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LIEBSCHAFTEN: Der Fotograf und Georgia O'Keeffe's Weg zum Ruhm

LIEBSCHAFTEN: Der Fotograf und Georgia O'Keeffe's Weg zum Ruhm

08.09.2017, 20:44 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

GIORGIA O'KEEFFE, eine amerikanische Ausnahme-Künstlerin widerlegte die Unmöglichkeit als Frau ohne Beziehungen und Vermögen berühmt zu werden. Ihre Erklärung war sehr einfach: "ich habe immer zugegriffen, wenn etwas in Reichweite kam, das ich haben wollte".

Als Malerin im Jahre 1910 Erfolg, Berühmtheit, Anerkennung und eine gesicherte Existenz zu erlangen war eigentlich unmöglich. Einer jungen Kunst-Anfängerin aus Wisconsin, die als Lehrerin ihr Geld verdiente und nebenher einige Kunstakademien besuchte, boten sich keine großen Möglichkeiten.
Nach einem Galerien-Besuch in der berühmten Galerie 291 von ALFRED STIEGLIT in New York, einem sehr erfolgreichen und angesagten Galeristen und Fotografen fasste sie einen mutigen Entschluss. Sie übergab Stieglitz einige ihrer Kohlezeichnungen und bat ihn zaghaft um seine Meinung.
Ein sehr erfolgreicher Galerist aus New York (er war verheiratet und schon 52 J.) und eine unbekannte wißbegierige an Kunst interessierte 29 jährige Kunststudentin näherten sich einander erstmal durch häufige und lange Briefwechsel, der in einer beidseitigen Liebe endete. Während er sie begehrte, sie formte und ihr ein guter Kunstlehrer war, stand sie ihm immer wieder geduldig Modell auch für seine sinnlichen Aktaufnahmen, die er in seiner Galerie ausstellte. Ihre Fotos und Namen waren nach kurzer Zeit eine Berühmtheit in der Kunstwelt.

Doch Georgia verlor ihr eigentliches Ziel - selbst Künstlerin zu werden - nicht aus den Augen. Sie hatte nicht vor
nur Modell, Geliebte (Stieglitz war verheiratet) von Alfred zu bleiben. Sie arbeitete fleißig an großformatigen farbigen Blumenbildern, Stadt-Abstraktionen, Stillifes. Mehr und mehr entzog sie sich dem Posen für Aktbilder und stellte ihre eigenen Bilder in seiner Galerie aus, die er mit großem Elan und Erfolg vermarktete. Die Meinung der Kritiker, ihre Bilder seien "sexualisierte Phantasie" störte sie nicht weiter und die Galerie erreichte immer höhere Preise. Sie war erfreut über Alfreds Geschäftstüchtigkeit, sie brauchte nur zu malen und er machte sie nicht nur berühmt und reich sondern auch finanziell unabhängig.

Trotz der innigen Liebe der beiden (sie heirateten 1924) und hatten einen gemeinsamen Wohnsitz in NYC (ihre letzte gemeinsame Adresse war die East 54th Street 59) zog es Georgia immer mehr weg aus der Stadt und sie lernte New Mexico kennen und lieben. 1934 besuchte sie die "Ghostranch", eine Touristenranch nördlich der Stadt Abiquiu. (Im Jahr 1945 wird sie ihre eigene Ranch von der Erzdiözese Santa Fe kaufen). Diese karge Landschaft mit seinem besonderen Licht und Formationen machte sie atemlos. Viele neue Motive, endlose Inspirationen. Sie fühlte sich angekommen in ihrem eigentlichen Element. Sie malte dort wie besessen, strich durch die karge Landschaft um sie zu zeichnen und Objekte für neue Motive zu sammeln wie Knochenschädel und Geweihe. Während Alfred Stieglitz eine Ausstellung nach der anderen eröffnete, zuletzt in der Galerie "An American Place" und Georgia Bilder über Bilder lieferte, jedoch immer weniger in NYC sein wollte, verstimmte das zwar Alfred, doch Georgia wollte ihre neu gefundene Heimat nicht mehr missen. Zuletzt arbeiteten sie gemeinsam an der Retrospektive "GEORGIA O'KEEFFE im MOMA (MODERN ART MUSEUM)", die im Mai 1946 eröffnet wird.
ALFRED STIEGLITZ stirbt im Juni 1946.
Nur noch selten verläßt Georgia ihre eigene Ranch in New Mexico.

Durch Alfred Stieglitz und ihren enormen Fleiss und ihren unerschütterlichen Glauben an ihre Kunst hat GEORGIA O'KEEFFE Weltruhm erlangt, Anerkennung und Reichtum und lebte eher bescheiden und unluxoriös mit 2 Hunden mit denen sie die karge Landschaft durchstreifte. Viele Besucher und ein junger Assistent unterstützten sie im hohen Alter fast erblindet bis zu ihrem Tod 1986.

4 Kommentare

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Volker Barth
Trotz ihrer großen Liebe zur Einsamkeit muss Georgia sehr erotisch veranlagt gewesen sein, denn ihre Arbeiten sind symbol"trächtig", feinfühlig, intensiv und eben schön "optisch sexuell"!
  • 09.09.2017, 09:53 Uhr
  • 1
Ich denke, sie hat eine gute Mischung gefunden zwischen optischer Schoenheit, Natur und Sinnlichkeit
  • 09.09.2017, 11:51 Uhr
  • 1
Sie schafte ihren Bilder eine sehr anziehende und lebendig, fast reale Note zu verleihen.
  • 10.09.2017, 01:42 Uhr
  • 1
Stimmt Katica, die Bilder haben eine grosse Anziehung und Tiefe ,,
  • 10.09.2017, 21:36 Uhr
  • 0
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