 1. April viele mit einem Anstieg der gesetzlichen Zuzahlungen zu rezeptpflichtigen Arzneimitteln rechnen. Wo bisher keine Zuzahlungen anfallen, können dann fünf bis zehn Euro pro verordnetem Medikament fällig sein, die von den Apotheken für die Krankenkassen eingezogen werden, teilt der Deutsche Apothekerverband (DAV) mit.

Grund ist das Absenken von so genannten Festbeträgen (Erstattungshöchstbeträgen), von dem sich die gesetzlichen Krankenkassen jährliche Einsparungen in Höhe von 105 Millionen Euro versprechen. Senken die pharmazeutischen Hersteller ihre Preise nicht parallel ab, kann plötzlich eine Zuzahlungspflicht für die Patienten entstehen.

Nach Berechnungen des DAV nehmen die Zuzahlungen für Arzneimittel, die Krankenkassen ihren Versicherten in den Apotheken abverlangen, bereits seit Jahren zu: Im Jahr 2017 waren es schon mehr als 2,1 Milliarden Euro.

Diese Medikamente sind betroffen

Zu den betroffenen Arzneimitteln zählen vor allem starke Schmerzmittel (Betäubungsmittel) mit den Wirkstoffen Fentanyl, Morphin und Oxycodon. Auch häufig von Ärzten verordnete Substanzen wie Prednisolon (Entzündungshemmer) oder Clopidogrel (Blutverdünner) gehören dazu. Des Weiteren wird zum 1. April erstmals für Infliximab (Rheumamittel) ein Festbetrag festgelegt.

Zeitgleich zu den kassenübergreifenden Festbetragsanpassungen treten zum 1. April auch kassenspezifische Rabattverträge neu in Kraft, die dazu führen können, dass Patienten sich von ihrem gewohnten Präparat auf ein neues Medikament umstellen müssen. So haben die Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) nach eigenen Angaben mehr als 100 Wirkstoffe mit mehr als zwei Milliarden Euro Umsatz pro Jahr vergeben, darunter der Magensäurehemmer Pantoprazol und das Schmerzmittel Metamizol.

Auch die DAK Gesundheit hat Open-Book-Verträge zum 1. April geschlossen. Die Techniker Krankenkasse (TK) hatte bereits zum 1. März mehr als 100 Fachlose in Rabattverträgen für die Versorgung ihrer Versicherten vergeben. Durch die Umstellung auf ein anderes Rabattarzneimittel kann sich auch die Zuzahlungshöhe ändern.

Eine jeweils aktuelle Liste mit allen zuzahlungsfreien Arzneimitteln ist auf dem Gesundheitsportal APONET unter www.aponet.de zu finden.

Mediziner fordern: Dieses Medikament sollte nicht mehr frei verkauft werden

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65 Kommentare

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Komischerweise bezahle ich bereits längere Zeit für fast jedes vom Arzt verschriebene Rezept für kleine Packungen 5 €, für Doppel-Packungen 10 € dazu. Da ich auch ASS seit langem verschrieben bekomme, galt bereits immer für Rezepte, die der Arzt zwar verschreiben muss, aber der Nutzer Selbstzahler ist.
  • 12.04.2018, 21:27 Uhr
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Gerade bei Pantoprazol gibt es unglaubliche Preisunterschiede. Es würde mich schon einmal interessieren, warum eine Apotheke für Pantoprazol Ratiopharm 9,97€ verlangt, die andere für Pantoprazol-ADGC 3,77 €. Die Tabletten sehen exakt gleich aus, sind ähnlich verpackt und wirken gleich. Für mich ist jedenfalls klar, welches Produkt ich kaufe. Auch meine Mutter ist mit Generika bisher sehr gut gefahren. Eine andere Frage ist, was man alten und kranken Menschen mit sehr wenig Geld an Zuzahlungen zumuten kann, wenn es nicht um Original und Generikum handelt, sondern um ein Medikament, das genommen werden muss und wo es keine preiswertere Version gibt. Es darf nicht sein, dass Menschen vor der 3ahl stehen, ob sie es warm haben wollen, sich satt essen oder dringend nötige Medikamente kaufen.
  • 01.04.2018, 02:54 Uhr
Das ist, weil wir total verarscht werden!😣Mir stinkt es schon seit langer Zeit!😣
  • 01.04.2018, 21:29 Uhr
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Werden langsam aber sicher zum Ossiland
  • 29.03.2018, 14:46 Uhr
wie kommst Du denn darauf - begründen bitte............
  • 29.03.2018, 20:42 Uhr
Aber an die kommen sie nicht ran, weil sie zu viel Einfluss haben! 😟 Da hält man sich doch besser an den kleinen Mann!😬
  • 01.04.2018, 21:34 Uhr
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Was ist los mit dem Sozialnetz. Früher brauchte man nicht zuzahlen auch der Arzt oder Zahnarztbesuch wurde bezahlt. Anstatt auf dem erreichten aufzubauen wird alles abgeschaft - in dem " reichen " Deutschland ???
  • 29.03.2018, 11:30 Uhr
............das Sozialnetz muss jetzt andere noch mit durchziehen...........
  • 29.03.2018, 20:43 Uhr
ja stimmt, früher mußten wir niergends zuzahlen egal ob Arzt Zahnarzt oder Rezeptgebühren,auch die gab es nicht.
  • 01.04.2018, 16:28 Uhr
ja stimmt, früher mußten wir niergends zuzahlen egal ob Arzt Zahnarzt oder Rezeptgebühren,auch die gab es nicht.
  • 01.04.2018, 16:29 Uhr
Weil diese Aasgeier immer gieriger werden...😬
  • 01.04.2018, 21:35 Uhr
Früher wurden sogar Mittel für Erkältungen bezahlt, auch die Pflege wurde noch durch die Krankenkasse finanziert. Da fragt man sich schon wo das ganze Geld hin geht.
  • 03.04.2018, 12:55 Uhr
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Wieder einWahlkampf für die Afd
  • 29.03.2018, 10:39 Uhr
Das befürchte ich auch!😖
  • 01.04.2018, 21:36 Uhr
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wieso hat wohl "Ich Bins" schon 17 Zustimmungen..??
.. fast jeder weiss, wie in diesem Land der Hase läuft.. sagt einer was dagegen,.. dann bist du ein Rechtsradikaler.. ist schon komisch was wir alles eingeredet bekommen !!
  • 29.03.2018, 09:52 Uhr
Oh nein, das ist inzwischen der Gipfel der Dreitigkeit!😬
  • 01.04.2018, 21:37 Uhr
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Hurra, Jens Spahn - unser neuer Minister und Ex-Lobbyist der Pharmaindustrie - ist hier angekommen.
Medikamente, die man hier teuer bezahlen muss, gibt es im Ausland wesentlich billiger.
Ausrede der Pharmaindustrie: die hohen Entwicklungskosten neuer Arzneien.
Nur warum die deutschen Patienten das alles bezahlen müssen und die Pharma-Industrie im Ausland - mit Produktionsstandorten im Lande z.B. Frankreich, Spanien, Türkei - sich eine goldene Nase verdient wäre zu begründen.
Wer gute Verbindungen hat, besorgt sich die Medikamente aus dem Ausland........da wird oftmals nicht mal ein Rezept verlangt.
Auslandstourismus mit Einkauf von Medikamenten zu Dumpingpreisen - mal eine neue Idee der Reiseveranstalter. Statt Kaffeefahrten jetzt Medi-Reisen...... Leider nicht für alle Rentner bezahlbar oder man hat nette Nachbarn, die ein Mitbringsel mit Sinn und Nutzen mitbringen statt Staubfängern für die Behausung.
Außerdem für Medikantenlieferungen aus dem Ausland gibt es ja TV-Werbung.....
Wie auch schon andere Leser festgestellt haben, kosten uns unsere lieben ausländischen neuen Nachbarn ohne zu arbeiten und Steuern / Abgaben zu zahlen sehr viel Geld.
Deren Einkünfte reichen noch für Alkolkonsum im Dunkeln (Allah sieht das ja dann nicht....) aus dem Supermarkt. Ich darf dann umweltbewußt die leeren Glasflaschen zum Container tragen oder mich an verschmutzten Grünflächen erfreuen.
Die Ärzte freuen sich, denn da wird gegenüber dem Staat als Privatpatierent abgerechnet.
  • 29.03.2018, 09:18 Uhr
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Ich lass mich jedes Jahr befreien --- von den Zuzahlungen
  • 29.03.2018, 00:05 Uhr
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ist ja schon eine frechheit das weltweit deutschland das einzigste land ist wo man mehrwertsteuer auf medikamente zahlen muss.
  • 28.03.2018, 20:38 Uhr
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schon klar ,irgendwie müssen ja die üppigen Gehälter der Kassenbonzen bezahlt werden und Merkels Auslandkumpels wollen ja auch kostenlos ärztlich versorgt werden.
  • 28.03.2018, 19:48 Uhr
Harald müĺler 😥wie recht sie haben
  • 28.03.2018, 23:42 Uhr
Peinlich, Schade und beschämend für sozusagen " Reichen Deutschland". Nur Traurig noch....
  • 29.03.2018, 05:15 Uhr
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