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Bauernregeln Juni 16

Bauernregeln Juni 16

11.06.2016, 09:26 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

[ü][/ü]Warmer Juni mit wenig Regen und viel Sonnenschein

Gerard Zacher hat Bauernregeln und Wissenswertes für Juni zusammengestellt

Deggendorf --Vom Juni erwartet der Gärtner und Bauer viel Wärme und Trockenheit, so Kneippvorsitzender Gerard Zacher, der wieder aktuell Bauernregeln, Lostage, besondere Feste und Wissenswertes für Juni zusammengestellt hat. Der Juni soll warm sein mit Regen und Sonnenschein. Schwendtage, sogenannte „dies atri“ sind am 1., 12., 17. und 30. Juni. Lostage sind am 8., 11., 15., 19., 24., 27. und 29. Juni. Es gibt viele allgemein Bauerregeln für Juni, so z.B.: Auf den Juni kommt viel an, ob die Ernte soll bestahn.
Bleibt der Juni kühl. wird's dem Bauern schwül.
Blüht der Stock im vollen Licht, große Beeren er verspricht.
Brachmonat kalt und naß, leert Scheuer, Koch und Faß.
Bringt der Juni Donnerwetter, dann wird das Getreide fetter.
Der Juni macht Heu. Der Juni verdirbt das ganze Jahr, wenn er kalt und regnerisch war. Donnert's im Juni, so gerät das Korn.
Es braucht im Juni Sonnenschein, soll'n Feld und Garten schön gedeihn.
Justinus (1.Juni) klar, gutes Jahr. Schönes Wetter auf Fortunat, ein gutes Jahr zu bedeuten hat. Nach einem alten Volksglauben muss am 8.Juni -einem wichtigen Lostag - das Abendessen bis zum letzten Bissen verzehrt werden, sonst bleibt man bei der Arbeit den ganzen Sommer im Rückstand; je mehr Reste, je höher der Rückstand. Gemeint war früher damit wohl die Heuernte. Der um 550 n. Chr. verstorbene Bischof von Vermand St.Medardus (8.Juni) ist Patron der Bauern, Winzer und Bierbrauer. Er sorgt für Fruchtbarkeit der Felder und Weinberge und für Regen. Bei Zahnschmerzen, Fieber und Geisteskrankheiten wird seine Hilfe bzw. Fürbitte gefleht.
Medardus (8.Juni) ist ein nasser, hält so schlecht das Wasser. St. Medardus keinen Regen trag, es regnet sonst wohl 40 Tag. Wie's wittert auf Medardustag, so bleibts sechs Wochen dann danach. Regnet's am Medardustag, regnet's noch 40 Tag danach. Wie's Wetter auf Medardi fällt, meist bis Monatsende hält.
Die Schafskälte (ab 9.Juni) ist ein häufiger um diese Zeit (Zeit der Schafschur) auftretender Kälterückfall, verursacht durch Einbrüche kühler Meeresluft nach Mitteleuropa. Einen beispielhaften und nachahmenswerten Brauch begeht am 9. Juni die USA. Dort dreht sich an diesem Tag alles um die ältere Generation des Landes. Es ist der Tag der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger.
Margarete(10.Juni) - die Regenfrau. Hat Margarete keinen Sonnenschein, kommt das Heu nie trocken rein. Regnet es an Banabas (11.Juni) schwimmen die Trauben bis ins Fass. Barnabas macht Bäum` und Dächer naß. Regen an St. Barnabas, währet 40 Tage ohne Unterlass. St. Barnabas schneidet das Gras. Barnabas macht, wenn er günstig ist, wieder gut, was verdorben ist. Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen. Zu Sankt Barnabas gehört die Sense auf die Wiese. Auf Barnabas (11.Juni) die Sonne weicht, auf Luzia sie wieder herschleicht.
Ist's am Fortunatstag (12.Juni) klar, so verheißt's ein gutes Jahr. 13. Wenn an St. Anton gut Wetter lacht, St. Peter (29.) viel in Hat
Antonius (13.Juni) starken Regen, geht ‘s mit der Gerste wohl daneben. An Sankt Anton (13.Juni) ist gut Flachs säen.
Große Kälte am Antonitag, gar nicht lange dauern mag.
Regnet's am Antoniustag, wird's Wetter später wie es mag.
Der heilige Antonius von Padua wird gerne als „Schlamperlpatron“
bezeichnet, denn er wird für das Wiederauffinden verlorener
Sachen angerufen, überhaupt gilt er als „Helfer in allen Nöten“.
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Der Wind dreht sich um St. Veit (15.Juni) , da legt sich`s Laub auf die andere Seit`. Wer dem Veit nicht traut, kriegt auch kein Kraut. Regnet`s an Veit, Gerste nicht leid`t. Hat St. Veit starken Regen, bringt er unermeßlichen Segen. Heiliger Veit, regne nicht, daß es uns nicht an Gerst' gebricht. Ist zu St. Vitus der Himmel klar, gibt es ein fruchtbares Jahr. Nach St. Vitus ändert sich die Zeit, alles geht auf die andere Seit'. Die Nachtigall singt nur bis Vitustag. Wer auf St.Benno (16.Juni) baut, kriegt auch viel Kraut. Wenn's regnet an Sankt Gervasius (19.Juni), es vierzehn Tage regnen muss. Freilich ist heuer am 19. Juni Fronleichnam. Am 21. Juni ist Sommeranfang, der längste Tag des Jahres. Schon seit alter Zeit wird am 21. Juni das Fest der Sommersonnenwende gefeiert,das aber auch auf den Johannistag (24.6.) verschoben wird. Man nimmt an, dass die ursprüngliche vorchristliche Festzeit um Sommersonnenwend als Mittsommerfest 14 Tage dauerte. Weit verbreitet ist das Feuerbrauchtum. In heidnischer Zeit glaubte man, dass in der kürzesten, wie längsten Nacht des Jahres die Götter auf die Erde hinab stiegen, weshalb auf den Altären den Göttern zu Ehre Feuer brannten. Durch angezündete Höhenfeuer erinnerte man sich an die Scheiterhaufenglut. Bis in die jüngste Zeit werden große Feuer entzündet und man lässt Feuerräder rollen. Man fasst sich an den Händen und tanzt um das Feuer. In Lalling war früher hinter der Kirche St.Stephanus ein großes Feuer entflammt worden. Nicht nur Liebespaare sprangen über das Feuer, um Glück für das nächste Jahr zu haben. Kneippvorsitzender Gerard Zacher erinnert, dass dort früher auch Kräuter in das Feuer geworfen wurden, man erwartete sich dann eine gute Gesundheit. Zur Sonnenwendfeier gehörten natürlich auch Musik und Tanz. Seit alters her wird an diesem Tag der Geburtstag Johannes des Täufers gefeiert. Die vielerorts um das Johannisfeuer gepflegten Bräuche sollen Glück und Segen spenden. Einem Bad am Johannistag und den um die Mittagszeit gesammelten Holunderblüten sagt man verstärkte Heilkraft nach. Am Vorabend des Johannistages, der geheimnisvollsten und kürzesten Nacht des Jahres, am 23. Juni, werden Johannisblumen gesammelt, hinter Kruzifixe und Heiligenbilder oder unter das Dach gesteckt, damit der Blitz nicht einschlägt. Vor allem die Johannisblume schmückte Haus und Stall in Kränzen und Sträußen. Bei Gewitter wurde auf sie zurückgegriffen, um sie im Herdfeuer zu verbrennen. Auch als Heilkraut wurden die Sträuße benutzt Vor Johanni (24.Juni)bitt um Regen, hernach kommt er ungelegen. Am Sankt Johannistag(24.Juni) hat der Teufel keine Macht. Am St. Johannitag soll man die Zwiebeln legen, Johannisregen bringt schlechte Ernte zuwegen. Die Bienen vor Johannis schwärmen, sind bessere als die nach Johannis. Johannisregen - ohne Segen. Glüh`n Johanniswürmchen helle, schöner Juni ist zur Stelle. Regnet's am Johannistag, regnet es noch vierzehn Tag. Johanni trocken und warm, macht den Bauern nicht arm. Johannis tut dem Winter wieder die Türe auf. Der Kuckuck kündet gar teure Zeit, wenn er nach Johanni schreit. Vor dem Johannistag, keine Gerste man loben mag. Regen am Johannistag, nasse Ernt` man erwarten mag. Sankt Johannis Regengüsse, verderben uns die besten Nüsse. An Sankt Johanni Abend, leg die Zwiebel in ihr kühles Beet. Wenn die Johanniswürmer glänzen, darfst du richten deine Sensen. Wie's Wetter am Johanni war, so bleibt's wohl 40 Tage gar. Vor Johannis muß man um Regen bitten, nach Johannis kommt er von selbst. Am Johannistag die ersten Kirschen nach Hause trag.
Am 27.Juni ist der Siebenschläfertag: Der Legende nach wurden sieben christliche Brüder im Jahre 251 n. Chr. in der Höhle bei Ephesus eingemauert und schliefen 200 Jahre. Nach 200 Jahren wurden sie befreit, bezeugten ihren Glauben an die Auferstehung der Toten und starben. Der Siebenschläfertag gilt als der Tag der Wetterentscheidung für die schönsten Wochen des Jahres und der Erntezeit, er ist seit der gregorianischen Kalenderreform im Jahr 1582 meteorologisch auf den 7. Juli verschoben. Und tatsächlich fällt das Wetter der folgenden sieben Wochen in fast zwei von drei Fällen (ca.63 Prozent) ähnlich aus wie Ende Juni, Anfang Juli. In diesem Zeitraum stabilisiert sich die Wetterlage über Europa. Dann entscheidet sich, ob unser Sommerwetter vorwiegend durch warme südliche oder kalte nördliche Luftströmungen beeinflußt wird.
Ist der Siebenschläfer(27.Juni ) nass, regnet's ohne Unterlass. Regnet's am Siebenschläfertag, es sieben Wochen regnen mag. Wie`s Wetter am Siebenschläfertag, so bleibt es sieben Wochen danach. St.Peter und Paul (29.Juni) klar, bringt ein gutes Jahr. Um Peter und Paul wird dem Korn schon mal die Wurzel faul. Petrus schwimmt im Schiff daher oder dahin. Schön zu St. Paul, füllt Tasche und Maul. Wenn es am Peterstag regnet, so regnet es im ganzen Schnitt. Peter und Paul haben Wasser im Maul. gz

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