wize.life
Neu hier? Jetzt kostenlos registrieren und mitmachen! Warum eigentlich?
Bauernregeln April 2017

Bauernregeln April 2017

31.03.2017, 19:54 Uhr
Beitrag von wize.life-Nutzer

Der launige April macht was er will...........

Gerard Zacher hat Bauernregeln und Lostage zusammen gestellt


Deggendorf --Kneippvorsitzender Gerard Zacher hat für den diesjährigen April Bauernsprüche, besondere Feste und Bräuche zusammen gestellt. April wird mit dem lateinischen Wort „aperire“ = öffnen in Verbindung gebracht und auf die Knospen und Blüten bezogen. Heuer ist Ostern
Mitte April mit vorausgehender Karwoche.

April, April – er macht was er will. Sonnenschein und blauer Himmel,
Sturm und Schneeflockengewimmel. Blitz und Donner – Regenschauer -
Plötzlich aus Nebel eine Mauer. Mäntel zieht man an und aus,
geht ohne Schirm nicht aus dem Haus, so fängt ein bekanntes
Gedicht an.

Am Narrentag (1.April) , der heute in fast allen Ländern Europas ist, man werden Mitmenschen gerne in den April geschickt. Das heißt, jemandem unsinnige Aufträge erteilen, die z. T. gar nicht zu erfüllen sind, aber glaubhaft klingen . Fällt der Betroffene darauf herein, wird er Aprilaffe, oder Aprilochse genarrt. Der Ausdruck "jemanden in den April schicken" tauchte in Deutschland erstmals 1618 in Bayern auf. Der zweite Tag des Monats April galt bei Bauern und Weinhändler als Gitteltag, also ein Tag, an dem - drei Stunden nach Sonnenaufgang - ein Geschäft, ein Handel, ein Verkauf besprochen werden sollte. An diesem Tag sollte jeder Betrug entdeckt werden , jede Unehrlichkeit sollte sich gegen den Betrüger selbst richten. Sturm und Wind an Rosamunde (2.) bringt eine gute Kunde.. Wer an Christian (3.) säet Lein, bringt schönen Flachs in seinen Schrein . Ambrosius -4.April- (griech.: der Unsterbliche, Göttliche) war einer der bedeutensten Bischöfe. Er verkaufte seinen ganzen Besitz und gab den Erlös den Armen. Er starb am Ostersamstag 397. St. Ambrosius ist Patron der Wachszieher, Bienenzüchter, der Bienen und Haustiere.Die kath. Kirche feiert jetzt das Fest offiziell erst am 7. Dezember, im alten Bauerkalender steht es am 4. April .St. Ambrosius man Zwiebeln säen muß. Ist Ambrosius schön und rein, wird St. Florian (04.05.) milder sein.. Wenn´s viel regnet am Amantiustag (8.April), ein dürrer Sommer folgen mag.
Ist der Palmsonntag (9.April) ein heiterer Tag, für den Sommer ein gutes Zeichen sein mag, weiß Gerard Zacher einen Bauerspruch. Wenn's den Buben auf die Palmbesen schneit, so regnet's an Ostern der Jungfrau auf die Kränze. Kommen am Palmtage die Palmen trocken nach Haus, so kommen die Garben trocken in die Scheuer.

Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche (althochdeutsch "kara", Klage),. Es ist der traditionelle Name der Trauerwoche vor Ostern, der letzten Woche der Fasten- oder Passionszeit. Seit dem Konzil wird sie auch Heilige Woche genannt. Die Karwoche umfasst die stillen Tage Montag bis Mittwoch und die eigentlichen Kartage Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag.Sie beginnt am Palmsonntag mit dem Gedächtnis des Einzug Jesus in Jerusalem und erreicht über den Grünndonnerstagabend, an dem die Einsetzung der Euchararistie gefeiert wird, ihren Höhepunkt im Gedächtnis des Kreuzestodes Jesu am Karfreitag. Sie mündet am Ende des Karsamstages oder des Ostermorgens in die Feier der Osternacht (Christus ist auferstanden, alleluja). Am Gründonnerstag und Karfreitag Regen, gibt selten Erntesegen. Wenn am Karfreitag Regen war, folgt trocknes, aber fruchtbares Jahr. Karfreitag Sonnenschein - bringt uns reiche Ernte ein.

Am Karfreitag trauert die Sonne bis drei Uhr nachmittags.
(Um drei Uhr starb Jesus am Kreuz.) Wie der Wind ist am Karfreitag, wird er sein das ganze Jahr. Wenn's dem Herrn ins Grab regnet, so gibt's einen trockenen Sommer. Wenn es an Karfreitag regnet,gibt es den ganzen Sommer über große Trockenheit. Wind, der auf Ostern weht, noch vierzehn Tage geht. Wind, der von Ostern bis Pfingsten regiert, im ganzen Jahr sich nicht verliert. Auf einen Bauernspruch weist Gerard Zacher besonders hin: Woher zu Ostern der Wind kommt gekrochen, daher kommt er sieben Wochen.

Leinsamen säen an St. Ezechiel (10.April), dem 100. Tag nach Neujahr, so gedeiht er wunderbar.Der Tiburtiustag (14.April) galt und gilt allgemein als Vorbote des Frühlings.Auf Tiburtiustag alles grünen mag. Kommt Tiburtius mit Sang und Schall, bringt er Kuckuck und Nachtigall. Am fünfzehnten April der Kuckuck singen soll, und müsst er singen aus einem Baum, der hohl Der Sankt Georgstag (23.April) ist ein wichtiger Lostag, an dem sich entscheidet, wie die Saat aufgeht und wie ertragreich die Ernte sein wird. Es wird das Vieh auf die Weide gebracht, das seit Martini (11.November .) im Stall stand. Gewitter vor Georgiustag folgt gewiss noch Kälte nach. Ist Georgi warm und schön, wird man noch raues
Wetter sehn. Ist Georgi (23.4.) schön und warm, gibt's ein Wetter dass Gott erbarm. Zu Georgi soll ein Rabe sich im Roggen verbergen können,
so ein bekannter Bauerspruch, der -so Gerard Zacher- auch vielsagend ist.
St.Alberti (24.April) -Sommertrost. Mit Adalbert kommen die Schwalben.
.Der Festtag des Evangelisten Markus(25.April gilt weiter als weiterer wichtiger Lostag. Teilweise hat sich noch der Brauch erhalten, Bittgänge durch Wiesen und Felder zu machen und dabei für das gute Gedeihen der Feldfrüchte zu beten. auch wird der Wettersegen als feierlicher Schlußsegen zur Messe gegeben.. Der heilige Markus ist Schutzpatron von Venedig, der Bauarbeiter, Korbmacher und Schreiber, er schützt vor Gewitter und Hagel. Solang es vor St.Markus warm ist, so lang
ist es nachher kalt.Bauen um Markus schon die Schwalben, gibt’s viel
Futter, Korn und Kalben.Leg`s erst nach St.Markus Bohnen, er wird dir´s reichlichlohnen.Der Jesuit und Kirchenlehrer Petrus Kanisius(27.April)wurde 1864 selig- und 1925 heiliggesprochen. Seit 1921 ist er der Schutzpatron der katholischen Schulorganisation Deutschlands.Er gilt als Zweiter Apostel
Deutschlands nach St.Bonifatius. Gefrierts an St.Vital (28.April) gefrierts noch fünfzehn mal.. 29. April: Wohl hundertmal schlägt das Wetter um, das ist des Aprils Privilegium . Walpurgisnacht (30.April) Regen auf Walpurgisnacht (30.) hat immer gutes Jahr gebracht Nach heidnischen Glauben sollen Lärm und allerlei Unfug in der Walpurgisnacht (Hexennacht) zum 1. Mai die bösen Geister von Stall und Vieh, von Feld und junger Saat vertreiben.

Kneippvorsitzender Gerard Zacher weiß auch einige allgemeine Regeln zum April: Bläst im April der Nord, so dauerts gute Wetter fort.
Bleibt der April recht sonnig und warm, macht er den Bauern auch nicht arm. Blüht im April der Maulbeerbaum, gibt es Kälte und Frost noch kaum.
Bringt der April viel Regen, so deutet es auf Segen. Den ersten April mußt überstehen, dann kann dir nur noch Guts geschehen. Der April ist ein Freiherr - er gibt Regen und Schnee her. -gz

Mehr zum Thema

2 Kommentare

Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Schön - wenn die Bauernregeln eintreffen. Der Glaube machts!
  • 28.04.2017, 08:51 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.
Sehr interessant! so viele Bauernregeln. Ich habe auch eine kennengelernt:Kunigund macht warm von unt
  • 03.04.2017, 14:32 Uhr
  • 0
Melden Sie sich jetzt mit Ihrem Nutzerkonto an, um Kommentare zu hinterlassen.

wize.life News per Push Benachrichtigung in Ihrem Browser aktivieren

Benachrichtigungen aktivieren