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Torfkahnarmada in Worpswede .... nur alle 3 Jahre (22.04.2017)

Torfkahnarmada in Worpswede .... nur alle 3 Jahre (22.04.2017)

24.04.2017, 16:49 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Hallo und einen schönen Sonntagabend!
In diesem Jahr haben wir unser Vorhaben realisiert, uns die TORFKAHNARMADA in WORPSWEDE
anzusehen - getreu dem Motto, Neues zu erleben und Dinge zu tun, die wir bisher nicht getan haben.
Also starteten wir am Freitag, 21.04.2017, gg. 10.00 h in Plön Rtg. Elbe, um bei Glückstadt den Fluss mit der Elbfähre zu überqueren. Wir nutzten aber auch die Möglichkeit, bei dieser Gelegenheit einer lieben, fast 90-jährigen Brieffreundin, die ich über YASUJI aus Japan kennengelernt hatte bzw.seit seinem Besuch hier in Schriftwechsel stand, in Brokdorf einen kurzen Besuch abzustatten - so konnten wir uns endlich persönlich kennenlernen. Waltraud war früher Lehrerin und ist sehr am Leben und Wirken von THEODOR STORM interessiert; das war dann auch bindendes Glied zu Yasuji, der sich im fernen Japan für den plattdeutschen Heimatdichter Schl.-Holsteins begeisterte und den
Kontakt zu jemanden suchte - und so zunächst Eckart Brackert (inzwischen leider schon verstorben) fand - und dann sie kennenlernte.
Na, das war vielleicht eine Überraschung - für sie und für mich; wir haben uns auf Anhieb gut verstanden!
Als wir dann am Fähranleger Glückstadt ankamen, hatten anscheinend schon viele andere die Idee gehabt,die zum Stau neigende Autobahn A7 zu meiden und stattdessen mit der Fähre überzusetzen - jedenfalls
ergab das für uns schon mal eine Wartezeit von 1 Std. ... oder auch mehr! Aber dank des pfiffigen Fährmannes konnten wir - die beiden letzten Pkw`s, die auffahren durften, quer abstellen und kamen so
doch noch mit!
Zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich allerdings schon ab, dass wir es kaum rechtzeitig zur angemeldeten,
geführten MOORWANDERUNG um 15.00 h bis nach Worpswede schaffen würden - deshalb sagte ich der
Tourist-Information schon vorzeitig unser Kommen ab.
Stattdessen besuchten wir das Café und die Ausstellung im TORFSCHIFFSWERFT-MUSEUM in Schlussdorf,
wo anschaulich in einem Film die Herstellung der Torfkähne gezeigt wurde und wir uns anschließend vom
benutzten Werkzeug etc. einen Einblick verschaffen konnten. Das war eine gute Alternative - und die verpasste
Moorwanderung sollte dann in einem weiteren, späteren Besuch noch mal auf dem Programm stehen!
Wir ließen uns hier die hausgemachten Torten - Banane/Kisch und meine, gebacken mit Kartoffelpüree und Schokoladenüberguss - schmecken!
In der JH Worpswede bezogen wir dann rechtzeitig zum Abendbrot unser Zimmer. Die Herbergsleitung hatte uns - entgegen erster Mitteilung - doch ein Zimmer mit eigenem Bad/WC zuge-
schustert! Danke ....
Neben uns war ein Spielmannzug aus Peine im Haus Quartier bezogen, die für die kommende Saison ein Übungswochenende hier eingelegt hatten. Das erinnerte uns an die rd. 10 Übungswochenenden im BUND-
Umwelthaus Neustädter Bucht, wo der Musikzug Wankendorf jeweils ein "Trainingslager" aufgeschlagen hatte, was von mir von Freitag - Sonntag organisiert und hauswirtschaftlich begleitet worden war ...
Am Sonnabend mussten wir dann schon sehr zeitig aufstehen, um die Ausfahrt der (tw. geschmückten)Torfkähne mitzuerleben. Ca. 15 Boote machten sich um 8.00 h auf den Weg von "Neu-Helgoland" nach
Bremen-Findorff. Damit soll an die historische Torfschifffahrt erinnert werden. Früher beluden die Moorbauern aus dem Teufelsmoor ihre Kähne mit Torf, um diesen in Bremen und an der Unterweser zu verkaufen. Noch heute sind die schwarzen Eichenholzboote mit ihren braunen Segeln Symbole der Landschaft. Leider war es uns nicht möglich, auf einem der alten Kähne mitzusegeln - hätten wir gerne gemacht! Von Neu-Helgoland bis zur Scharmbeckstoteler Brücke sollten die Boote rund 1 Std. 20 min unterwegs sein,so dass wir uns auch auf den Weg machten, um sie hier noch einmal in Augenschein zu nehmen, wie es auch einige andere - vermutlich Angehörige der Kahnführer und leider nur wenige Touristen - getan hatten.
Wir fuhren dann weiter in die Innenstadt von Osterholz-Scharmbeck und machten einen kurzen Rundgang durch die Kreisstadt, die aber wenig Sehenswertes bietet. Aber AMERIKA / New-York konnte ich dennoch einen Besuch abstatten, wenn auch nur mit dem Finger auf dem Foto!
Deshalb fuhren wir gg Mittag zurück nach Worpswede und begannen unseren Rundgang erneut an der Kirche, wo wir auf ein interessantes Projekt stießen: Wie vor mehr als 500 Jahren galt/gilt es, eine handschriftliche, bebilderte, einzigartige Bibel zu gestalten - wie vor der Erfindung des Buchdrucks. Die Besucher der Kirche wurden gebeten ... "Bitte schreiben Sie den Bibeltext genau dort weiter, wo ihre VorgängerIn aufgehört hat. So erhalten wir eine vollständig abgeschriebene "neue" Bibel." In einem sog. "Bibelgästebuch sollte jeder dokumentieren, wer am Bibelprojekt mitgewirkt hat.
Das habe ich doch gerne getan und meine Handschrift hinterlassen!
Weiter ging es dann zum Grabmal von Paula Modersohn-Becker, die ich sehr verehre und deren Film über sie ich gerade in den letzten Tagen gesehen hatte!
Anschließend besuchte ich eine Ausstellung der Worpsweder Maler.


Über die Veranstaltung wurde gestern Abend im NDR-Regionalprogramm in der Sendung "Hallo Niedersachsen" berichtet, schau mal

http://www.ardmediathek.de/tv/Hallo-...Id=42276724

27726 Worpswede auf der Karte anzeigen:
Hier klicken um Karte zu öffnen

3 Kommentare

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Herr Dr. Petersen hat ein neues Video über WORPSWEDE
erstellt.



Urlaub alleine, zu zweit, mit der Familie oder sogar in der Kleingruppe; Ferienwohnungen für jede Größe im Willi-Ohler-Haus, direkt auf dem Weyerberg .´
Der Weyerberg (Plattdeutsch Weyerbarg) ist eine 54,4 Meter hohe, aus Sand bestehende Geestinsel im Teufelsmoor bei der Hauptsiedlung Worpswede im Landkreis Osterholz-Scharmbek.
Das Künstlerdorf Worpswede ist weit über alle Grenzen bekannt für seine romantische Lage.
  • 13.05.2017, 11:49 Uhr
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Das hört sich gut an
  • 24.04.2017, 17:04 Uhr
und WORPSWEDE ist immer einen Besuch wert! Bei Interesse kann ich das Willi-Ohler-Haus als Ferienwohnung sehr empfehlen, Edelgard! Schönen Tag, lG wize.life-Nutzer
  • 27.04.2017, 10:31 Uhr
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