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Bauernregeln Oktober 2016

Bauernregeln Oktober 2016

02.10.2016, 16:28 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Erntedankfest und Rosenkranzmonat

Besondere Feste, Heilige und Bauernsprüche Oktober


Deggendorf --Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für
den Monat Oktober wieder besondere Feste und Bauernsprüche
zusammen gestellt. Ist der Oktober warm und fein, folgt ein scharfer Winter drein. Ist er aber kühl und naß, bleibt dann die Winterkälte blaß.

Anfang Oktober wird an einem Sonntag, heuer ist das der2., das Erntedankfest gefeiert - ein uralter Brauch schon seit vorchristlicher Zeit bei Griechen, Römern und Juden, weiß Gerard Zacher.
1773 wurde in Preußen erstmals ein regelmäßiger Entedank-Tag eingeführt; für die katholische Kirche in Deutschland legten die deutschen Bischöfe 1972 den ersten Oktobersonntag als Erntedank-Termin fest.


Die alten heidnischen Vorfahren begingen das Fest mit grossen Opfern; war die Ernte reich ausgefallen und gut eingebracht dankten sie Wodan dafür, dass er die Früchte des Feldes hatte gedeihen lassen und den Menschen eine reichliche Ernte gewährt hatte.

In den Kirchen werden neben dem Altar an diesemTag zum Dank
an Gott, die Früchte des Feldes und Gartens , Getreide, Obst usw.auf schön aufgerichtet.Mit Blumen bekränzt werden die Tiere beim
Almabtrieb im Gebirge, der jetzt beginnt, nur, wenn es keine Toten gegeben hatund das Vieh nicht an Krankheiten litt.

Am 3. Oktober ist der Tag der Deutschen Einheit.

Der Oktober gilt seit dem Mittelalter als Rosenkranzmonat und ist - wie der Mai - als Marienmonat, der Gottesmutter Maria geweiht.
In Bayern wird der Rosenkranzmonat ganz besonders innig


Der Rosenkranz, vom Spätmittelalter bis in unsere Zeit eine Gebetsform für einzelne und Gruppen, hat sich aus alten Mariengebeten (capelletum Mariae, psalterium - , rosarium -, sertum -) entwickelt. Die Verbindung einer Gebetsschnur mit 15 "Vater-unser", 15x10 "Ave-Maria" und 15 "Ehre sei dem Vater", womit die Betrachtung von 15 Geheimnissen ("Gesätzen") des Jesusgeschehens verbunden ist (= ganzer Rosenkranz - im Gegensatz zum Rosenkranz mit 5 Zehnern mit je 5 Geheimnissen) wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts durch den Kölner Dominikanerprior J. Sprenger zur Grundlage des Rosenkranzes gemacht. 1475 gründete er in Köln die erste Rosenkranzbruderschaft. Papst Sixtus IV. (1471-1484) empfahl 1478 den Rosenkranz, dessen 15 Geheimnisse (freudenreicher, schmerzhafter und glorreicher Rosenkranz) seit 1483 bis heute im wesentlichen gleichgeblieben sind. Legendarisch setzte sich die Meinung durch, der hl. Dominikus habe aus der Hand der Gottesmutter den Rosenkranz empfangen und sei Urheber der Rosenkranzbruderschaften. Die Dominikaner betreuen seit jeher das Rosenkranzgebet besonders. Der Sieg über die Türken in der Seeschlacht von Lepanto am 7. Oktober 1571 wurde wesentlich dem Rosenkranz zugeschrieben, denn zur Zeit der Schlacht beteten in Rom die Rosenkranzbruderschaften um einen Sieg. Pius V. (1566-1572) gestattete 1573 allen Kirchen mit eigenem Rosenkranzaltar ein Rosenkranzfest am ersten Sonntag im Oktober. 1716, nach dem Sieg über die Türken bei Peterwardein wurde das Fest durch Clemens XI. (1700-1721) auf die gesamte Kirche ausgedehnt. Leo XIII. (1878-1903) ordnete für den Oktober eines jeden Jahres das tägliche Rosenkranzgebet an, und Pius X. (1903-1914) schließlich legte das Rosenkranzfest wieder auf sein ursprüngliches Datum, den 7. Oktober, zurück. Heute ist es ein gebotener Gedenktag.

Den Rosenkranz in traditioneller Form als Gebetsschnur - es gibt ihn auch als Rosenkranz-Gebetsring - existiert in unzählig unterschiedlichen Ausführungen .Zahlreiche Ordensleute tragen einen Rosenkranz an ihrem Gürtel. Der Papst schenkt seinen Besuchern Rosenkränze mit einem Kreuz, das das Kreuz seines Bischofsstabes wiedergibt. Beim Besuch von Papst Benedikt XVI.
in Bayern konnte das kürzlich mehrmals gesehen werden.

O1.10. Regen an St.Remigius, bringt für den ganzen Monat Verdruß.
Laubfall an Leodegar, kündet ein fruchtbar Jahr.
Fällt das Laub auf Leodegar, so ist das nächste ein fruchtbar Jahr.

Franz von Assisi (1181-1226) - Heiliger Franziskus
Namenstag am 4.10.
Franz von Assisi hatte eine besonderes Verhältnis zu den Pflanzen und predigte immer wieder, Gott habe uns die Erde anvertraut, deshalb sei es unsere Aufgabe, sie zu hüten und zu pflegen. Wenn seine Klosterbrüder Bäume fällten, verbot er ihnen,den Baum ganz unten abzuhauen, damit er die Chance habe, daß er wieder zu sprossen anfange. Auch wollte er nicht, daß der Gärtner zuviel umgruben, damit auch Unkraut und Feldblumen ihren Platz fänden. Die Ansichten des ersten "Umweltschützers", wie man ihn nennen könnte und die er in seinem "Sonnengesang" (Cantico delle creature"oder"Cantico di frate solo") darlegt, sind heute immer noch - oder wieder - aktuell! Der Sonnengesang gehört zu den allerersten dichterischen Gestaltungen der italienischen Sprache.
Franz von Assisi gilt auf grund seines Wirkens auch als erster Tierschützer. Deshalb wird am 4. Oktober, dem Tag des Heiligen Franziskus, weltweit von Tierschützern der Welttierschutztag begangen (siehe unten).
Der Sohn eines reichen Kaufmanns wurde als Giovanni Bernardone in Assisi geboren. Nach seinem Militärdienst wurde er Offizier und führte ein freies, lockeres Leben. 1202 in Gefangenschaft geraten, beschloß er, sein Leben radikal zu ändern und lebte von nun an in selbstgewählter Armut und tätiger Nächstenliebe.
Es wird erzählt, daß er sich in stacheliges Gestrüpp warf, um den Versuchungen der Welt zu entsagen; es waren Rosenbüsche und diese verloren ihre Stacheln - in der Portiunculakirche zu Assisi wird der "dornenlose Rosenstrauch des heiligen Franz" gezeigt.
Eine andere Legende erzählt von seiner spirituellen Liebe zur heiligen Klara. Böse Zungen bezweifelten die Reinheit dieser Liebe, deshalb soll Franz an einem Wintertag Klara vorgeschlagen haben, sich eine Weile nicht mehr zu treffen. Auf Klaras Frage, wann sie sich denn wiedersehen würden, antwortete er: "Wenn die Rosen wieder blühen". Und als sie sich umsahen, blühten an den Dornensträuchern ringsum plötzlich mitten im Winter die Rosen. Klara pflückte einige Blüten und legte sie Franz in die Hand. Und von daher waren sie keinen Tag mehr getrennt.
Er fand viele Anhänger und gründete einen Orden, den 1210 Papst Innozenz III. anerkannte. Schon 2 Jahre nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen. Unter den von Franziskus verfaßten Schriften sind sein Testament und der "Sonnengesang" die bekanntesten.
Giotto [di Bondone, ca. 1267-1337) malte das Leben des Franz von Assisi - die Werke befinden sich in der Oberkirche der Basilika San Francesco - u. a. das Bild "Franziskus predigt den Vögel".


9.10. Regnet`s an St.Dionys, wird der Winter naß - gewiß.
16.10. Mit St.Hedwig. St.Gerard (Majella) und St.Gall schweigt der Vögel Sang und Schall. 17.10. Auf St. Gallen Tag muß jeder Apfel in seinen Sack Gallus vorbei, Birnen und Äpfel sind frei.
Ist St.Gallus nicht trocken, folgt ein Sommer mit nassen Socken.
Viel Regen zu Gallus – Regen bis Weihnachten
Sankt Gallus lässt den Schnee fallen, treibt die Kuh in den Stall und den Apfel in den Sack. 18.10. Ist St. Lukas mild und warm, kommt ein Winter, dass Gott erbarm.
21.10. St. Ursulas Beginn weist auf den kommenden Winter hin.
Wie der St.Ursula-Tag anfängt, soll der Winter beschaffen sein.
23.10. Wenn`s St.Severin gefällt, bringt er mit die erste Kält´.
28.10. Simon und Juda die zwei, führen oft Schnee herbei.
31. 10. St. Wolfgang Regen, verspricht ein Jahr voll Segen

Das Fest Halloween
Über die Ursprünge des schaurig-schönen Gruselfests, das heute als Mix von Karneval, Silvester und Walpurgisnacht gefeiert wird, wissen die wenigsten Bescheid. Es ist nicht ein US-Import, sondern ursprünglich ein mehr als 2000 Jahre altes Fest, dessen Wurzeln auf den britischen Inseln liegen. Erst als irische Auswanderer im 19. Jahrhundert über den Atlantik an die Ostküste strömten, fing Halloween auch in Amerika an, zu (be)geistern und kehrte dann nach Europa - allerdings amerikanisch umgewandelt - zurück.
Der Vorabend von Allerheiligen (engl.: "All Hallows") ist "All Hallows' Even". Dies wurde zu Hallowe'en. Die Bräuche zu Halloween stammen aus vorchristlicher, keltischer Zeit: Um den 31. Oktober war das keltische Neujahr (Samhain, nach dem Todesfürsten Samhain, der von den keltischen Druiden verehrt wurde) und das Fest für die Gottheit der Toten wurde begangen. Diese Gottheit erlaubte den Seelen der Verstorbenen des jeweiligen Jahres, an diesem Tag zurückzukehren. Um sie zu besänftigen und böse Geister abzuwehren, wurden Opfer gebracht, Zaubersprüche und Magie praktiziert. Die Grimasse, das "Irrlicht zu Halloween", die " Jack O'Laterne", einfach Jack, soll ebenfalls böse Geister erschrecken und vertreiben. Damals wurde sie aus Rüben geschnitzt, die alten Kelten kannten ja noch keine Kürbisse. In Amerika nahm man dann später die Kürbisse, sie ließen sich einfacher bearbeiten und sahen / sehen auch viel besser aus.
Halloween ist in Hexenkulturen ein wichtiger, weil zauberkräftiger Feiertag.
Wenn ein Mädchen an Halloween vor einem Spiegel einen Apfel schält, so erscheint das Bild ihres zukünftigen Ehemanns im Spiegel - glaubte man jedenfalls früher.
Beim Halloweenfest in den USA wird das "Apfelfischen" gespielt
Jeder Teilnehmer setzt einen Apfel auf eine Wasserschale. Dann versucht jeder, einen Apfel mit Mund und
&Zähnen herauszufischen - der Eigentümer, dessen Apfel man fischt, wird der Ehepartner! Halloween wird auch in Deggendorf immer beliebter.
gz

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