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15 Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte

15 Dinge, die man im Leben gemacht haben sollte

wize.life Freizeittipp
24.05.2017, 13:19 Uhr

Jeder kennt sicherlich den Spruch „das muss man erlebt haben“ – und obgleich darunter je nach Charakter mehr oder weniger logisches fällt, stimmt es in der Tat, dass es einige Dinge auf der Welt gibt, die man absolviert haben sollte, um behaupten zu können „ja, ich habe gelebt“.

Was gibt es lässigeres, als mit einem Cabrio durch die Wüste hinter Los Angeles zu fahren, auf dem Weg zum Atlantik? Hat man wirklich gelebt, wenn man sein Gemüse niemals vom Samen bis zur Schüssel selbst herstellte? Wird man zum besseren Mensch, wenn man für einige Zeit in einer Kultur gelebt hat, die sich völlig von der unsrigen unterscheidet? Die Antwort ist vielleicht – denn natürlich kann man alt werden, ohne die folgenden Tipps zu probieren. Wer es jedoch tut, kann mit Sicherheit behaupten, intensiver gelebt zu haben, als die Masse.

Grundlagen

Doch zunächst einige „Basics“, denn es muss ja Gründe geben, um solche Momente zu erleben.

Warum „muss“ man?

Einzigartige Erlebnisse
Hauptgrund ist dabei das Erlebnis. Zur Liste gehören Dinge, die macht man nicht im Laufe eines normalen Lebens. Und selbst wenn sie einem nicht gefallen sollten, ist man hinterher um Erfahrungen reicher – und Lebenserfahrung ist, ob gut oder schlecht, eine Schatzkiste im Alter.

Ein Gefühl von Freiheit
Daneben bieten alle Punkte einen unterschiedlichen Ansatz, aus dem Alltag auszubrechen. Das wiederum nennt sich Freiheit – etwas tun, was einem das normale Leben nicht abverlangt, weil man es möchte.

Keine spätere Reue
Mit Sicherheit kann man aber hinterher sagen „ich hab es getan“. Es kommen keine Zweifel auf. Denn man war mittendrin.

Die besten Erinnerungen sind so stark, dass man sie jederzeit abrufen kann – und nicht nur mithilfe eines Fotoalbums.
Die besten Erinnerungen sind so stark, dass man sie jederzeit abrufen kann – und nicht nur mithilfe eines Fotoalbums.

Und wenn etwas aus der Liste nicht geht?

Angst ist kein Hindernis
Zunächst sollte man eines beherzigen: Neues macht immer Angst, auch die Aussicht auf Mühsal oder Verletzungen. Doch der Volksmund sagt „von nichts kommt nichts“. Lebenserfahrungen sammelt man nicht aus Büchern, sondern durch Selbermachen.

Empfehlungen – keine Gesetze
Außerdem handelt es sich bei diesen Tipps um Empfehlungen. Wer etwas davon nicht tun kann, sucht sich Alternativen. Es geht immer nur darum, einige fett markierte Stellen im Buch seines Lebens zu schreiben.

1. Einen Roadtrip in den USA machen

Hintergründe
Roadtrip – Roadmovie. Wenn etwas ein ganzes Film-Genre erschafft, muss es besonders sein. Im Falle des Roadtrips ein Lebensabschnitt in Dauerbewegung. Kein Verweilen, täglich Neues. Und dazwischen die unendliche US-Weite, die sich schon wegen der landschaftlichen Vielfalt und einem gut ausgebauten Straßennetz wie kaum ein anderes Land eignet.

Vor sich nur Horizont, unter sich nur Straße und hinter sich nur Erinnerungen – der Stoff, aus dem Roadtrips bestehen.
Vor sich nur Horizont, unter sich nur Straße und hinter sich nur Erinnerungen – der Stoff, aus dem Roadtrips bestehen.

Vorgehensweise
Ein Flugticket nach Los Angeles oder New York buchen und dort ein möglichst komfortables Fahrzeug mieten. Kult-Autor Hunter S. Thomson sagte zwar „Als dein Anwalt rate ich dir, ein schnelles Auto ohne Verdeck zu mieten“ aber mit SUVs funktionieren Roadtrips ebenso gut. Und dann heißt es, Generalkurs „nächste Küste“.

Tipps
• Keine steifen Tagesziele festlegen
• Bloß nicht zu wenig Zeit einzuplanen. Drei Wochen mindestens
• Dort anhalten, wo es schön ist
• Nur in Motels übernachten
• Einen USB-Stick mit einem richtig guten Roadtrip-Mix mitnehmen
• Landkarte allabendlich mit Bleistift markieren und zuhause einrahmen

Was man mitnimmt
Die wichtigste Erfahrung ist hier, dass man lernt, sich fernab von Zeit und Raum einfach treiben zu lassen, nur für das Jetzt zu leben. Und natürlich, wie schön die USA sein können.

2. Ein Musikfestival mit Stagediving absolvieren

Hintergründe
Musikfestivals sind berühmt dafür, dass man sich dort wenig um gesellschaftliche Konventionen schert. Dadurch werden sie zu einer Art mehrtägiger Mini-Anarchie. Da können Bankangestellte zusammen mit Zahnarzt-Gehilfinnen und Lageristen in bester Laune „eskalieren“, ohne dass es schief geht. Und von der Bühne in eine Menschenmasse springen und sich weitertragen lassen, ist einfach nur unbeschreiblich.

Berührungsängste sollte man beim Stagediven oder auch Crowdsurfen nicht haben – da wird man in der Praxis überall berührt.
Berührungsängste sollte man beim Stagediven oder auch Crowdsurfen nicht haben – da wird man in der Praxis überall berührt.

Vorgehensweise
Man suche sich ein Musikfestival. Vornehmlich mit rockigerer Musik. Das können die anstehenden Metalfestivals der Schweiz sein oder auch solche im Umland, wie etwa Rock im Park oder Wacken. Anschließend nach Festival-Packliste das Nötigste mitnehmen und los.

Tipps
Goldene Regel „bloß nicht erschrecken lassen“. Man wird Wunderliches sehen, nackte Haut und viel, viel Dreck. Zudem:
• Niemals bei Regen geschnürte Sneaker tragen – die bleiben im Matsch stecken
• Beim Stagediven auf den Rücken drehen, sonst wird man an Stellen angefasst, wo man es nicht will
• Absolut nichts mitnehmen, was nicht verloren gehen darf

Was man mitnimmt
Auf einem Festival lernt man, dass es nicht nur völlig okay, sondern dem seelischen Gleichgewicht richtig zuträglich ist, sich einige Tage lang so zu benehmen, wie man es im Alltag niemals tun würde. Und es zeigt, wie friedlich mehrere zehntausend Menschen miteinander sein können, wenn sie durch Musik verbunden werden.

3. Für einige Zeit in einer anderen Kultur leben

Hintergründe
Nein, in diesem Punkt geht es nicht darum, als Städter in einem Hinterwäldler-Kanton zu leben, sondern wirklich in einer Kultur, die unserer wenig ähnelt. Das können Anden-Dörfer sein oder die schwimmenden Farmen des Mekong-Flusses. Wichtig ist, dass man dabei nicht nur sieht, sondern aktiv erlebt, wie Menschen anderswo leben.

Vorgehensweise
Eine Region fernab von Europa suchen, die einen interessiert. Nächste Anlaufstelle sind Weltreiseblogs oder –foren, in denen man sich Tipps für diese Ecke geben lässt. Dann kann es losgehen. Die meisten Menschen sind sehr offen und wenn man ihnen erklärt, dass man ihre Kultur kennenlernen möchte, helfen sie gern.

Tipps
• Sich zu jedem Essen durchringen (aber niemals Durchfall-Tabletten vergessen)
• Helfen, ohne oberlehrerhaft zu wirken
• Aktiv Kulturaustausch betreiben, statt nur selbst zu lernen
• Vor der Reise die wichtigsten lokalen Bräuche verinnerlichen

Was man mitnimmt
Vor allem, dass es uns hierzulande richtig gut geht. Aber auch, dass selbst Konsumkritiker in einer Überflussgesellschaft leben. Und, dass nur Zwischenmenschliches wirklich glücklich macht.

4. Eigenes Gemüse anbauen und zubereiten

Hintergründe
Bio ist der große Trend. Doch selbst wenn die Bio-Kriterien der Schweiz vergleichsweise streng sind, gibt es doch nichts, was mehr „bio“ ist, als das, was man von der Bodenbearbeitung bis zur Zubereitung selbst erledigt hat. Außerdem lernt man so auch, wie viel Spaß (und Arbeit) es bedeutet, seinen Bauch zu füllen.

Gemüse anbauen muss keine Schwerstarbeit sein – beschäftigt einem aber definitiv vom Spätwinter bis in den Frühherbst hinein.
Gemüse anbauen muss keine Schwerstarbeit sein – beschäftigt einem aber definitiv vom Spätwinter bis in den Frühherbst hinein.

Vorgehensweise
Einen Gartenratgeber im Netz finden. Einer, der zu den heimischen Gegebenheiten passt. Wer nur einen Balkon hat, braucht einen Ratgeber für Balkongemüse; wer einen Garten besitzt, kann grösser denken. Dann stattet man sich mit Werkzeug, Erde und Samen/Pflänzchen aus und legt los.

Tipps
• Sich genau an die Anleitung halten
• Es gerade am Anfang nicht mit der Vielfalt übertreiben
• Das Gemüse so zubereiten, dass man es richtig schmeckt (also nicht als verkochtes Einerlei)
• Sich auch einfach mal raus setzten und an der rein optischen Pracht erfreuen.

Was man mitnimmt
Es ist ein weiter Weg vom Samenkorn bis zur Mahlzeit. Und vor allem hängt man mit mehr Herzblut an „seinen“ Pflanzen, als man es jemals für möglich gehalten hätte.

5. Schneller als 200km/h fahren

Hintergründe
Ja, es ist risikoreich. Aber wer nie seine Tachonadel jenseits der 200km/h sah, wird auch nie verstehen, welcher Reiz von Geschwindigkeit ausgehen kann. Gerade für Umweltbewegte kann es deshalb gut sein, mal die andere Seite dieser Medaille kennenzulernen.

Vorgehensweise
Man suche sich eine Schweizer Rennstrecke, die „Trackdays“ anbietet. Und dann aufs Gas drücken und das Gefühl genießen.

Tipps
• Auf ausreichende Profiltiefe achten
• Nur so weit gehen, wie man es verantworten kann
• Nur, wenn wenig bis nichts auf der Strecke los ist
• Am besten auf Geraden die 200 überschreiten und in Kurven vom Gas gehen

Was man mitnimmt
Den Rausch der Geschwindigkeit. Und dadurch ein Verständnis dafür, was andere antreibt, die diesem Rausch anheimgefallen sind – und somit mehr Bewusstsein anderen gegenüber.

6. Ein Fahrsicherheitstraining absolvieren

Hintergründe
In der Fahrschule lernt man nur Basics. Doch wie man „richtig“ fährt, sich in Extremsituationen verhält und wirklich umweltschonend lenkt, lernt man nur in Fahrsicherheitstrainings. Zu den Boni eines solchen Kurses gehört neben der erhöhten Sicherheit im Verkehr und der Schonung der Umwelt auch, dass viele Autoversicherungen das Fahrsicherheitstraining finanzieren oder anderweitig honorieren. Außerdem absolviert man sie mit seinem Auto und lernt dessen Fahrcharakteristika kennen – nicht die irgendeines Fahrschulwagens.

Fahrsicherheitstrainings bieten sich auf jeden Fall für Neulenker an – und nach einem Autokauf, damit man weiß, wie „der Neue“ reagiert.
Fahrsicherheitstrainings bieten sich auf jeden Fall für Neulenker an – und nach einem Autokauf, damit man weiß, wie „der Neue“ reagiert.

Vorgehensweise
Weil manche Versicherer Kursausrichter vorschreiben, sollte die erste Anfrage an die Autoversicherung gehen. Zumindest beteiligt sich aber der Schweizer Fonds für Verkehrssicherheit i.d.R. mit 100 Franken. Wer Wahlfreiheit von bekommt, kann sich im nächsten Schritt beispielsweise an den TCS wenden, der eine große Bandbreite an Kursen anbietet.

Tipps
• Keine Panik, auf den Trainingsparcours kann nichts schief gehen
• Ruhig den Spaß an der Sache genießen; Driften und Co. sind definitiv spaßig
• Das Training nach einem Autokauf wiederholen – jedes Auto ist anders.

Was man mitnimmt
Man wird zum besseren Fahrer, denn man weiß nicht nur, wie man selbst reagiert, sondern auch, was das Auto wann wie tut. Und auf einem Trainingsparcours ist diese Erkenntnis wesentlich sicherer als „live“.

7. Einen Kultfilm-Marathon absolvieren

Hintergründe
Kultfilme gibt es wie Sand am Meer. Und sich mit dem Partner oder guten Freunden auf der Couch zu verschanzen und sich eine ganze Reihe von guten Filmen nacheinander anzuschauen, ist eine Erfahrung fürs Leben.

Kultfilm-Marathons können auch genreübergreifend und doch monothematisch sein – etwa nur Filme, die in Las Vegas spielen. Da gibt’s Dutzende.
Kultfilm-Marathons können auch genreübergreifend und doch monothematisch sein – etwa nur Filme, die in Las Vegas spielen. Da gibt’s Dutzende.

Vorgehensweise
Kaum ein Tipp dieser Liste ist so frei gestaltbar. Entweder man schaut sich die besten Schweizer Filme aller Zeiten an, wählt ein bestimmtes Genre, oder aber bleibt bei einem Regisseur, Schauspieler oder schlicht Kultfilmreihen wie Star Wars. Dann braucht man nur noch bequeme Kleidung und einen großen Fernseher.

Tipps
• Das Ganze nicht zu einer feuchtfröhlichen Party ausarten lassen.
• Niemals einen Film nur durchs DVD-Cover beurteilen
• Trainingshosen sind Pflicht

Was man mitnimmt
Das gute Gefühl, viele Stunden mit dem Besten verbracht zu haben, was die Filmindustrie beschert. Außerdem mal die Filme genossen zu haben, die man sonst beim Zappen immer ignoriert.

8. Mit weniger als 100 Euro/Franken einen Strandurlaub absolvieren

Hintergründe
All-Inclusive kann jeder. Doch wie unter Punkt-3 kann es für den eigenen Horizont hilfreich sein, zu versuchen, so viel Spaß wie möglich mit 100 Franken bzw. lokal Euro aus einem Strandurlaub zu quetschen.

Ohne „Daumen raus“ geht es beim Extrem-Billigurlaub nicht. Dafür wird Trampen durch entsprechende Apps aber auch viel leichter.
Ohne „Daumen raus“ geht es beim Extrem-Billigurlaub nicht. Dafür wird Trampen durch entsprechende Apps aber auch viel leichter.

Vorgehensweise
Planung ist hier alles. Man muss sich nicht nur darüber klar werden, wie es wohin geht, sondern auch, wo man nächtigt und wie die Verpflegung geregelt wird:
1. Strandorte mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten herausfinden
2. Apps zum Trampen benutzen
3. Über eine Couchsurfing-App billige Privatbleiben suchen
Wer dann noch Vorräte mitnimmt, kann einen grandiosen Billigst-Urlaub genießen – ohne Nachteile.

Tipps
• Nicht am Strand schlafen (in einigen Ländern verboten)
• Immer eine mit Geld verbundene Notfall-Option haben
• Sich aktiv auf die Einfachheit einlassen

Was man mitnimmt
Vor allem, dass Luxus nicht der alleinig-seligmachende Urlaubsfaktor ist. Und wie gut Urlaub sich bei „Locals“ anfühlt, statt in Hotels.

9. Mit den eigenen Händen ein Möbelstück fertigen

Hintergründe
Kaufen kann man alles, selbst bauen können jedoch die wenigsten. Und je weniger es tun, desto grösser das Angebot an billigen Pressspan-Möbeln in einer „Qualität“, die nach einem Umzug nur noch für den Müll taugt. Auch hier gilt es einmal mehr, herauszufinden, wie befriedigend es sein kann, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.

Ein selbstgefertigtes Möbelstück muss kein hochkomplexes Gebilde sein. Tische, Bänke oder Stühle lassen sich einfach bauen; das Erschaffen an sich zählt.
Ein selbstgefertigtes Möbelstück muss kein hochkomplexes Gebilde sein. Tische, Bänke oder Stühle lassen sich einfach bauen; das Erschaffen an sich zählt.

Vorgehensweise
Ein einfaches Projekt finden. Kein Schaukelstuhl, sondern vielleicht ein Beistell-Tischchen oder ein Bücherregal. Das Web ist voller Anleitungen. Dann besorgt man sich passendes Werkzeug und legt los. Wichtig dabei ist, dass man a) nicht nach maschineller Präzision strebt (das ist als Anfänger nicht möglich) und b) sich Zeit lässt. Denn der Weg ist hier auch ein Teil des Ziels.

Tipps
• Ein Projekt nehmen, das einen nicht überfordert
• Holz wegen seiner einfachen Bearbeitung bevorzugen
• Nach Möglichkeit etwas bauen, das zur Einrichtung passt

Was man mitnimmt
Dass in jedem ein kleiner Heimwerker steckt – und hoher „Erschafferstolz“. Mit Sicherheit aber, dass es möglich ist, selbst Möbel zu bauen, die robuster und schöner sind, als das meiste, was es im Möbelhaus gibt.

10. Sich ein Jahr lang nicht rasieren

Hintergründe
Zugegeben, auch 2017 liegt Gesichts-Wildwuchs zwar immer noch im Trend, aber für notorische Glattrasierer kann es hilfreich sein, die Klingen für 365 Tage zu verbannen. Nicht nur für eine rein optische Ebene, sondern auch einer tiefenphilosophischen.

Analog zum Haupthaar gilt auch beim Bart: Je länge, desto größer der Pflegeaufwand. Andernfalls sieht mann schnell Chlochard-mäßig aus.
Analog zum Haupthaar gilt auch beim Bart: Je länge, desto größer der Pflegeaufwand. Andernfalls sieht mann schnell Chlochard-mäßig aus.

Vorgehensweise
Von allen Punkten dieses Artikels ist dieser der einfachste. Man(n) hört einfach auf, sich zu rasieren

Tipps
• Vor allem in den ersten Wochen jedem Drang widerstehen, die Matte abzurasieren
• Bart nach jedem Duschgang gründlich kämmen und föhnen
• Keine überteuerten Bartöle kaufen – die kann man selbst mixen.

Was man mitnimmt
Zunächst natürlich, dass ein Bart ein absolutes Statement ist. Dadurch lernt man, sich von „Mittelwegs-Optionen“ zu verabschieden und so auch bei anderen Lebensentscheidungen zu einem „entweder oder“-Menschen zu werden. Außerdem kann man den Enkeln später zeigen, was Opa für ein schicker Bartträger war.

11. Zumindest einen Song fehlerfrei auf der Gitarre spielen und singen

Hintergründe
Musik ist nicht nur Stimmungsmacher, sondern für viele Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens. Doch selbst Unmusikalische sollten zumindest einen Song auf der Gitarre beherrschen. Schon um zu erkennen, dass diese Kunst wirklich von „können“ abstammt. Außerdem, weil man merkt, wie viele Variationen man einem Song geben kann.

Vorgehensweise
Ein Lied finden – nicht unbedingt den Lieblingssong, denn man muss es so oft spielen, dass die Gefahr besteht, sich „sattzuhören“. Außerdem gibt es Lieder, die sind sehr einfach zu spielen und andere extrem komplex. Dann benötigt man eine Klampfe – hier kann es etwas Günstiges sein. Schon für 100 Franken gibt es brauchbare Gitarren. Stimmgerät nicht vergessen.

Tipps
• Durch mehrfaches Anhören des Vorbilds Rhythmus und Text verinnerlichen
• Die benötigten Griffe herausfinden und einzeln spielen lernen
• Den kompletten Song einstudieren
• Wenn das sitzt, den Text erst mitsummen, dann mit dem Gesang anfangen

Was man mitnimmt
Wie schön es sein kann, sich etwas so Komplexes zu erarbeiten – abgesehen von einer geschulten Hand-Mund-Augen-Koordination. Zudem vielleicht ein lebenslanges Hobby. Zumindest aber etwas, mit dem man beim nächsten Grillabend mächtig überraschen kann.

12. Ein Buch schreiben

Hintergründe
Dem E-Book ist es zu verdanken, dass heute weltweit mehr Menschen lesen, als in den vergangenen Jahrzehnten denkbar war. Und ebenso hat praktisch jeder Phantasie. Vielleicht das, was man sich vor dem Einschlafen vorstellt oder etwas, das man seinem Kind schon immer erzählen wollte. Warum also nicht daraus ein Buch machen?

Geschichten fürs eigene Kind sind eine tolle Schreibgrundlage. Es gibt aber auch Autoren, die lassen niemanden ihr Werk lesen.
Geschichten fürs eigene Kind sind eine tolle Schreibgrundlage. Es gibt aber auch Autoren, die lassen niemanden ihr Werk lesen.

Vorgehensweise
Bücher zu schreiben ist nicht schwer. Man darf sich nur nicht von bereits Gelesenem verunsichern lassen. Von der bloßen Idee zum tatsächlichen Buch ist es kein langer Weg, denn man muss nur losschreiben. Natürlich sollte vom Gutenacht-Buch bis zum Actionroman ein Spannungsbogen gehalten werden. Aber wer selbst gerne liest, kann das fast automatisch.

Tipps
• Keine Schreibstile kopieren, sondern selbst machen
• Ein Buch ist genau so umfangreich, wie man braucht, um seine Geschichte zu erzählen
• Bücher leben davon, dass dem Leser alles beschrieben wird – auch das Wetter, Umweltgeräusche und Co.

Was man mitnimmt
Wer sich für mehrere hundert Seiten an den PC setzt, der hat am Ende etwas, worauf er stolz sein kann – selbst wenn er es nicht veröffentlicht. Doch man hat auch etwas für andere. Eine Gutenachtgeschichte, wie sie persönlicher nicht sein könnte. Oder all das zu Papier gebracht, was man dem Partner selbst nicht sagen kann.

13. An einer Demo teilnehmen

Hintergründe
Solange es Unterschiede zwischen Menschen gibt, so lange wird es Gründe geben, zu demonstrieren. Demokratie lebt davon, dass es unterschiedliche Meinungen gibt, die auch publik werden. An einer erlaubten Demo teilzunehmen, ist deshalb gelebte Demokratie und somit nicht nur Ausdrucksweise seiner Ansichten, sondern auch aktive Arbeit zur Verbesserung von Missständen.

Für oder gegen etwas auf die Straße zu gehen, ist gelebte Demokratie und auch im Land der Volksentscheide notwendig.
Für oder gegen etwas auf die Straße zu gehen, ist gelebte Demokratie und auch im Land der Volksentscheide notwendig.

Vorgehensweise
Ein Thema suchen, das einen persönlich bewegt. Das kann, muss aber nicht politisch sein. Dann sucht man übers Internet eine passende Gruppe. Man muss nicht selbst vorbereiten helfen, dabei sein ist alles. Beachtet man dann noch die wichtigsten Demo-Regeln, kann man seinem Anliegen wortgewaltig Ausdruck verleihen

Tipps
• Nur an genehmigten Demos teilnehmen
• Sich in keinem Fall zu Gesetzesverstößen hinreißen lassen – das konterkariert das Anliegen
• Immer gewahr sein, dass es das gute Recht jedes Schweizers ist, zu demonstrieren

Was man mitnimmt
Vor allem, dass Demokratie mehr ist, als seine sein Kreuzchen abzugeben und unter Freunden politischem Ärger Luft zu machen. Und auch, wie schwierig es sein kann, selbst eine Majoritäts-Meinung umzusetzen.

14. Von einem Hollywoodstar ein Autogramm oder Selfie erbitten

Hintergründe
Fast alle haben einen Promi, für den sie auch als Erwachsene schwärmen wie Teenager. Bei diesem Punkt geht es darum, Mut zu zeigen. Denn gerade solche Stars sind ob ihres Status für viele unerreichbares Wunschziel – mit einer Einschränkung, der Bitte um ein Autogramm oder Selfie.

Wer bei großen Auftritten Selfie oder Autogramm erhaschen will, muss schon kreativ sein, um die Star-Aufmerksamkeit zu bekommen.
Wer bei großen Auftritten Selfie oder Autogramm erhaschen will, muss schon kreativ sein, um die Star-Aufmerksamkeit zu bekommen.

Vorgehensweise
Die einfachste Methode wäre es, eine E-Mail an das Management zu schreiben. Dann gibt’s eine Autogrammkarte. Da es an diesem Punkt allerdings darum geht, Ängste zu überwinden, suche man sich eine Veranstaltung des Stars – Kinopremiere, Konzert usw. Und dann heißt es ausharren und die Gelegenheit ergreifen.

Tipps
• So weit vorne wie möglich stehen
• Den Namen des Stars richtig aussprechen können
• Seine Aufmerksamkeit durch ein Schild, Kostüm oder ähnliche Kreativarbeit erregen
• Nicht entmutigen lassen, wenn es nicht klappt

Was man mitnimmt
Dass selbst der größte A-Promi auch nur ein Mensch ist, den man ansprechen kann. Darüber hinaus, über seinen eigenen „Respekts-Horizont“ zu springen – wer einen Promi frech um Autogramm oder Selfie bitten kann, hat auch das Herz für andere Herausforderungen des Lebens.

15. Eine Woche fasten

Hintergründe
Fakt ist, der Durchschnitts-Schweizer weiß nicht, was wirklich Hunger ist. Und in Anbetracht, dass Fasten generell gesund ist, sollte man mindestens einmal im Leben für eine Woche völlig auf Nahrung verzichten. Keine Sorge, Risiken sind erst nach drei Wochen gegeben.

Wenn fasten, dann bitte nur bei stark erhöhter Flüssigkeitszufuhr. Tees, Fruchtsäfte und Wasser eignen sich dafür besonders gut.
Wenn fasten, dann bitte nur bei stark erhöhter Flüssigkeitszufuhr. Tees, Fruchtsäfte und Wasser eignen sich dafür besonders gut.

Vorgehensweise
Es gibt keine richtige oder falsche Fastenzeit. Durchziehen kann man jederzeit. Wichtig ist nur, zu verstehen, dass davon nicht unbedingt der Hüftumfang profitiert, sondern eher die Psyche. Fasten reinigt zwar, sorgt aber in erster Linie für ein Hoch – und wird deshalb nicht umsonst weltweit in spiritueller Weise verwendet. Wichtig ist nur, dass man den Nahrungsmangel konsequent durch Flüssigkeit – stilles Wasser, Tees und Säfte – ausgleicht.

Tipps
• Sich vorher vom Hausarzt „Fastentauglichkeit“ bescheinigen lassen
• Es langsam angehen
• Auf sein Inneres horchen und das mitnehmen, was der Hunger auslöst
• Nicht unbeaufsichtigt fasten und am besten Urlaub nehmen.

Was man mitnimmt
Fasten hilft vor allem dabei, den Körper zu reinigen. Doch das Haupt-Augenmerk sollte auf der spirituellen Ebene liegen. Denn dadurch bekommt man nicht nur neue Erkenntnisse über sich selbst, sondern versteht vielleicht auch ein wenig besser, wie gut es uns allen geht in einer Welt der vollen Kühltheken und niemals leeren Supermarktregale.

Fazit

Wer sich einmauert, lebt vielleicht sicher, verpasst aber auch vieles. Die 15 Tipps machen ein Leben vielleicht nicht unbedingt spannender. Mit Sicherheit sorgen sie aber für erinnerungswürdige Momente, die das ganze Leben lang anhalten und ganz nebenbei vielleicht sogar noch für ebenso lebenslange Hobbies und ein gesteigertes Bewusstsein „der Welt da draußen“ gegenüber.

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