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Bauernregeln Februar 2017

Bauernregeln Februar 2017

01.02.2017, 19:28 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Die Tage „wachsen wieder“ – es wird heller

Der Fasching beherrscht heuer den ganzen Februar

Lostage, Bauernsprüch und Brauchtum im Februar2017

von Gerard Zacher

Deggendorf Der Februar hat heuer 28 Tage,er gilt als der kürzeste Monat im Jahr, so Kneippvorsitzender Gerard Zacher, der wieder Lostage, Bauernsprüch und Brauchtum für den Monat Februar 2017 zusammen gestellt hat. Der Fasching beherrscht heuer den ganzen Februar. Die Tage“wachsen“ wieder.
.

Februarius kommt vom lateinischen februare = reinigen, es war der Monat der Sühne, Besinnung und Besserung, also der Reinigung. Hornung, auch „kleines Horn“ leitet sich wahrscheinlich davon ab, daß in diesem Monat die Hirsche ihr Geweih abwerfen. Weitere Namen sind Feber, Lichtmessmonat oder Narrenmond bzw. Narrenmonat Taumonat nennt man ihn , weil oft langsam der Schnee taut, Regenmonat, weil es oft regnet. Der Februar ist der kürzeste Monat im Jahr, er hat nur 28 Tage. In diesem Monat wartet der Bauer schon auf das Erwachen der Natur. Setzt der laue Frühling aber früher ein, so beginnt alles zu treiben und das kann schwere Folgen haben, denn ein zu baldiger Vorfrühling läßt auf einen langen Nachwinter schließen. Schwendtage (dies atri -schwarze Tage), an denen man früher nichts Neues begonnen hat, sind am 1., 3., 6., 8., und am 16. Februar.

Die Tage werden wieder länger: An Neujahr um einen Hahnenschritt, an heilig Dreikönig um einen Hirschensprung,
an Sebastian um eine ganze Stund, an Mariä Lichtmeß (2.Februar)merkt man erst was drum. Mit dem Lichtmesstag
begann früher das eigentliche Jahr der Bauern. Um Mariä Lichtmess
herum, sollte noch die Hälfte der Winterfütterung vorhanden sein.
Schon an Pauli Bekehrung (25.Januar)hieß es: Halb hinum - halb
herum. Wer seine Ölvorräte heuer in diesem Sinne - wie es
Kneippvorsitzender Gerard Zacher tat - kontrollierte, konnte
feststellen, dass diesmal mehr als die Hälfte ob des früh einsetzenden Winters verbraucht ist.. In den Kirchen werden an Mariä Lichtmessu.a. die sogenannten Donnerkerzen geweiht, die das ganze Jahrüber vor Blitzschlägen und Feuersbrünsten schützen sollen. Es ranken sich viele Bauernsprüch um diesen früher als Dienstboten- wechsel bekannten Mariä Lichtmess-Tag: Ist's an Lichtmeß hell und rein, wird ein langer Winter sein; wenn es aber stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit. Gibt's an Lichtmeß Sonnenschein kommt auch noch viel Schnee herein. Wenn's um Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nimmer weit, ist's aber hell und rein, wird's ein langer Winter sein. Lichtmess im Klee, Ostern im Schnee. Lichtmess im Klee, Palmsonntag im Schnee.

Der heilige Blasius(3.Februar), -gehört zu den 14 Nothelfern- Märtyrer und Schutzheiliger unter anderem gegen Halsleiden, wird mit dem sogenannten Blasiussegen um Fürbitte angerufen:
Dabei werden vom Priester zwei gekreuzte Kerzen vor den Hals des Betroffenen gehalten, der Segenswunsch gesprochen und mit der rechten Hand das Kreuzzeichen gemacht. Im Volksmund spricht man vom so genannten "Einblaseln", stellt Kneippvorsitzender Gerard Zacher fest . Übrigens Blasiusbrot soll Halsweh kurieren. Bauern-
sprüche dazu: Sankt Blasius stößt dem Winter die Hörner ab. Blasius macht mit dem Winter Schluß. Agathenkerzen Haus und Hof vor Feuer bewahren. Am Gedenktag der hl. Agathe, 5. Februar, wurde früher vielerorts das Agathabrot gebacken, in der Kirche geweiht und an Arme und Kranke verteilt. Agathenbrot fütterte man dem Vieh vor dem Weideauftrieb oder einer Kuh vor dem Kalben.

Gerard Zacher weiß weitere Bauernregeln:
Die heilige Dorothee (6.2.)watet gern im Schnee. Sankt Dorothe bringt meistens Schnee. Ist´s an Apollonia(9.2.) feucht, der Winter meist sehr spät entweicht. St. Eulalia (12.2.)Sonnenschein, bringt viel Obst und guten Wein. Hat´s zu St. Valentin (14.2.)gefroren, ist das Wetter lang verloren. Jeden 14. Februar wird zu Ehren des heiligen Valentin der Valentinstag gefeiert. Was jedoch die wenigsten wissen ist, dass dieser eigentlich der Schutzpatron der Imker ist. Gelebt hatte der heilige Valentin im 2. Jahrhundert nach Christus . Zu seinem Ruf aber kam er aber, weil er Paare, denen es verboten war zu heiraten, heimlich traute. Als jedoch der Kaiser davon erfuhr, ließ er Valentin gefangen nehmen und schließlich am 14. Februar köpfen. Durch zahlreiche Sitten und Gebräuche wurde er aber unsterblich und noch heute feiern Menschen auf der ganzen Welt an seinem Todestag das Fest der Liebe. Friert's um Simeon(16.) ganz plötzlich, bleibt der Frost nicht lang . Ist´s am St. Petri -(22.)Tag kalt, der Winter noch lange halten mag. Findet der Storch Sankt Petri offen den Bach, kommt keine Frostdecke nach. Wie´s Petrus und Matthias (24.2.) macht, so bleibt´s noch vierzig Nacht. St. Mattheis (24.)bricht´s Eis, hat er keins, so macht er eins. Nach Mattheis geht kein Fuchs mehr übers Eis. Wenn sich Sankt Walburgis (25.2.)zeigt, der Birkensaft nach oben steigt Wenn noch so schön die Lerche singt, die Nacht bringt neue Plage. Taut es vor und auf Mattheis, dann sieht es schlecht aus auf dem Eis. Wenn Mattheis kommt herbei, legt die Henne auf dem Bauernhof das erste Ei – heutzutage allerdings bei der Hühnerhaltung meist hinfällig. Landläufig wird der Matthiastag als Vorbote des Frühlings angesehen, betont Gerard Zacher . An ein schlimmes Omen glaubte man früher in der Matthiasnacht: Krankheit stand einer Familie ins Haus, wenn sich Efeublätter, in eine Schüssel mit Wasser gelegt, bis zum nächsten Morgen schwarz verfärbten oder durchweicht waren. Alexander (26.2.)und Leander (28.2.) suchen Märzluft miteinander. Ist Romanus (28.2.)hell und klar, deutet´s an ein gutes Jahr.


Gerard Zacher verweist auch auf einige allgemeine
Bauernsprüche zum Februar: Der Februar baut manche Brück, der März bricht ihnen das Genick. Der Februar ist ein eig'ner Kauz, wenn's nicht g'friert, dann taut's. Der Februar muß stürmen und blasen soll das Vieh im Lenze grasen. Der Februar sagt, zum Januar, hätt' ich die Gewalt wie du, erfrör das Kalb in der Kuh. Läßt der Februar Wasser fallen, so läßt's der März gefrieren. Liegt im Februar die Katz im Freien, kann sie im März vor Kälte schreien.
Milder Februar, Elend das ganze Jahr. gz

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1 Kommentar

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Guten Morgen, den Beitrag finde ich gut. Darf ich fragen, wie du das Foto in den Text eingebunden hast? Ich möchte das auch bei meinem Beitrag machen. Gruß von Friedrich
  • 02.02.2017, 06:06 Uhr
  • 0
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