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Überfüllte Notaufnahmen: Kassenärztliche Vereinigung fordert 50 Euro Gebühr

Überfüllte Notaufnahmen: Kassenärztliche Vereinigung fordert 50 Euro Gebühr

News Team
11.07.2018, 09:22 Uhr
Beitrag von News Team

Deutschlands Notaufnahmen sind überfüllt. Viele Patienten ziehen die Notfallversorgung einem niedergelassenen Arzt vor. Grund ist häufig die zu lange Wartezeit auf einen Termin. Die Ärzte in den Notaufnahmen betrachten die Entwicklung mit Sorge. Denn sie geht zu Lasten derer, die tatsächlich einer Notfallversorgung bedürfen.

Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen will dem Notaufnahmen-Trend normaler Patienten einen Riegel vorschieben und schlägt eine Gebühr vor. Vorstandschef Mark Barjenbruch sagte der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung":

"Ich kann mir 50 Euro pro Patient vorstellen. Wenn 90 Prozent der Patienten in der Notaufnahme keine Notfälle sind, muss das eine Option sein. Die Notfallambulanzen seien dazu da, schwer kranken Menschen zu helfen. Deshalb sei eine Priorisierung unabdingbar, so Barjenbruch weiter.

Bewusstsein für kassenärztlichen Bereitschaftsdienst stärken


Die Forderung an sich ist keine neue. Bereits 2016 hatte die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Vereinigung eine ähnliche Forderung formuliert. "Dieses Geld kann in einen Fonds fließen, um andere Projekte im Gesundheitswesen zu fördern."

Eine Möglichkeit, um den Run auf die Notaufnahmen zu stoppen sei auch, den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst stärker ins Bewusstsein der Menschen zu bringen. "Ich zweifele jedoch daran, dass Aufklärung allein das Problem lösen kann", so der Vorstandschef.

Der Bereitschaftsdienst gibt Patienten die Möglichkeit, sich außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzte und an Wochenenden und Feiertagen behandeln zu lassen.

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So viele Zecken wie nie - woran liegt das?

104 Kommentare

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Nicht gut.
  • 13.07.2018, 23:34 Uhr
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Wenn in jeder Notfallambulanz ein Hausarzt in der Notfallambulanz angegliedert wäre, könnte von vorneherein jeder "Notfallpatient" dem richtigen Arzt zugeordnet werden. So läuft es z.B. in einigen Krankenhäusern in Hamburg ab.
  • 13.07.2018, 10:40 Uhr
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Unsere Gesellschaft ist kaputt..aber wie !!
  • 12.07.2018, 12:21 Uhr
  • 12.07.2018, 15:13 Uhr
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tja, das ist unter Anderem das Ergebnis der bescheuerten Privatisierungen. Müssten die Kassenpatienten nicht wochenlang auf Behandlungstermine warten, wär's viel ruhiger in den Notaufnahmen. Bin gespannt wie oft man den Michel noch verarschen kann
  • 11.07.2018, 22:49 Uhr
bei notfällen muß man nicht warten ! JEDER ARZT IST VERPFLICHTET zu handeln ev. überweisung ins krankenhaus. jedoch schnnupfen z.b. ist kein notfall!
  • 12.07.2018, 15:17 Uhr
moinsen Peter, wer lesen kann ist im Vorteil, ich schrub von Behandlungsterminen, nicht von Notfällen.
Die Leute gehen mit "normalen" Krankheiten in die Notfallambulanz in der Hoffnung dort behandelt zu werden solang sie noch an der Krankheit leiden, Hausarzttermin 4-6 Wochen später ist nicht wirklich hilfreich.
Du bist bestimmt Privatpatient, gell
  • 12.07.2018, 16:45 Uhr
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Eine gute Idee - vor allem sollten die zur Kasse gebeten werden, die mit „Notfällen“ wie Halsschmerzen, verstauchter Finger oder eine Zecke die Warteräume verstopfen. Es ist Unverschämtheit und unsozial gegenüber den wirklichen Notfällen: Blinddarmentzündung, Knochenbrüche oder Infarkte!
  • 11.07.2018, 19:49 Uhr
Sehr richtig !
  • 12.07.2018, 15:18 Uhr
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Da kann man echt nur noch lachen....und den Kopf schütteln. Wieder mal das Gejammere über Unkosten, dabei müsste jeder wissen das genug da wäre wenn es nicht für unsinnige Dinge verschleudert werden würde.
Oder schon vergessen das 2004 das Gesetz verabschiedet wurde das Betriebsrenten Abgaben abgezogen werden ( viele haben es wohl vergessen oder machen sich keinen Kopf darüber), weil damals wie danach auch die Krankenkassen angeblich kein Geld hatten und Wochen später auf einmal 2 Milliarden Überschuss hatten...!
  • 11.07.2018, 19:28 Uhr
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Mein baby 16 monate hatte einen schweren fieberkrampf wie soll ich den wissen ob dies ein nottfall ist oder nicht ich zahle meinen kassenbeitrag seit knapp 40 jahren da sollte ein besuch in der baby notaufnahme wohl gestattet sein ohne 50 €
  • 11.07.2018, 19:27 Uhr
Vor allem sind die 50Euro Gebühr keine Abstellen von den wirklichen Ursachen sondern lediglich wieder Geld für einen fadenscheinigen Grund den Bürgern aus der Tasche zu ziehen. Wer soll eine Diagnose in Sekunden stellen ob man ein Notfall ist oder nicht, ich denke das wird in den meisten Fällen kaum möglich sein.
  • 11.07.2018, 19:29 Uhr
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Müssen da auch Asylanten , Säufer und Arbeitsscheue bezahlen, odet gibt es da wieder mal eine Härtefallregelung für diese Armen.
  • 11.07.2018, 19:09 Uhr
Säufer und Arbeitsscheue auf jeden! Aber auch Asylanten können ernsthaft erkranken.
  • 11.07.2018, 19:50 Uhr
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Es mag durchaus sein, daß die Notaufnahmen überlaufen sind, weil Nichtnotfälle das System nutzen. Dies aber ist garantiert wieder einer der Vorschläge, bei denen es darum geht, den Patienten die Last des verkorksten Gesundheitssystems auf zu bürden.
Um es deutlich zu sagen, das Gesundheitswesen ist dem Grunde nach nichts weiter als ein gewordener Zweig der Industriegesellschaft. Wer Geld hat ist gut, wer nicht hat - muß eben sehen wo er bleibt. Insoweit siehe Thema Hausarzt. Welch ein Wahnsinn da aufgebaut worden ist, kann nur beurteilen, wer darin als Opfer verstrickt ist.
Die Kunst der Hausärzte: Krank ? Untersuchung - eine Woche später Besprechungstermin - ich verschreibe Ihnen einen Tablette - 14 Tage später hat die Tablette immer noch nicht geholfen - tja, dann müssen wir es vielleicht mal mit einer anderen versuchen - abermals 14 Tage später - erneute Untersuchung - 14 Tage später Bespechungstermin - dann werde ich Sie mal zu einem Kollegen überweisen - Bericht irgendwann 14 Tage später wieder Besprechungstermin - Kollege hat nichts festgestellt - dann ein anderer Facharzt - drei Wochen später wieder Besprechungstermin usw. usw. Und wenn der Patient bis dahin nicht gestorben ist, bei sich ausweitendem Krankheitsbild werden seine Überlebenschancen wenigstens nicht besser. Der Nächste bitte ! - Diese Darstellung ist kein Witz, sondern nackte erlebte Realität. Letzte Rettung war die Notaufnahme im Krankenhaus.
Gewiß, das ist ein willkülich heraus gegriffener Einzelfall, der jedoch ein durchaus stimmiges Bild vermittelt.
Abgesehen davon, wir haben viel zu viele Fachärzte und viel zu wenig Haus- und Landärzte.
Es wäre an der Zeit, daß die Kassenärztlichen Vereinigungen mal selbst über praktikable Lösungen nachdenken, statt permanent auf den Geldbeutel der Patienten zu schielen.
  • 11.07.2018, 18:35 Uhr
Sehr gut beschrieben Gerd es entspricht völlig der Realität 👍👍
  • 12.07.2018, 06:22 Uhr
Ich denke,so ist es. Ich hab doch selbst schon erlebt,dass wir es bei einem häuslichen unfall meines mannes es probiert haben mit dem kassenärztlichen bereitschaftsdienst und sind dann doch in der notaufnahme gelandet. Und selbst,wenn man nur panik hat aufgrund von herzrasen,wie soll man als laie sicher wissen, ob das harmlos ist ? Daher bin ich dankbar, dass uns jedesmal ohne Vorwurf geholfen wurde.
  • 12.07.2018, 09:34 Uhr
auch der ton macht die musik.
  • 12.07.2018, 15:23 Uhr
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