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Dieser Labor-Schimpanse lebt 20 Jahre in der Hölle - dann wendet sich das Bl ...

Dieser Labor-Schimpanse lebt 20 Jahre in der Hölle - dann wendet sich das Blatt

News Team
14.06.2016, 12:16 Uhr
Beitrag von News Team

Schimpansen sind die Akrobaten des Urwaldes. Sie erklimmen Baumkronen, hangeln sich durch Verästelungen und schwingen unbekümmert von Liane zu Liane. Labor-Schimpanse Isidor lernte dieses unbeschwerte Affen-Leben nie kennen.

Schon als Einjähriger wurde er eingefangen und für die Forschung verwendet. Als Isidor nach 20-jähriger Gefangenschaft ohne Kontakt zu Artgenossen befreit wurde, war er völlig traumatisiert. Er hatte Höhenangst, an klettern war nicht zu denken. Gesellschaft konnte er nur schwer ertragen. Dabei leben Schimpansen in der Natur eigentlich in Gemeinschaften von 40 bis 100 Tieren.

Auf ungewohnte Situationen reagierte Isidor völlig verängstigt. Er zitterte am ganzen Körper, kaute an den Nägeln. Das 20-jährige Martyrium hatte seine Spuren hinterlassen.

Neues Leben auf Gut Aiderbichl

Auf Gut Aiderbichl, einem Gnadenhof für Tiere, begann für den Schimpansen ab 2000 ein neues Leben. Mit Geduld und viel Liebe überwand Isidor im Affenrefugium Gänserndorf bei Wien allmählich seine Ängste. Nur in die Freianlagen, die bereits 2011 eröffnet wurden, traute er sich bislang nicht.

Während sich die anderen Schimpansen in der Sonne aalten und im Regen herumtollten, stand Isidor immer nur am Eingang zu seinem Wohnraum und beobachtete argwöhnisch das Treiben. Bis letzte Woche. Da wagte sich der 38 Jahre alte Affe erstmals ins Freie. Was für ein Erfolg!

Bei den Betreuern kannte die Freude keine Grenzen. Renate Foidl, die Leiterin der Anlage, hielt Isidors erste Gehversuche mit dem Smartphone fest.

Es sind Momente wie diese, die uns immer wieder zeigen, wie wichtig unsere täglich Arbeit, der Einsatz für Tiere in Not, ist.

Sehen Sie selbst, wie sich Isidor erstmals in Freiheit bewegt.

Diese Tierschützer schauen auch dorthin, wo es richtig weh tut – um zu helfen

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4 Kommentare

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Ein Schimpanse im Dienst der Menschheit...bei mir schlagen da zwei Herzen in der Brust. Aber gut, dass er einen guten Lebensabend verbringen kann....
  • 14.06.2016, 15:41 Uhr
  • 0
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ich freue mich jedesmal wenn ich lese, dass so armen Tieren,die meiner
Ansicht nach von deMenschen missbraucht werden, im Alter doch noch ein schönes zu Hause geboten wird.Es gibt also doch noch Menschen,
die so was wie ein Gefühlbesitzen.
  • 14.06.2016, 15:36 Uhr
  • 2
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Was Menschen Tiere antun, das ist unglaublich "Gnade Gott" wenn das zurück kommt
  • 14.06.2016, 15:20 Uhr
  • 2
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