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Krebs-Mittel unwirksam? Warnung an Ärzte und Patienten - "Das sind alles Mörder!"

News Team
13.07.2018, 10:47 Uhr
Beitrag von News Team

Ein Netzwerk international tätiger Pharmahändler soll in Deutschland illegal mit Krebsmedikamenten im Wert von mehreren Millionen Euro gehandelt haben.

Das berichtete das ARD-Politikmagazin "Kontraste" in seiner Sendung am Donnerstag. Insgesamt 21 Mitglieder der Bande seien bereits Anfang Mai in Griechenland verhaftet worden.

Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, hochsensible Krebsmedikamente aus griechischen Kliniken entwendet und nach Deutschland geschmuggelt zu haben.

Kühlkette war unterbrochen

Gegenüber "Kontraste" sagte der stellvertretende Gesundheitsminister Pavlos Polakis, man wisse, dass der Transport dieser Medikamente "nicht ordnungsgemäß verlaufen" sei und sogar die Kühlkette unterbrochen worden sei: "Wir sprechen hier von einer illegalen Bande, die sich offensichtlich nicht um medizinische Anforderungen gekümmert hat."

Den Recherchen zufolge sollen die Präparate sogar auf einem Athener Fischmarkt zwischengelagert worden sein.


Die Medikamente wurden wohl aus einer Athener Klinik gestohlen und dort Patienten vorenthalten. Empört äußern sich in dem Beitrag Krebskranke und Bürger. "Das sind alles Mörder, vom Kleinsten bis zum Größten", sagt ein Mann über das kriminelle Netzwerk der Medikamentenhändler.

Video: Wegen Krebsgefahr: Riesen-Rückruf von Blutdrucksenkern

In Deutschland hatte das Netzwerk Geschäftspartner in Hessen und Brandenburg. Gegenüber
"Kontraste" bestätigte die Staatsanwaltschaft Potsdam Ermittlungen gegen das Unternehmen Lunapharm mit Sitz im brandenburgischen Mahlow wegen des Tatvorwurfs der "Hehlerei und Verstößen gegen das Arzneimittelgesetz". Es habe bereits eine Hausdurchsuchung gegeben.

Medikamente möglicherweise unwirksam


Lunapharm bestreitet, an dem Handel mit möglicherweise unwirksamen Medikamenten beteiligt zu sein. Das Brandenburger Gesundheitsministerium untersagte der Firma den Handel mit den betroffenen Krebsmedikamenten aus Griechenland, entzog dem Pharmahändler aber nicht die Großhandelserlaubnis. Dazu teilte das Ministerium "Kontraste" mit, es lägen "keine Hinweise vor, dass mit Arzneimitteln, die Gegenstand von Straftaten geworden sind oder die in ihrer Qualität beeinträchtigt sind, gehandelt wurde."

Warnung an Ärzte und Patienten


Der Onkologe Professor Wolf-Dieter Ludwig von der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft kritisierte das Verhalten des Brandenburger Gesundheitsministeriums als "verantwortungslos". Die Behörde hätte nach ersten Hinweisen eine Warnung an Ärzte und Patienten herausgeben müssen und dafür sorgen müssen, "dass diese Medikamente so rasch wie möglich aus dem deutschen Markt verschwinden." Auch die oberste griechische Arzneimittelaufsicht EOF äußerte sich gegenüber "Kontraste" verwundert, dass der Skandal in Deutschland nie bekannt wurde und Lunapharm die Lizenz nicht entzogen wurde: Im Augenblick, als man die deutschen Behörden informiert habe, dass illegale Medikamente im Umlauf seien, "hätte man die Öffentlichkeit informieren können", sagte Ioannis Malemis von der EOF.

3 Kommentare

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was soll man überhaupt noch glauben, erst der Apotheker aus Bottrop der krebsmedikamende gestreckt hat , jetzt der Skandal mit den Medikamenten aus Griechenland.wem soll man noch vertrauen als kranker mensch.ich habe schon mal einen Artikel kommentiert. das ist nur die spitze des Eisberges, so ist es tatsächlich.
  • 13.07.2018, 21:11 Uhr
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Man weiß schon nicht mehr wie das alles noch enden wird. Geldmacherei jeder will sich eine goldene Nase verdienen, an die Menschen die täglich gegen den Krebs kämpfen wird nicht gedacht...die sind eh egal denn nur an deren Angst kann man verdienen, dass fängt bei dem kleinen Gauner an und hört NICHT bei den großen auf. Traurig wenn man es erst durch die Medien erfahren muss. Ich wünsche niemandem was schlechtes, ABER genau diese Gangster sollten mal mit der Angst leben die Krebspatienten durchmachen müssen und sich an jeden Strohhalm klammern. Ich weiß wovon ich rede
  • 13.07.2018, 11:41 Uhr
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