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Dezember

Dezember

22.12.2016, 10:33 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Viel Wind und Nebel im Dezember sagen ein schlechtes Jahr an Gerard Zacher hat Lostage, Bauernsprüche und Heiligenfeste zusammen gestellt


Deggendorf --Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für Dezember 2016 Lostage, Bauernsprüche und Heiligenfeste zusammengestellt. Neben dem Nikolaus- und dem Weihnachtsfest, dessen zweiter Feiertag dem heiligen Stephan (26.Dezember) geweiht ist, sind im Dezember Lostage der 1. (Eligius), der 2. (Bibiana), der 4. (Barbara), der 13. (Luzia), der 21. (früher Thomas), der Tag der unschuldigen Kinder am 28. Und schließlich Silvester als Abschluß des Jahres 2016.
Kneippvorsitzer Gerard Zacher weiß zum zum zwölften Monat im Jahr mehrere allgemeine Regeln: Dezember lind, der Winter ein Kind. Viel Wind und Nebel in Dezembertagen, schlechter Frühling und schlechtes Jahr ansagen. Fließt im Dezember noch Birkensaft, kriegt der Winter keine Kraft! Je dunkler es überm Dezemberschnee war,
je mehr leuchtet Segen im künftigen Jahr. Wenn der Dezember nicht wintern tut, so wird der Sommer selten gut. Viel Wind und Nebel in Dezembertagen, schlechten Frühling und schlechtes Jahr ansagen. Der Advent ist die geheimnisvolle Zeit der Vorbereitung auf Weihnachten, es ist die stille Zeit: An den Adventkränzen werden alle Sonntage eine weiterer Kerze angezündet und in den katholischen Kirchen werden die Rorate-Ämter gefeiert.
Schon bei den alten Römern -so Gerard Zacher - war der Dezember der letzte Abschnitt des Jahres, das damals allerdings nur über zehn Monate verfügte. Daher rührt auch sein Name: Das römische decem steht für zehn. Bei verschiedenen Kalenderreformen wurde mit dem Dezember eifrig jongliert: Erst hatte er 29, dann 30 und nach Kaiser Augustus endgültig 31 Tage. Früher hieß der Dezember auch Adventsmonat oder Christmonat -aus Vorfreude auf das bevorstehende Weihnachtsfest. Der einzige
Schwendtag ist am 15. Dezember, es ist dies nach altem Glauben ein „dies atri“, ein schwarzer Tag, an dem man nichts Neues begann und keine Reisen unternahm.
Die Bauernregel zu St.Eligius (1. Dezember) lautet: Fällt auf St. Eligius ein starker Wintertag, die Kälte wohl vier Monate dauern mag. Gibt’s Regen am Bibianatag (2. Dezember) - es noch vierzig Tage regnen mag. Die Martyrerin Bibiana wird bei Kopfschmerzen und Unfällen um Fürbitte
angerufen. Kurz vor Vollmond schlachtete man früher gerne den Weihnachterer, ein fettes Schwein, weil da das Fleisch nach altem Glauben saftiger und aromatischer sein soll. Der 1.Advent ist heuer
am 27. November mit Anzünden der 1.Kerze am Adventkranz. In Süddeutschland ist der Adventkranz seit ca. 70 Jahren bekannt, früher schon z.B. in Hamburg. Früher stellten die Altbayern das Paradeisl auf, eine Tannenzweigpyramide mit vier Kerzen. Die heilige Barbara ist Patronin der Türmer, weil ihr Vater sie als Christin in einen Turm eingesperrt hatte,.. Barbara, eine
der beliebtesten Heiligen, zählt zu den vierzehn Nothelfern . An ihrem Tage werden nach altem Brauch die Barbarazweige geschnitten, die an Weihnachten aufblühen sollen. St. Barbara mit Schnee, im nächsten Jahr viel Klee . Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da. Zweige schneiden zu St. Barbara - Blüten sind bis Weihnachten da . Die sogenannten Barbaraglocken werden auf dem Land bei schweren Gewittern geläutet. Das sogenannte Barbarakraut, auch Winterkresse genannt wird, ist begehrt.. St. Gerald (5.Dezember) wird es kalt. Fließt an St. Nikolaus (6. Dezember) noch der Birkensaft, dann kriegt der Winter keine Kraft. Sankt Nikolaus spült die Ufer aus, weiß Gerard Zacher alte Bauersprüch. Der Heilige St.Nikolaus besucht am 5.und 6. Dezember die Kinder und bringt ihnen kleine Geschenke, vorausgesetzt sie waren brav. Der heilige Nikolaus ist Patron des Wassers und der Schiffer und schützt vor Seenot. Er wird in allen Nöten gerufen und gilt zudem als Schutzheiliger der Pilger und Reisenden.. Er wurde im dritten Jahrhundert in Griechenland geboren und wurde später Bischof in Lykien (heutige Türkei). Man weiß nicht viel über ihn, außer daß er bei den Christenverfolgungen zwischen 345 und 351 ermordet wurde. Einzig sein Todestag ist sicher. Der hl. Nikolaus von Myra gilt als Patron der Kinder und Schüler, er soll drei Schüler, die ein geldgieriger Wirt erschlagen hatte, wieder zum Leben gebracht haben. Ist St. Ambrosius (7.Dezember) schön und rein, wird St.Florian (22.12.) ein wilder sein. Mariä Empfängnis (8. Dezember) war früher in Bayern ein Feiertag, stellt Gerard Zacher fest.Die Bauersfrauen arbeiteten an diesem Frauentag nicht. Zu Mariä Empfängnis Regen, bringt dem Heu keinen Segen, kennt Gerard Zacher einen Bauernspruch.
Wenn zu St. Lucia (13: Dezember) die Gans geht im Dreck, so geht sie am Christtag auf Eis. St. Lucia kürzt den Tag, soviel sie ihn nur kürzen mag. An Sankt Lucia, ist der Abend dem morgen nah. Früher ging die Luzier messerwetzend umher und erschreckte die Kinder. Sie trat an die Stelle der früheren germanischen Lichtgöttin, in Schweden symboliisert die Luzienbraut noch heute das Licht. Der Luzientag galt lange Zeit als Tag der Wintersonnenwende. Ist St.Lazarus (17. Dezember) nackt und bar, gibt`s einen gelinden Februar. Wenn St.Thomas (früher 21.Dezember, jetzt offiziell am 3. Juli) dunkel war, gibt`s ein schönes, neues Jahr. St.Thomas bringt die längste Nacht, weil er den kürzesten Tag gebracht. Im bayerischen Wald war der blutige Damerl, der in weiße Linnen gehüllt ebenso wie die Luzier lärmend durch die Straßen zog, von Kindern gefürchtet.
Die Thomasnacht ist wie die Andreasnacht (30.November) eine besondere Losnacht, in der nach altem Brauch ebenfalls die Zukunft befragt wurde. Junge Mädchen befragten das Orakel, ob ihnen im nächsten Jahr ein Hochzeiter ins Haus steht.Wer am Thomastag zuletzt aus dem Bett stieg, wurde Thomasesel genannt und den ganzen Tag mit diesem Namen gehänselt. Am Thomastag wächst der Tag nur einen Hahnenschritt Wußten Sie, dass der Weihnachtsmann im 18. Jahrhundert eingeführt wurde, angeblich weil die Protestanten St.Nikolaus ablehnten und dafür einen Ersatz brauchten. Um die Zeit von 16. Dezember, da macht sich gern der Winter breit. Die Adelheid liebt weiße Flocken, da bleibt die Erde selten trocken. Um Adelheid, da kommt der Schnee, der tut der Wintersaat nicht weh. St. Lazarus (17. Dezember) nackt und bar, macht einen linden Februar. Um den Tag des heiligen Wunibald (18.Dezember) - da wird es erst richtig kalt.
Zum Heiligen Abend (24. Dezember) weiß Kneippvorsitzender Gerard Zacher gleich mehrere Bauernsprüche:
Ein grüner Christtag, ein weißer Ostertag. Bringt das Christkind Kält und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh. Wenn es Weihnachten flockt und stürmt auf allen Wegen, das bringt den Feldern Segen.
Wie die Witterung an Adam und Eva, so bleibt sie bis Ende des Monats. Wie sich die Witterung vom Christtag bis Heiligdreikönig verhält,so ist das ganze Jahr bestellt.
Ist's Heiligabend hell und klar, folgt ein höchst fruchtbares Jahr. Christnacht im wachsenden Mond,
gibt ein Jahr, das sich lohnt Wenn's Christkindlein Tränen weint, vier Wochen keine Sonne scheint.
Wie sich die Witterung vom Christtag (25. Dezember bis Heiligdreikönig verhält, so ist das ganze Jahr bestellt. Es beginnen die früher so gefürchteten Raunächte: Ist es in den zwölf Rau-
nächten mild - sind sie milden Winters Bild. Früher glaubte man, dass diese zwölf Nächte zwischen
Weihnachten und Heilig Drei König für jedes Monat des folgenden Jahres das Wetter anzeigen. Ist's windig an den Weihnachtstagen, sollen die Bäume viel Früchte tragen ,kennt Gerard Zacher
einen interessanten Bauernspruch. Wintert's zu Weihnachten nicht, so wintert's danach. Zacher verweist auf einen der wohl bekanntesten Bauernsprüch: Weihnachten im Klee - Ostern im Schnee. Grünen am Christtag Feld und Wiesen, wird sie zu Ostern Frost verschließen;
hängt zu Weihnachten Eis an den Weiden, kannst du zu Ostern Palmen schneiden.
Doch: Bringt St.Stephan (26. Dezember) Wind, die Obstbauern nicht erfreut sind. St.Stephanus wurde ge-
steinigt und ist u.a. Kirchenpatron in St. Stephan (Seebach) und Lalling. Am 27. Dezember ist das Fest des Evangelisten Johannes, des Lieblingsjüger Jesu. Nach altem Brauch wird in
den Kirchen der Johanniswein gesegnet. Habens die unschuldigen Kindlein (28.12.) kalt, so weicht der Frost noch nicht so bald. Schneit`s am unschuldige Kindl, fährt der Januar in die Schindeln.
Wie das Wetter am 29. Dezember, so im Mai. Silvesternacht (31. Dezember) wenig Wind und Morgensonn, gibt viel Hoffnung auf Obst und Korn. Wind in St.Silvesters Nacht, hat nie Obst und Korn gebracht. Was für
das neue Jahr auch gilt: Leb' mit Vernunft und Mäßigkeit, so bist du vor allem Wetter gefeit. gz
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