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Jackson Pollock/Lee Krasner:  Kunst - Ruhm - Alkohol - und ein früher Tod

Jackson Pollock/Lee Krasner: Kunst - Ruhm - Alkohol - und ein früher Tod

09.02.2018, 09:22 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

.... die Liebschaft zwischen den beiden Künstlern Jackson Pollock (1912-1956) und Lee Krasner (1908-1984) begann im Jahr 1942 als sie beide an der Ausstellung "American and French Painting" teilnahmen.

Jackson Pollock (geb. in Cody/ Wyoming) kam aus schwierigen Familienverhältnissen mit weiteren vier Brüdern, einer dominanten überforderten Mutter, einem meist abwesenden Vater und vielen Ortsveränderungen. Er war ein zorniger, junger Mann, randalierte, prügelte sich und wurde viele Male aus den Schulen verwiesen. Mit 15 Jahren arbeitete er als Landvermesser im Grand Canyon und kam mit Alkohol in Berührung.

Sein Interesse für Kunst kam durch seinen Bruder Charles, der nach New York gegangen war, um Kunst zu studieren. Jackson folgte ihm und schrieb sich ebenfalls an der Manual Arts High School ein und besuchte die Klasse für abstrakte Malerei. Doch sein Minderwertigkeitsgefühl ein Provinzler in New York zu sein, liess ihn auch hier unter Alkoholeinfluss provozieren, randalieren und machte sich mit Schlägereien unbeliebt. Auch hier wurde er aus mehreren Schulen verwiesen. Er widersetzte sich Autoritäten mit Zorn und Gewalttätigkeit - Sucht und Depressionen wechselten sich ab. Auf Drängen seines Bruders begab er sich für vier Monate in eine Psychiatrische Klinik wo ein Arzt ihm eine Neurose, eine Art Hassliebe zu seiner Mutter diagnostizierte und ihn therapierte.

Doch 1942 lernte er die Malerin Lee Krasner kennen von der er später gesagt haben soll: "ich wäre längst tot, wenn es sie nicht gäbe".

Lee Krasner (27.10.1908). Eine begabte freundliche Malerin, die ihr Studium an der 'Cooper Union' und an der 'Akademie of Design' absolvierte. Neben dem Kubismus und Collage interessierte sie sich, angeregt durch den deutschstämmigen Maler Hans Hofmann, auch für die freie Abstraktion. Bei der gemeinsamen Ausstellung 'American Abstract Artist' begegnete ihr Jackson Pollock. Sie verliebte sich in den raubeinigen Kerl, sie arbeiteten zusammen, inspirierten sich gegenseitig und tauschten beide die figurative Malerei zugunsten der Abstraktion. 1945 heirateten sie und zogen in ein kleines Haus in East Hampton, finanziell unterstützt von der reichen Kunstmäzenin Peggy Guggenheim, um in Ruhe arbeiten zu können - ohne Alkohol - wie Lee hoffte.
Jackson suchte in der abstrakten Malerei besessen nach einem persönlichen Ausdruck und experimentierte in verschiedene Richtungen.
In den alkoholfreien Phasen entwickelte Jackson nun seine neue Malmethode, in dem er auf dem Boden liegende Leinwände statt mit dem Pinsel nun mit fließenden Lackfarben in heftigen Bewegungen (action painting) bearbeitete.
Lee sah in ihm den begabteren Maler, stellte ihre eigene Malerei hinten an, beriet ihn, machte Kontakte für ihn, tat alles, um ihn zufrieden und glücklich zu sehen.

Doch auch erste Erfolge in Galerien, Verkäufe und die Aufmerksamkeit der Kunstwelt, konnten seine innere Zerrissenheit, seine Unzufriedenheit, die Alkoholsucht und Depression nicht vertreiben.
Die Ehe gestaltete sich immer schwieriger. 1954 malte Jackson monatelang nicht mehr - ständig gab es Streit durch Alkohol-Rückfälle. Dann verliebte sich Jackson auch noch in eine junge Künstlerin aus New York, die während Lee's Abwesenheit in Europa bei ihm einzog. Das war zuviel für Lee - sie forderte von Jackson eine Entscheidung.

Doch 1956 fuhr Jackson Pollock zusammen mit zwei Freundinnen im Auto betrunken in den Tod.

Eine 11jährige fruchtbare aber auch furchtbare LIEBSCHAFT zwischen Lee Krasner und Jackson Pollock fand ein schreckliches Ende.

9 Kommentare

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Volker Barth
Alles ging k.o. - aber das "action painting" ist schon o.k.
  • 09.02.2018, 11:41 Uhr
Hinter jedem großen Künstler steckt auch ein menschliches Schicksal nicht nur ein Bild ....
  • 09.02.2018, 11:54 Uhr
Ich habe die DVD von seinem Leben... Jackson ist schon ein herrlich durchgeknallter Typ gewesen.. Seine Kunst gefällt mir einfach...
  • 10.02.2018, 00:47 Uhr
Ich kannte mal einen Maler in Narbonne, der meinte er sei Schüler von Dubuffet... also Art brut... Obwohl er eigentlich mehr Pollock nachempfunden hat... Mir gefallen die Großformate ... und immer wieder kleine Explosionen in den Bildern...
  • 10.02.2018, 10:58 Uhr
Danke Axel für dein Interesse und Kommentar
  • 11.02.2018, 10:14 Uhr
Heidrun, ich finde in jedem Künstler steckt eine Leben, ein Schicksal, eine Seele... Ich kenne fast alle Künstler von denen ich Bilder gekauft habe... keiner berühmt... Für mich ist er nur dann gut wenn sich seine Seele in Bild oder Skulptur wiederfindet
  • 11.02.2018, 12:53 Uhr
Dass wize life über die Bilder von Kulturgeschichten direkt Werbung reinsetzt, finde ich bei allem Verständnis gar nicht gut .....
  • 11.02.2018, 12:54 Uhr
Sehe ich auch sehr
  • 11.02.2018, 13:13 Uhr
So sollte es heißen
  • 11.02.2018, 13:13 Uhr
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