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"Schwarzer Achilles" sorgt für Shitstorm: Zuschauer empören sich über neue B ...

"Schwarzer Achilles" sorgt für Shitstorm: Zuschauer empören sich über neue BBC-Serie

News Team
31.03.2018, 17:30 Uhr
Beitrag von News Team

Die BBC und Netflix arbeiteten zusammen an einer neuen Serie, die schon vor ihrem Start für Furore sorgt: Es geht um eine Adaption der Geschichte des trojanischen Krieges aus Homers altgriechischem Epos "Ilias". Das besondere dabei: Viele der eigentlich griechischen Charaktere, wie Achilles oder der Göttervater Zeus sind schwarz.

Die Serie "Troy: Fall of a City" startete im Februar 2018 sowohl auf Netflix als auch im britischen Fernsehen. Seitdem hagelte es viel Kritik und fatale Zuschauer-Bewertungen (2,8 von 10 Punkten auf IMDb). So kommentierte ein User der Film- und Kinoseite IMDb etwa: Es gäbe viel "Nacktheit und Gewalt zu sehen" - Die Serie versuche "die BBC-Version von Game of Thrones zu sein", doch scheitere kläglich daran den Zuschauer in Bann zu ziehen.

Doch vor allem die Besetzung sorgte für eine gespaltene Zuschauerschaft. So spielt der nigerianische Schauspieler Hakeem Kae-Kazim etwa den Zeus und der Brite afrikanischer Wurzeln David Gyasi mit dem Achilles eine der Hauptfiguren der Serie. Dies wurde schon im Vorfeld der ersten Austrahlung im Internet heftig diskutiert.

David Gyasi als Achilles
David Gyasi als Achilles

So kritisierten einige Twitter-User die Serie wegen historischer Ungenauigkeiten.

"Ich kann es nicht glauben, dass #TroyFallOfACity bestimmte Charaktere mit schwarzen Schauspielern besetzt. Das ist überhaupt nicht historisch korrekt. Achilles war ein Grieche mit blondem Haar und blauen Augen, Zeus war nicht schwarz, was für ein Witz!"

Während ein anderer behauptete: "Ich versuche gerade #TroyFallOfACity zu sehen - Müll. Eine Interpretation der 'Illias' ist gut, aber grobe historische Ungenauigkeiten, ein f*******g Strauß und ein schwarzer Zeus gehen zu weit."

Hakeem Kae-Kazim reagierte auf die heftigen Gegenreaktion des Publikums. In einem Exklusivinterview mit dem britischen "Express" sagte der 55-jährige Schauspieler: "In der Antike waren die Grenzen offen und die Menschen reisten frei." Die Griechen selbst wären eine Unzahl von Schattierungen von hell bis sehr dunkel gewesen.

David Gyasi als Achilles
David Gyasi als Achilles

"Erst seit der Sklaverei ist die Welt schwarz auf weiß zerlegt", fügte er hinzu. Ein Kommentator stellte jedoch die Frage, wie die Menschen wohl reagieren würden, wenn im nächsten Film über eine historische afrikanische Persönlichkeit plötzlich der blonde Brad Pitt als etwa ein Nelson Mandela auftreten würde und wie weit Geschichte und Kultur für "politische Korrektheit" abgeändert werden dürfe.

Achilles-Statue auf Korfu
Achilles-Statue auf Korfu

Laut Produzent Derek Wax hätte "Diversität im Herzen des Castings und dessen, was die BBC und Netflix wünschten" gestanden.


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