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Herzinfarkt bei Frauen - Beliebte TV-Moderatorin spricht über unterschätzte Todesgefahr

News Team
03.04.2018, 12:13 Uhr
Beitrag von News Team

Lisa Ortgies ist bekennender Serien-Junkie, mit einer Vorliebe für amerikanische Arztserien. Vor zwei Jahren fand sich die beliebte "frauTV"-Moderatorin plötzlich in einem New Yorker Krankenhaus wieder: das Herz. "Insgeheim muss mir klar gewesen sein, dass der Dauerdruck, der Schlafmangel, die Zehn-Stunden-Tage plus Kinder und Haushalt zu einer mittelschweren Katastrophe führen würden", schreibt die zweifache Mutter mit eigener Produktionsfirma in EMOTION (Ausgabe 5/18 ab 4. April im Handel, www.emotion.de).

Was kaum jemand weiß: Herzinfarkte sind neben Schlaganfällen die Haupttodesursache bei Frauen. Besonders im Alter zwischen 40 und 55 Jahren steigt nach Angaben der Deutsche Herzstiftung e.V. das Risiko für Frauen. Stress, Ärger oder der Verlust des Partners schaden Frauenherzen offenbar mehr.

VIDEO: Immer mehr Frauen sterben durch Herzinfarkt


Ortgies, bei der in New York ein Broken-Heart-Syndrome diagnostiziert wurde, ein Herzkrampf, erlitt einige Monate später einen "echten" Infarkt. Was besonders gefährlich ist: Frauen suchen später Hilfe. Jüngere Frauen wählen im Schnitt erst nach 108 Minuten den Notruf (zum Vergleich: Männer nach 80 Minuten), und Frauen über 65 lassen nach den ersten Symptomen im Schnitt sogar 4,5 Stunden vergehen.

Selbstoptimierung ist der falsche Weg

Während der heutige Leistungsdruck für die Zunahme der Infarkte mitverantwortlich ist, hat Ortgies noch einen anderen Druck erlebt: "Versagen und Zweifel sind erlaubt, solange sich retrospektiv alles zu einer wertvollen Erfahrung umdeuten lässt. Ein Scheitern darf nicht einfach so stehen bleiben, schon gar nicht Trauer darüber."

Lisa Ortgies sagt, das moderne Credo "Mach etwas aus deinen Potenzialen, deinen Muskeln, deinen Kinder" gehe längst weiter: "Mach was aus deiner Lebenskrise, deinen Schwächen, deinem Scheitern." In EMOTION klagt sie an: "Der Druck zur Selbstoptimierung macht selbst vor Krankheit nicht halt - und für die Heilung sind wir selbstverständlich selbst verantwortlich." Die lebenslustige Moderatorin und Buchautorin sieht überall, dass heute die Formel gilt: "Wer krank bleibt ist schlichtweg an sich selbst gescheitert." Und sie teilt den Gedanken, der sie entlastet hat: "Shit happens!"

16 Kommentare

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...statt unsere eigenen Wege zu gehen, wird uns Frauen gesellschaftsbedungt immer noch diese gewisse Doppelbelastung aufgezwungen (Beruf, Haushalt, Kinder - warum eigentlich? -
Will der Partner Familie haben, dann hat er gefälligst auch mit "anzupacken"! -
Aus diesem Grunde hab' ich's persönlich bei der "einseitigen Belastung" belassen - nämlich die jobbedingte - und das reicht!
  • 05.04.2018, 02:16 Uhr
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wattn Glück, das ich aus dem gefährlichen Alter schon raus bin
  • 03.04.2018, 21:12 Uhr
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Was mir im Beitrag auf jeden Fall fehlt ist die Tatsache, dass Frauen andere Symptome erleben während eines Herzinfarktes als Männer. Weder Ärzte noch die Bevölkerung werden darüber aufgeklärt.
Bei uns Frauen zeigen sich leichte bis sich steigernde Bauchschmerzen auch bei einem schweren Herzinfarkt. Dann kann reichlich Zeit vergehen. Diese nutzen wir Frauen dann gerne um Hausmittel auszuprobieren oder eine neumoderne Art der Selbstoptimierung.

Einer Freundin von mir geschah es, dass sie wegen akuter Übelkeit und starken Herzschmerzen verbunden mit Atemschmerzen den Notarzt rief. Sie war dem Arzt als Alkoholikerin bekannt. Der wies sie in die örtliche Psychiatrie ein. Dort wurde sie zunächst einfach mal auf Alkoholmissbrauch behandelt. Der nicht vorlag. Erst am nächsten Tag, als sie immer noch nicht aufhörte "zu jammern", kam Bereitschaft auf, sie medizinisch untersuchen zu lassen. Da war bereits ein Herzkranzgefäß unwiderbringlich verschlossen.
Nun wollten sie ihr einen Stent setzen. Das lehnte sie ab. Sie hat sich lieber aus dem Leben verabschiedet. Denn das war absolut nicht die erste Fehlbehandlung, der sie ausgesetzt war.

Übelkeit ist mir aus meiner praktischen Erfahrung in der medizinischen Notaufnahme bei Männern nicht bekannt. Auch nicht diffuse Bauchschmerzen.
Schmerzen im oberen Armbereich, der auf jeder Seite auftreten kann oder nur auf einer, wird auch beschrieben.

Festzustellen ist, dass die Kassenärztliche Vereinigung Bund ihre Kollegen bereits mehrfach öffentlich aufgefordert hat, die geschlechtlichen Unterschiede zu erlernen um sie berücksichtigen zu können.

Natürlich gibt es auch Frauen, die diese Störung des Blutdurchflusses wie Männer erleben. Dann haben sie in diesem Land tatsächlich Glück und können hoffen, rechtzeitig angemessen behandelt zu werden.

Was bedeutet rechtzeitig?
Eine Blutverstopfung lässt sich mit alter Medikation binnen einer halben Stunde ganz auflösen.
Von einer neuen Medikationsmethode las ich. Diese war aber noch nicht ausgereift damals und ich habe das Thema dann nicht weiter verfolgt. Dort hieß es, binnen zwei Stunden könne das Blutgerinnsel aufgelöst werden. Wen es interessiert der nutze bitte die Suchmaske des Browsers.

Was bedeutet angemessen?
Kleines EKG reicht aus für eine Diagnose. Danach wird eine Nadel in eine Vene gelegt, das Verdünnungsmittel wird nach genauer Vorgabe darüber in den Körper geleitet.
Wer in einer solchen Situation ist komme bitte niemals auf die Idee, schneller hilft besser oder schneller!!!!
Nach dieser Infusion sollte in der Regel noch eine Zeit lang ein Verdünnungsmittel eingenommen werden in Tablettenform. Hier ist zu beachten, dass es das gesamte Blut verdünnt, jede kleine Verletzung dann eben zu größerer Blutung führt. Ein Arzt ist tatsächlich verpflichtet, angemessen aufzuklären. Drückt er nur das Rezept in die Hand schadet ein Wechsel gewiss nicht. Des Arztes.
Denn blutverdünnende Lebensmittel sollten dann in Absprache mit dem Arzt mündlich vernichtet werden.

Noch zu diesem Gerücht, Frauen würden deshalb mehr an Herzinfarkten sterben weil sie eben mehr rauchen:

Auf die Nikotinsucht wird eine Menge geschoben. Aus purer Faulheit und purem Desinteresse. Denn immerhin, dank dieser Sucht werden Steuergelder von nicht ganz unerheblicher Höhe eingenommen. Genaue wissenschaftliche Untersuchungen sind mir, bezogen auf Frauen, unbekannt. Studien gibt es massenweise. Aber eine Studie hat noch lange keinen Bezug zu Wissenschaft.

Wissenschaftlich wird angenommen - da noch nicht nachgewiesen nach wissenschaftlichen Kriterien - dass die Zunahme daran liegt, dass Frauen heute ebenso stark im stressigen und lebensfernen Arbeitsleben stehen wie Männer. Und eben noch nebenbei das Wirtschaftsunternehmen Haushalt oft genug alleine managen - in Deutschland sind es geschätzte 95% der Frauen, die damit alleine gelassen werden - und in ebenso großer Zahl bei der Kindererziehung im Stich gelassen werden.
Hinzu kommt die schlichte Tatsache, dass zum Thema Klimatkerium und allgemein weiblicher Fruchtbarkeit viel zu wenig Grundlagenforschung stattfindet. Entsprechend miserabel ist der Umgang damit. Eine Mahnung in diese Richtung der WHO, welche diese bereits vor Jahren veröffentlichte, wird ignoriert. Inwieweit der Einfluss der Pharmaindustrie hier eine Rolle spielt kann nur erahnt werden. Dass er massiv vorhanden ist bezogen auf von uns gewählter Politik lässt sich z.B. bei lobbycontrol.org nachlesen.
  • 03.04.2018, 20:57 Uhr
  • 1
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Im Notfall habe ich immer das Handy dabei.
  • 03.04.2018, 20:26 Uhr
  • 0
Wenn es passiert bedienst Du kein Handy mehr
  • 03.04.2018, 20:43 Uhr
  • 1
"Übelkeit bei Männern ist "mir" nicht bekannt." Sorry für die Ausdrucksweise,aber ich habe vorher gekotzt wie ein Reiher und ich bin ein Mann.Von da an weiß ich nur noch wenig,außer dass ich ins Bett gehen wollte.

Erst später,nach meinem Aufenthalt auf der Intensivstation, erklärte mir eine Ärztin,dass auch dies ein Anzeichen für den kommenden Infarkt gewesen sei.(Ich hatte meinen Infarkt vor fast genau 7 Jahren)
  • 04.04.2018, 06:57 Uhr
  • 0
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Meine Frau starb mit 57 Jahren binnen 90 Minuten an einem angeblich leichten Herzinfarkt. Hätte man sie richtig behandelt und nicht Kommerz vor Leben gestellt, könnte sie heute noch leben. So stürzte man mich in mein persönliches Armageddon. Ich hasse mein Leben ohne sie.
  • 03.04.2018, 18:15 Uhr
  • 4
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..da ich alleine und ausserhalb des Ortes wohne, zu schmerzfrei tendiere könnte T.Rex - Hot love und Co. evt. mir zum "Verhängnis" werden................
  • 03.04.2018, 16:21 Uhr
  • 1
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Herzinfarkte steigen seriösen medizinischen Berichte zufolge bei Frauen, weil immer mehr rauchen.
  • 03.04.2018, 16:06 Uhr
  • 2
Auch wenn nicht geraucht wird bekommt man einen Infakt als Frau .Spreche aus Erfahrung denn den Infakt habe ich schon hinter mir ! Da spielen andere Faktoren mit und man sollte nicht alles auf´s Rauchen schieben .Man kann auch Lungenkrank werden ohne jemals eine Zigarette geraucht zuhaben .Zum Beispiel ich mit zusätzlicher Erkrankung COPD Gold 4 Entstadium
  • 03.04.2018, 20:42 Uhr
  • 1
stimmt, ich habe auch nie geraucht und trotzdem Sakoidose bekommen
  • 03.04.2018, 21:13 Uhr
  • 1
Ich finde es nur ziemlich Dumm das alles auf das Rauchen geschoben wird , hat sich schon Einer mal gefragt wo Nichtraucher die Krankenheiten her haben .Also ist meine Meinung man soll nicht immer so schnell Behauptungen auf stellen wenn man nicht genau weiss was los ist oder warum es so ist !! Guten Abend an Alle
  • 04.04.2018, 21:14 Uhr
  • 0
Liebe Ille F. ich bedanke mich recht herzlich für Deinen ehrlichen Kommentar , denn es trauen sich nicht Viele die Wahrheit ins Gesicht zu sehen .Ich wünsche noch einen schönen Abend und sende Liebe Grüße
  • 04.04.2018, 21:21 Uhr
  • 0
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Selten so einen Quatsch gesehen.Nach oder während eines Infarkts rufst du nirgendwo mehr an.Auch an der Überlebenschance hat sich nichts geändert. Liegt bei 50/50 bei Frauen und Männern.Meist sind die Symptome bei Frauen andere als bei den Männern.
Ich z.B. hatte nicht ein bekanntes Symptom. Der Infarkt kam von einer Sekunde zur anderen ohne Voranmeldung.
Ich weiß wovon ich rede.Hatte selber einen schweren Infarkt ,und wenn ich alleine gewesen wäre,könnte ich diese Zeilen heute nicht schreiben.Also hört auf so einen Unsinn zu posten.
  • 03.04.2018, 14:38 Uhr
  • 3
Nicht jeder Infarkt läuft gleich ab. Es ist nicht ausgeschlossen, dass man den Notfallknopf am Handy drücken kann oder in der Lage ist, die Notrufnummer zu wählen.
  • 03.04.2018, 20:31 Uhr
  • 0
Ich schrieb auch nicht von kleinen Infarkten,die man als solche gar nicht wahrnimmt,die aber später,zu einem einem großen Infarkt führen können und dann erst als solche diagnostiziert werden.
In erster Linie geht es mir aber um die selbsternannten Medizingurus,wie diese Frau Karlinder. Soll sie ihre Ego auf der Alm befriedigen,aber nicht von Dingen reden,von denen sie keine Ahnung hat.
  • 04.04.2018, 06:46 Uhr
  • 0
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