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Menschen!

Menschen!

11.03.2017, 09:30 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Es gibt, auch hier, so vieles an Meinungen, Anschauungen, Überzeugungen, zu lesen, dass in seiner Fragwürdigkeit und Unschlüssigkeit, nach der Frage verlangt, warum geben sich Menschen dafür her, warum lassen sie sich dafür missbrauchen, und vor allem, warum leiden sie nicht unter der eigenen Fragwürdigkeit.

Siegmund Freud beschreibt, dass der Selbsterhaltungstrieb in Verbindung mit dem Arterhaltungstrieb, jene beiden Kräfte sind, die unser menschliches Sein bestimmen.
Herbert Marcuse belegt, in seinem Buch „Triebstruktur und Gesellschaft“, dass der Mensch durch ganz wenige Grundbedürfnisse bestimmt wird.
Sattgegessen, sattgetrunken, warm und trocken behaust, zufriedengevögelt, ist der Gipfel der Zufriedenheit erreicht, und der Mensch ruht zufrieden und friedlich in sich.
Erst wenn diese „Grundversorgung“ in Frage gestellt ist, wird der Mensch kregel. Er jagt, er sammelt, er baut, und wenn es daran liegt, dass ihm jemand etwas wegnehmen will, dann „kriegt“ er auch!
An dieser triebgesteuerten Grundstruktur ist im ersten Moment garnichts auszusetzen.
Sie schützt die Gemeinschaft, erhält Individuum und Art und ist im Grunde friedlich.
Wenn nicht, ja wenn nicht, die Möglichkeit bestünde, diese Triebstruktur zu steuern.
Die Intelligenz, die der Mensch im Laufe seiner Evolution erworben hat, kann durchaus gegen ihn gerichtet werden.
Jede menschliche Kultur zeugt ihre Schamanen und ihre Häuptlinge. Spirituelle und politische Führer also, deren großes Geschick darin besteht, aus einer Summe von Individuen, einen „Stamm“ zu machen, diesen Stamm einer definierten Aufgabe zu weihen und von diesem Konstrukt gut, und vor allem besser als die Mehrheit des Volkes zu leben.
Funktionieren kann dieses Modell nur, solange die Positionen von Schamanen und Häuptlingen dogmatisch geschützt werden, also sich jeder Kritik entziehen und Kritik auch sanktioniert wird, und zu jeder Zeit eine Bedrohung, ein Feind, von außen, gewährleistet ist.
Wird all das gewissenhaft beachtet, sind Mitglieder des „Stammes“ bereit und willens, Verzicht zu üben, Mehrleistungen zu erbringen und erhebliche Teile ihrer selbst- und Arterhaltungskraft, für diese „höheren“ Ziele zu erbringen.
Die Psychoanalyse beschreibt solche Mechanismen als sublime oder sublimierende Leistungen.
Marcuse beschreibt sie als kulturelle oder kulturschaffende Leistungen durch Verzicht (Frustration).
Ein kleines Beispiel:
Ein sattgegessener, zufriedengevögelter und in sich ruhender Soldat, dürfte das Leben durchaus schön finden und es liebend gerne weiterleben mögen.
Erst wenn er geschunden wird, hungert, kujoniert und gedrillt wird, bis ihm die Augen aus dem Kopfe quellen, er gebrochen und seines Selbstwert beraubt wird, wird er jenes Maß an Aggression in sich tragen, dass es ermöglicht, dass er, sein eigenes Leben dabei riskierend, bereit ist, andere abzuschlachten. Nicht weil der böse Feind ihm die Butter vom Brot nehmen will, sondern weil es ihm befohlen wird.
Kultur kann also durchaus eine Form der Perversion von ansonsten sehr gesunder und „richtiger“ Gefühle und Triebe sein.
An diesem Punkt angelangt, macht es Sinn, die Frage zu stellen, wer, welche Schamanen, welche Häuptlinge oder solche die es gerne werden würden, wen, mit welchen Mittel zu bewegen sucht.
Auch hier ein Beispiel:
Wissen und Können vermittelt dem Individuum Kompetenz.
Die Idee, die Gemeinschaft zu verpflichten, Schulen zu schaffen, zu finanzieren und zu unterhalten, lässt sich aus der Gemeinschaft heraus, im Sinne der Gemeinschaft, argumentieren und umsetzen, weil der Gedanke so schlicht richtig ist, dass seine „Mehrheitsfähigkeit“ fast selbsterklärend ist.
Im Gegensatz dazu, bedarf es, um die Sinnhaftigkeit einer Ideologie zu erklären und eine Gemeinschaft darauf einzuschwören, eines Feindes, einer Bedrohung von außen, die glaubhaft zu machen, bereits wieder, sowohl des Häuptlings- und Schamanentums wie auch einer stringenten Dogmatik bedarf, die die Erschaffung einer subjektiven „Wahrheit“ erst ermöglicht.
Der Mensch ist also gut beraten, genau anzuschauen, wer ihn wie und wozu bewegen möchte.
An dieser Stelle hat die Menschheitsgeschichte insbesondere im europäischen Kulturkreis eine Wendung genommen.
Demokratie fand Einzug. Das Schamanentum wurde aus dem politischen Leben ausgegrenzt und der Priorität der Logik und der Fakten, jener Stellenwert eingeräumt, der friedliches Koexistieren und Leben in Frieden und Freiheit ermöglicht.
Rattenfänger, und das belegt die Geschichte in aller Deutlichkeit, negieren Fakten, leugnen Argumente, bestreiten Wahrheiten und unterdrücken nach Kräften Kritik und die Vielfalt des Denkens.
Wer einem Menschen mit einem gesicherten Grundeinkommen, einem Dach über dem Kopf, einer gesundheitlichen Versorgung, einem funktionierenden Schulsystem, das Gefühl vermitteln kann, er hungere, sei obdachlos und schutzlos der nackten Gewalt ausgesetzt, der ist nicht nur ein begnadeter Demagoge, sondern auch brandgefährlich, für den Fortbestand der Art.
DENKT! Ihr habt es schließlich gelernt!

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28 Kommentare

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Ich denke ja, viele sind einfach überfordert. Es ist einfacher, wenn ihnen jemand sagt, was sie zu denken und zu tun haben. Viele unserer Gesellschaft sind in so einem System groß geworden - und fielen dann in ein Loch, als ihnen die Freiheit in Form von Selbstverantwortung gegeben wurde.
Aber auch die, die ihr ganzes Leben tun und lassen konnten was sie wollten scheinen aus irgend einem Grund heute überfordert zu sein.
  • 11.03.2017, 20:25 Uhr
  • 1
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Ich finde man sucht viele Gründe um zu erklären, wieso manchem Menschen das Selbstdenken nicht gegeben ist oder er es abgegeben hat.
Wieso lassen sich einige von Leitfiguren eine Not, die sie nicht haben, und fiktive Gefahren einreden?
Werte die diese Protagonisten als wichtig angeben, selbst aber nicht befolgen und die, wie treffend beschrieben, nicht leiden unter der eigenen Fragwürdigkeit.
Die Flüchtlingskrise hat vieles an die Oberfläche gespült.
Egoistisch, Überheblich, Satt und Selbstzufrieden schauen sie das Elend an, und meinen, es sei ihr Verdienst in Frieden zu leben und Ihr Überfluss sei in Gefahr.
Dummheit und seelische Verrohung in Selbstgefälligkeit verpackt?
Menschen ganz sicher, aber vorrangig Dummköpfe!
  • 11.03.2017, 19:53 Uhr
  • 4
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Hier wurde ein Kommentar durch den Ersteller entfernt.
Sehr gut, Leon und völlig richtig...
Sind die Grundbedürfnissen ...z.B. durch das bedingungslose Grundeinkommen... weitgehend gesichert, der Alltag des Menschen nicht mehr vorrangig durch existentielle Ängste bestimmt, dann kann sich Kreativität entfalten.
Mit "Satt sein" ist es also nicht getan.
Ein Mensch, der um seine Existenzsicherung weiß, setzt Kräfte frei, die sich nur erahnen lassen...Teilnahme und Interesse an der Gestaltung des gesellschaftlichen Miteinanders, Interesse an kultureller und geistiger Weiterentwicklung, Einsatz für andere, Toleranz und Akzeptanz , neues Interesse an politischer Arbeit...Mitarbeit am Gemeinwohl.
Dies sind .....aus meiner Sicht....nur einige der Möglichkeiten, ein friedlicheres Miteinander zu erreichen.
Denn Menschen, die nicht jeden Tag besorgt und angstvoll verbringen müssen setzen ungeahnte Kräfte und hohe Motivation frei. Werden weniger krank und weniger depressiv.
Arbeitgeber müßten sich mehr anstrengen, um sie für sich zu gewinnen....neue "Augenhöhe" findet statt !!
  • 11.03.2017, 18:34 Uhr
  • 1
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ja, stimmt.
So ist der Mensch

Bertolt Brecht hat es gut ausgedrückt
"Erst kommt das Fressen, dann die Moral"
Also, Essen ist wichtiger als Moral. Moralisch kann nur der handeln, der genug zu essen hat.

Dazu ist der Mensch, evolutionsbedingt ein Herden/Rudeltier und es wird diskutiert, ob er nicht zusätzlich ein Schwarmtier ist im Handeln
  • 11.03.2017, 14:07 Uhr
  • 1
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Es ist leider so wie du es beschrieben hast. Mit leerem Bauch kann man schlecht denken oder studieren. Deshalb versuchen/versuchten die Reichen die Kleinen Leute möglichst zu unterdrücken, indem sie sie erst garnicht hochkommen ließen.
  • 11.03.2017, 13:16 Uhr
  • 1
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Es gibt eine Menge Menschen, die - obwohl es ihnen an nichts mangelt - unzufrieden mit ihrem Leben sind, aus welchen Gründen auch immer
Diese Menschen werden immer verführbar sein.
  • 11.03.2017, 13:08 Uhr
  • 3
Die Menschen brauchen etwas, woran sie glauben können und wo sie Halt finden. Die Religion gibt das für viele nicht mehr her, also suchen sie anderweitig und wenn sich ein "Führer" findet, der diese Bedürfnisse zu erfüllen scheint, folgt man ihm.
  • 11.03.2017, 19:52 Uhr
  • 2
Ja Thomas, und das wird es auch wieder führen....
  • 11.03.2017, 19:57 Uhr
  • 2
Warum sind Menschen nicht sich selbst genug - im buddhistischen Sinn...??? Nicht egozentrisch, sondern im Sinne der Verantwortung der Welt gegenüber.
  • 11.03.2017, 20:21 Uhr
  • 2
Dazu müssten sie die buddhistische Lehre verinnerlichen: nichts begehren.
Wer kann das schon?
  • 11.03.2017, 21:55 Uhr
  • 0
Dann hätten sie ja schon wieder einen "Anführer" oder auch Ideologen. Warum schaffen sie es nicht aus sich selbst raus.
  • 11.03.2017, 22:10 Uhr
  • 0
Das verstehe ich auch nicht.
  • 11.03.2017, 23:08 Uhr
  • 0
Was war als erst da . Das Huhn oder das Ei ?
  • 11.03.2017, 23:59 Uhr
  • 0
Könntest du diesen Zusammenhang mit dem Thema bitte erklären, wize.life-Nutzer?
  • 12.03.2017, 10:52 Uhr
  • 0
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So lange die "Schule des Lebens" an einem bestimmten Punkt - warum auch immer - abgebrochen wird, den Zielen anderer, vermeintlich Stärkeren, Lauteren gefolgt wird, sehe ich schwarz für die Fehlgeleiteten und deren eigenen Denkprozesse... leider!

Interessant wäre, wie Freud das "Heutige" beschriebe,
vielleicht mit:
"Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt."
  • 11.03.2017, 12:56 Uhr
  • 1
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das hast du gut geschrieben, es wird nur leider nicht da ankommen wo es hin sollte
  • 11.03.2017, 12:19 Uhr
  • 2
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Bis auf den letzten Satz gebe ich Dir Recht.
Denken muss man sich selbst aneignen, man lernt es - wenn überhaupt - nur ganz selten in der Schule.
  • 11.03.2017, 12:19 Uhr
  • 1
Ich dachte da auch weniger an die Schule, eher an die Schule der Evolution.
  • 11.03.2017, 12:21 Uhr
  • 1
Da haben einige aber gewaltige Defizite.
Anders ausgedrückt, da bewegt sich die Evolution noch in den Kinderschuhen.
  • 11.03.2017, 12:22 Uhr
  • 2
Thomas, da ist Widerspruch fällig. Basissozialverhalten wie z.B. der Brutpflegeinstinkt, das Herden- oder Rudelverhalten u.a.m. sind sowohl biologisch verankert, wie auch Basis einer kulturell differenziert sich entwickelt habenden Ethik.
  • 11.03.2017, 20:00 Uhr
  • 2
Ich denke, auch lernen durch Erfolg und Misserfolg gehören da in einen Grenzbereich. Und wenn die Überlebensnotwendigkeit des Lernenkönnens zur Mutation des Gehirnes führt und Kapazitäten schafft, dann ist das die Grundlage für ein differenziertes Denkenkönnen!
  • 11.03.2017, 20:27 Uhr
  • 2
*seufz* Nun sei halt so lieb und begreifs!
Um Werkzeuge benutzen zu können, muss uns die Evolution erst mal Patschehändchen wachsen lassen. Danach ist ein großes Hirn nix schlechtes, um so was wie Folgerichtigkeit bewältigen zu können.
Was nutzt dir in der Philosophie der allerschönste Wahrmacher, wenn die Birne zu klein ist, um ihn zu begreifen?
  • 11.03.2017, 21:03 Uhr
  • 1
Gibt es - neben der biologischen - auch eine kulturelle Evolution? Eine interessante Frage!
Ich meine, es gibt sie. Jedenfalls, soweit es die Entwicklung der Menschheit angeht.
Versteht man unter Kultur im weitesten Sinne all das, was den 'homo sapiens' zu dem gemacht hat, was er heute ist: zu einem Lebewesen, das sich die Natur (die belebte und die unbelebte) weitgehend zunutze gemacht hat und auch weiterhin bestrebt ist, sie für sich und sein Fortkommen zu nutzen, ohne sie zu zerstören, so kann man eine evolutionäre Entwicklung nicht leugnen. Und nur, wenn der Mensch es schafft, seine ihm von der Natur gegebenen Fähigkeiten im Sinne einer evolutionären Fortentwicklung einzusetzen, wird die Menschheit als Ganzes imstande sein, zu überleben. Dazu gehört mehr als die Befriedigung der körperlichen Bedürfnisse. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein !
'The survival of the fittest' ist nur gewährleistet, wenn wir auch unsere geistigen Fähigkeiten - Verstand, Vernunft, Einsichtsfähigkeit, Lernbereitschaft, Intelligenz, etc. - zum Wohle des Ganzen einschließlich der uns umgebenden Natur - einsetzen.
  • 11.03.2017, 21:43 Uhr
  • 1
Die Evolution als 'blinder Prozess der Zufälligkeit' braucht unvorstellbar lange Zeiträum, um die Veränderungen sichtbar zu machen. Mutationen geschehen unmerklich im Erbgut der Individuen einer Art. Ihre sichtbaren Auswirkungen manifestieren sich erst durch die Selektion, die dafür sorgt, dass sich am Ende die Veränderungen durchsetzen, die sich als die 'fittesten', d.h. die den gegebenen Verhältnissen am besten angepassten durchsetzen können.
Das'Subjekt' des evolutionären Prozesses ist nicht etwa ein Individuum, nicht einmal eine bestimmte Gruppe, sondern die Gesamtheit der jeweiligen Art, deren Fortbestehen durch die Summe der Mutationen gesichert wird. Soweit also die Biologie.
Nicht anders, so meine ich, verhält es sich mit der kulturellen Evolution. Auch dieser Prozess ist, wie ich meine, keineswegs willensbestimmt, sondern ebenfalls dem Zufall unterworfen, in dem Sinne nämlich, dass auch hier eine Selektion vor sich geht, an deren Ende sich die kulturelle (geistige) oder auch technologische Errungenschaft durchsetzt, die den Fortbestand der Menschheit am ehesten garantiert oder zumindest fördert. Auf dem Weg zu diesem Ziel bleibt manches auf der Strecke, ist nur von kurzer Dauer und Wirksamkeit und verschwindet im Orkus des Vergessens. Es kann Fehlentwicklungen geben, die keinen Fortschritt bringen oder ihn verzögern. Was keinen Erfolg bringt, wird irgendwann eingehen, absterben.
Das Subjekt einer solchen Entwicklung ist durchaus vorhanden: es ist - wie in der biologischen Evolution - die Gesamtheit der Art, d.h. die Menschheit als Ganzes.
Dass kulturelle und biologische Evolution in einem gegenseitign Abhängigkeitsverhältnis stehen, ist evident: die durch den Menschen bewirkten Veränderungen der natürlichen Umgebung beeinflussen mit Sicherheit auch die Gesamtheit der Flora und Faune der Erde, ja sogar die unbelebte Natur. Die spürbare Klimaveränderung führt uns dieses immer deutlicher vor Augen.
  • 12.03.2017, 00:41 Uhr
  • 2
Alleine für diesen Thread hat sich die Mühe des Beitragschreibens schon mehr als gelohnt!
Daher mein Dank an die Diskutanten.
Dank besonders dir, Friedhelm. Du hast das was ich ausdrücken wollte, wesentlich eingängiger und verständlicher formuliert.
Im Laufe dieser Diskussion wurde mir wieder einmal deutlich, dass sowohl die Leistung kultureller Vordenker, ihre prägende Wirkung haben, wie auch ein, ich nenne es einmal "Schwarmverhalten", seinen Einfluss auf ethische Entwicklungen haben.
Natürlich ist der Zeitraum des bewusst denkenden Homo Sapiens ein entwicklungsgeschichtlich verschwindend kurzer, und natürlich ist die Schicht des kulturellen, humanistischen, sozial verantwortlich denkenden Menschen, eine sehr dünne, auf der soliden Basis, des triebgesteuerten Primaten.
Daraus erklärt sich ja auch, dass in Situationen panischer Verwirrung, wenn Wissen, Erwartungen und kulturell mühsam erlerntes in Frage gestellt wird, der alte Affe im Menschen durchbricht und unsere mühsam erlernte "Menschlichkeit" den Bach herunter geht.
  • 12.03.2017, 08:13 Uhr
  • 1
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